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Archiv Projektberichte

Erinnerungen an Deutschland

von Chudamani Giri

01.12.2009 Nach langer aufgeregter Wartezeit landete das österreichische Flugzeug mit mir an Bord am 3. Juli auf dem Flughafen Berlin-Tegel. Eine schöne Morgensonne begrüßte mich in Deutschland. Damit nahm meine erste Reise nach Europa  Gestalt an. Obwohl ich in dieser fremden Umgebung einigermaßen nervös war, wurde ich von Ulla, die schon auf mich wartete, herzlich willkommen geheißen. Berlin grüßte mich mit wunderbarem Wetter und einem warmen Empfang in der IPPNW-Geschäftsstelle. Das war ein aufregender Tag für mich, und meine Augen nahmen alles Fremde auf.

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f&e in Deutschland

Emre Onur Köse

01.12.2009 Als ich zu wirklich sehr früher Stunde in Berlin ankam, wartete Ulla mit freundlich lächelndem Gesicht auf mich. Und wann immer ich sie während dieses zwei Monate dauernden Programms traf, war sie so freundlich und fröhlich. Deshalb habe ich mich zu keiner Zeit als ein Fremder gefühlt. Und natürlich wegen all der anderen freundlichen Menschen: Gisela, Rebekka, Theresa und Lena, Viola und Alihan und Jonathan ( der zweijährige Sohn der Alankus-Familie war mein bester Freund). Also, wenn ich an das f&e-Programm zurück denke, fallen mir zu allererst diese Namen ein, und ich bin glücklich, ihnen allen begegnet zu sein.

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Bosnien-Herzegowina

von Kaja Haelbich

01.12.2009 Eine Vorstellung von der Stadt und was mich in den kommenden Wochen erwarten würde hatte ich noch kaum. Kulturell und vom Stadtbild unterscheidet sich Sarajevo wenig von Städten in Westeuropa, und die Tatsache, dass hier vor 15 Jahren Krieg gewesen ist, fand ich trotz der offensichtlichen Einschussstellen an vielen Häusern unvorstellbar. Auch von den andauernden Konflikten und der Zerrissenheit des Landes, das in die Bosnische Föderation und die Republik Srpska unterteilt ist, ist auf den ersten Blick wenig zu sehen. Nur langsam und in vielen Gesprächen hatte ich das Gefühl, eine Vorstellung davon zu bekommen und ein bisschen zu verstehen, was das Leben in Sarajevo heute so schwierig macht.

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Rumänien

von Marie Baudisch

01.12.2008 Vier Monate ist es jetzt fast schon her, dass ich dieses kontrastreiche Land im Südosten Europas verlassen habe. Zehn Wochen bin ich dort gewesen, einen Sommer, und doch hat diese kurze Zeit Spuren hinterlassen. Wenn ich mir ab und zu die Fotos anschaue, kommt es mir vor, als wäre es gestern gewesen, dass ich da war. Nie hätte ich vorher gedacht, welche Eindrücke und Einblicke man in dieser Zeit in ein Land haben kann. Der ganze Aufenthalt dort ist schwer in Worte zu fassen, und nach meiner Rückkehr fand ich es auch oft ermüdend, vielen Leuten Antworten auf die doch immer irgendwie gleichen Fragen zu geben. Richtig in Deutschland wieder angekommen mit dem Gefühl den Aufenthalt in Rumänien verarbeitet zu haben, bin ich erst durch das Nachbereitungswochenende im Dezember.

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Türkei

von Nathalie Knierim

01.12.2008 Ein kalter Novemberabend in Tübingen – ich schlendere durch die alten Gassen, lasse meinen Blick plötzlich schweifen. „Görüşürüz“ höre ich von dem freundlich blickenden Herrn vor mir. Er verabschiedet sich von seinem Freund. Mich durchfährt ein Gefühl der Wohligkeit bei dem Klang dieser mir vertrauten türkischen Sprachmelodie und die Erinnerungen an einen einmaligen Sommer machen sich in mir breit. Wie wunderbar in meinem Land einen Teil der Türkei wiederzufinden! Von Glück und Dankbarkeit durchströmt für zweieinhalb Monate in der türkischen Kultur gelebt zu haben, setze ich meinen Weg fort.

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USA

von Ursula Völker

01.12.2008 Im Sommer 2008 befanden sich die Vereinigten Staaten von Amerika im Wahlkampf, im Krieg und mit Michael Phelps im olympischen Schwimmbecken. Eine Medizinstudentin aus Deutschland war für zweieinhalb Monate zu Besuch in Wunderland und abwechselnd bezaubert, erschüttert, hingerissen und wütend. Sie hatte sich vorgenommen, das Dickicht aus Vorurteilen und Klischees, das die USA wie kaum ein anderes Land umgibt, ein wenig zu lichten.

