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Projektberichte 2013

Kenia

von Benedict Delf

01.12.2013 

Kenia ?!? Endlich einmal nach Afrika. Wer, der noch nie den afrikanischen Kontinent betreten hat, würde bei diesem Gedanken nicht vor Begeisterung und Vorfreude aufspringen. Bei mir war es so, auch, wenn sich kurz darauf die ersten verwirrenden Fragen dazu gesellten. Was heißt denn nach “Afrika“? Ein Kontinent voll geladen und zusammengesetzt aus Puzzleteilen, die dank unserer medialen Berichterstattung nur als vage Hülle in meiner Vorstellung existieren und mehr ein Durcheinander als ein großes zusammenhängendes Ganzes ergeben. Denn Unwissenheit führt schnell zu falschen Vorstellungen und Erwartungen, und was wusste ich schon über Kenia?

Indien

von Martina Rehm

01.12.2013 

Während ich noch gar nicht glauben konnte, dass es wirklich Indien – mein Wunschland – geworden war, befand ich mich schon in einem Flugzeug voller Inderinnen und Inder auf dem Flug von Frankfurt nach Mumbai, und meine letzte Bastion europäischer Zuflucht war dahin. Dabei hatte ich während des Fluges noch einmal „in heimatlicher Sicherheit“ in mich gehen wollen, um mich für dieses Land über das ich jetzt so viel gelesen und von dem ich so viel gehört hatte, noch einmal so richtig mental zu wappnen. Die Zeit seit der Bewerbung für f&e, der Auswahlrunde, der Zusage, dem Vorbereitungstreffen war wie im Flug vergangen, und zwischen all den anderen und täglichen Herausforderungen hatte ich irgendwie versucht, mich vorzubereiten. Kann man das überhaupt?

Mazedonien

von Lisa Bergmann

01.12.2013 

Mazedonien? Viele, denen ich vorher von meinen Plänen erzählt habe,  reagierten mit Überraschung und nicht allzu selten musste ich eine kurze geographische Aufklärung geben. Ich habe mich darauf gefreut, ein Land kennen zu lernen, dass so klein und unbekannt und doch gar nicht so weit weg im Süden Europas liegt. Mit zwei Millionen Einwohnern und einer Fläche, die mit einem deutschen Bundesland vergleichbar ist, ist Mazedonien zwar klein, aber deswegen nicht minder interessant. Bei nicht mal drei Stunden im Flugzeug war der Kulturschock doch größer als erwartet. Besonders die Herzlichkeit der Menschen, einem jeden Wunsch von den Lippen ablesen zu wollen und die grenzenlose Gastfreundschaft sind mir in Erinnerung geblieben.

Bosnien und Herzegowina

von Anna Maria Lehner

01.12.2013 

Ich hatte das große Glück, mit dem f&e-Programm für zwei Monate in Bosnien-Herzegowina zu leben. Dank meiner Vorgängerin vom Jahr davor (an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Julia für die vielen Tipps, Hinweise, Ratschläge!) hatte ich die Kontakte zur Uniklinik in der Hauptstadt Sarajevo. Leider brach der Kontakt plötzlich von deren Seite ab. Glücklicherweise hatte ich zu diesem Zeitpunkt schon die offizielle Zusage, allerdings wurde mir trotz Nachfragen nie geschrieben, auf welche Station ich könne, geschweige denn, wo ich mich am ersten Tag bei wem oder wann melden solle. Also marschierte ich am ersten Tag einfach mal ins Ungewisse. Und dann kam mir die unglaublich entspannte Balkanmentalität zugute, sodass die Chefärztin der Neonatologie zwar meinte, sie habe nie von meiner Bewerbung gehört, ich könne aber gerne mein Praktikum bei ihr machen. Allerdings erst morgen.

Serbien

von Marin Schlee

01.12.2013 

Serbien. Zwei Monate, viel zu kurz für ein umfassendes Bild und doch lang genug um beeindruckt zurückzukehren. Es ist schön sich daran zu erinnern und zu merken, wie nachhaltig mich die Begegnungen und Erfahrungen begleiten. Sind es die herzlichen Bekanntschaften, die zu Freundschaften wurden oder die irritierenden Beobachtungen - Alles fügt sich zusammen, ergibt ein vorzeitiges Gesamtbild und einen subjektiv wahrgenommenen Sinn. Ich möchte diese Zeit nicht missen und gerne in Zukunft weiter intensivieren.

Israel

von Friederike Glaser

01.12.2013 

„Israel, das ist aber ein ausgefallenes Ziel für eine Famulatur…“, „Ist das nicht gefährlich da?“, „Und was willst du da machen? Du kannst doch kein Hebräisch…“ waren Sätze, die ich oft hörte, wenn ich von meinen Plänen für den Sommer erzählte. Und natürlich waren es Fragen, mit denen auch ich mich beschäftigen musste, bevor es Ende Juli auch wirklich losging nach Israel, in das Heilige Land, das Land, was in den folgenden Monaten mein Leben etwas auf den Kopf stellen sollte und mir so viele schöne Erinnerungen belassen hat.

Palästina

von Antonia Amelie Sarnes

01.12.2013 

The fish,
Even in the fisherman's net,
Still carries
The smell of the sea.

(Mourid Barghouti)

Es ist der erste Tag nach Ende des Ramadan, als ich am Damaskustor in Jerusalem in den arabischen Bus Nr. 21 steige, anscheinend der letzte, der an diesem Abend nach Bethlehem fahren wird.   

Türkei

von Svenja Langenberg

01.12.2013 

Vom f&e-Projekt hatte ich in den letzten Jahren öfter gehört, auf den unterschiedlichen Kongressen und Studi-Treffen der IPPNW. Mich hat die Möglichkeit begeistert, nicht nur einen Einblick in ein fremdes Gesundheitssystem, sondern auch in die kulturellen Gegebenheiten und die Menschenrechtslage vor Ort zu bekommen, vor allem in einem Land außerhalb der EU. Viel zu oft wird Medizin und das Wirken von Ärzten wie ein einzelner, unabhängiger Aspekt in der Gesellschaft gesehen. Dabei greift doch beides ineinander!

Ansprechpartnerin


Anne Jurema
Tel. 030/698074 - 17
Email: jurema[at]ippnw.de

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