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In Germany with IPPNW

Mücadiye Yörük

01.12.2008 It was really strange that i learned something about ippnw, because at first i just talked with my professor on the phone then i researched some about it. Then we met with him and we talked more about ippnw then  i took Ulla’s e-mail adress and i sent e-mail her to be in Germany in this summer with a student exchange program and i want to learn more about ippnw. Then i took an answer from Ulla wich i was waiting for curiously. I was wery happy and i applied to the german embassy quickly for the visa. Several times i went to the embassy but in the end i had my visa and my plane ticket to the Berlin. Then i waited for the day that i would go to Germany but i was wery exited because it was the first time for me to go abroad.

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Bosnien-Herzegowina

von Caroline Philipp

01.12.2008 Da stand ich nun samt säuberlich verpacktem Klappfahrrad am Nürnberger Busbahnhof und verstand kein Wort. Alle Menschen um mich herum schienen sich bestens zu kennen und eine wohlbekannte Reise in die Heimat anzutreten. Und als der Busfahrer mich erstaunt anblickte, als ich auf sein Bosnisch nur mit einem großen Fragezeichen antwortete, wurde mir klar, dass es wohl nicht sehr häufig vorkommt, dass deutsche TouristInnen mit dem Bus nach Sarajevo fahren.

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Indien

von Dinh Dong Nghi Phan

01.12.2008 Der junge höfliche Mann wusste in dem Moment nicht, was ihm bevorstand, als er mich fragte, wie es in Indien war. Er hatte sich damit sein eigenes Urteil geschrieben: Er musste sich nun meine unzähligen Eindrücke, verpackt in ewig langen Geschichten anhören. Machte er auch noch den Fehler, eine weitere Frage zu stellen, so verspielte er sich die Chance, meinem Redefluss zu entkommen. Ganz anders ist es vor einem weißen Blatt zu sitzen, bzw. im Zeitalter der Moderne vor einem weißen Monitor. Schreiben –Löschen – wieder schreiben – doch wieder löschen. Mein Musiklehrer sagte einst zu mir: „ Wenn Du nicht weißt, wie Du den Anfang eines Stückes schreiben sollst, dann beginne mit dem Mittelteil.“ Also folge ich seinem Rat und schließe meine Augen.

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Israel

von Annkathrin Koepke

01.12.2008 Als ich mich für „famulieren & engagieren“ beworben habe, war ich mir lange unsicher, wo ich am liebsten hingehen würde. Ich war begeistert von der Verbindung einer Famulatur mit der Mitarbeit in einem sozialen Projekt. Je mehr ich darüber las, desto neugieriger wurde ich auf fast jedes einzelne Land und Projekt. Mit der Zeit wurde ich mir jedoch immer sicherer, dass ich nach Israel gehen wollte. Ich wünschte mir eine lebendigere und plastischere Vorstellung von diesem Land, denn ich hatte nur Bruchstücke im Kopf, die aber kein Bild ergeben wollten. Ich habe die Puzzlestücke auch in diesem Sommer nicht zusammen setzen können, doch sie sind nun durch viele Bilder und Begegnungen ergänzt.

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Japan

von Nesrin Uksul

01.12.2008 „… Let all nuclear arms and wars be gone / And the nations live in true peace! / May it ring to all corners of the earth / To meet the ear of every man, / For in it throb and palpitate / The hearts of its peace-loving donors / So may you, too, friends, / Step forward, and toll this bell for peace!...” 
And I stepped forward, but couldn’t move the batter of this bell. Denn jene Worte las ich vor der “Bell Of Peace”, die gegenüber vom A-Bomb-Dome im Peace Park Hiroshimas stand und nur darauf wartete, von mir lautstark geläutet zu werden. Dass die Stange zum Läuten leider jedes Mal, wenn ich mich daran versuchen wollte, fixiert war, nahm mir nicht den Enthusiasmus, die Glocke dennoch zum Erklingen bringen zu wollen. Das Bild, wie ich wieder an einem sonnigen Tage an der Stange hänge und daran ziehe, ist bloß ein Mosaik meiner zahlreichen lebendigen Erinnerungen, die ich an diese wunderschöne Stadt und meine wertvolle Zeit in ihr habe.

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Kenia

von Roman Schlager

01.12.2008 Einleitend möchte ich gern eines meiner ersten Erlebnisse in Kenia schildern: Als ich mit Christine, einer kenianischen IPPNW-Studentin, abends vom Campus nach Hause lief, saß ein weinender Junge auf der Straße. Er hielt sich den Fuß, als ob er verletzt wäre. Als Christine ihm vorschlug, ihn ins Krankenhaus zu bringen und auch die Kosten dafür zu übernehmen, schüttelte er nur den Kopf. Währenddessen rief uns eine Frau von der anderen Straßenseite zu, dass der Junge jeden Tag dort sitzen und weinen würde. Daraufhin ging Christine zum nächsten Straßenstand und kaufte etwas zu essen. Als sie es dem Jungen gab, stand er auf und ging fort.

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