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Archiv Projektberichte

Serbien

von Marin Schlee

01.12.2013 Serbien. Zwei Monate, viel zu kurz für ein umfassendes Bild und doch lang genug um beeindruckt zurückzukehren. Es ist schön sich daran zu erinnern und zu merken, wie nachhaltig mich die Begegnungen und Erfahrungen begleiten. Sind es die herzlichen Bekanntschaften, die zu Freundschaften wurden oder die irritierenden Beobachtungen - Alles fügt sich zusammen, ergibt ein vorzeitiges Gesamtbild und einen subjektiv wahrgenommenen Sinn. Ich möchte diese Zeit nicht missen und gerne in Zukunft weiter intensivieren.

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Israel

von Friederike Glaser

01.12.2013 „Israel, das ist aber ein ausgefallenes Ziel für eine Famulatur…“, „Ist das nicht gefährlich da?“, „Und was willst du da machen? Du kannst doch kein Hebräisch…“ waren Sätze, die ich oft hörte, wenn ich von meinen Plänen für den Sommer erzählte. Und natürlich waren es Fragen, mit denen auch ich mich beschäftigen musste, bevor es Ende Juli auch wirklich losging nach Israel, in das Heilige Land, das Land, was in den folgenden Monaten mein Leben etwas auf den Kopf stellen sollte und mir so viele schöne Erinnerungen belassen hat.

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Palästina

von Antonia Amelie Sarnes

01.12.2013 The fish,
Even in the fisherman's net,
Still carries
The smell of the sea.

(Mourid Barghouti)

Es ist der erste Tag nach Ende des Ramadan, als ich am Damaskustor in Jerusalem in den arabischen Bus Nr. 21 steige, anscheinend der letzte, der an diesem Abend nach Bethlehem fahren wird.   

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Türkei

von Svenja Langenberg

01.12.2013 Vom f&e-Projekt hatte ich in den letzten Jahren öfter gehört, auf den unterschiedlichen Kongressen und Studi-Treffen der IPPNW. Mich hat die Möglichkeit begeistert, nicht nur einen Einblick in ein fremdes Gesundheitssystem, sondern auch in die kulturellen Gegebenheiten und die Menschenrechtslage vor Ort zu bekommen, vor allem in einem Land außerhalb der EU. Viel zu oft wird Medizin und das Wirken von Ärzten wie ein einzelner, unabhängiger Aspekt in der Gesellschaft gesehen. Dabei greift doch beides ineinander!

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Kenia

von Benedict Delf

01.12.2013 Kenia ?!? Endlich einmal nach Afrika. Wer, der noch nie den afrikanischen Kontinent betreten hat, würde bei diesem Gedanken nicht vor Begeisterung und Vorfreude aufspringen. Bei mir war es so, auch, wenn sich kurz darauf die ersten verwirrenden Fragen dazu gesellten. Was heißt denn nach “Afrika“? Ein Kontinent voll geladen und zusammengesetzt aus Puzzleteilen, die dank unserer medialen Berichterstattung nur als vage Hülle in meiner Vorstellung existieren und mehr ein Durcheinander als ein großes zusammenhängendes Ganzes ergeben. Denn Unwissenheit führt schnell zu falschen Vorstellungen und Erwartungen, und was wusste ich schon über Kenia?

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Indien

von Martina Rehm

01.12.2013 Während ich noch gar nicht glauben konnte, dass es wirklich Indien – mein Wunschland – geworden war, befand ich mich schon in einem Flugzeug voller Inderinnen und Inder auf dem Flug von Frankfurt nach Mumbai, und meine letzte Bastion europäischer Zuflucht war dahin. Dabei hatte ich während des Fluges noch einmal „in heimatlicher Sicherheit“ in mich gehen wollen, um mich für dieses Land über das ich jetzt so viel gelesen und von dem ich so viel gehört hatte, noch einmal so richtig mental zu wappnen. Die Zeit seit der Bewerbung für f&e, der Auswahlrunde, der Zusage, dem Vorbereitungstreffen war wie im Flug vergangen, und zwischen all den anderen und täglichen Herausforderungen hatte ich irgendwie versucht, mich vorzubereiten. Kann man das überhaupt?

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Rumänien

von Christina Evers

01.12.2012

Sonnenblumenfelder bis zum Horizont, Pferdewagen mit Nummern-
schildern, Brezeln mit Schokolade und Hirten auf sattgrünen, verträumten Hügeln, die auf Baumblättern Lieder pfeifen -
Hunderte streunende Straßenhunde, Häuserfassaden voller überdimensionaler Werbeplakate, Kinder, die Autolack schnüffeln, und Schmiergeld in den weißen Kitteltaschen der Ärzte -
Viele Bilder entstehen in meinem Kopf, wenn ich an die Zeit in Rumänien zurückdenke, eine Zeit, in der ich viel lernen konnte über ein Land, das uns geografisch so nah ist und in unseren Köpfen trotzdem so weit weg erscheint. Erst dort habe ich begonnen zu begreifen, wie sehr Deutschland und Rumänien eigentlich miteinander verknüpft sind und was sie für eine eng verbundene, gemeinsame Geschichte teilen.

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Bosnien-Herzegowina

von Julia Neuhof

01.12.2012 Fasse einmal zusammen was Du über Bosnien weißt. Hmm... Da war doch ein Krieg, noch nicht so lange her; ach, und ich erinnere mich an viele Flüchtlinge in Deutschland. Aber jetzt? Was passiert dort im Jahr 2012?
Ich wollte lernen was hinter dem „Balkan“ steckt - das ehemalige Jugoslawien, ein großes Wort und in meinem Kopf entstanden keine Bilder dazu. Sarajevo, die Hauptstadt Bosniens im„Hinterhof Europas“ - keine 1000 km entfernt von Regensburg -  sollte von mir entdeckt, verstanden und lieben gelernt werden. „Nach Bosnien? Ist das denn nicht gefährlich?“, wollte eine Kommilitonin vor der Abfahrt von mir wissen und jetzt kann ich aus Erfahrung sagen, es stimmt was ich damals behauptete: „Nein, nein, überhaupt nicht. So sicher wie daheim.“

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Kosovo

von Anna Hasenmaile

01.12.2012 „Anna, wie ist es dir bei uns gegangen? Mit welchen Erwartungen bist du gekommen? Und was denkst du jetzt über unser Land?" fragte mich nach einem kurzen Blick in meinen Reisepass der Zollbeamte im Flughafen von Prishtina freundlich und in perfektem Deutsch. Gekommen war ich mit einigem Angelesenen, vagen Kindheitserinnerungen an Diskussionen meiner Eltern über eine deutsche Beteiligung am Kosovokrieg und dem Versuch, mir im Vorhinein zunächst einmal gar kein Bild zu machen. Auf die Rückreise machte ich mich mit vielen Eindrücken und Erfahrungen im Kopfgepäck und dem Gefühl, dass meine zwei f&e-Monate erst der Anfang waren eines Annäherungsprozesses.

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Serbien

von Franziska Wolters

01.12.2012  Wenn ich an meine Zeit in Serbien zurückdenke habe ich viele positive Bilder im Kopf. Ich erinnere mich an die Menschen, die ich dort kennen gelernt habe und die Freundschaften, die ich geschlossen habe. Ich erinnere mich an mein Sozialprojekt, das mich unglaublich bereichert hat. Ich denke an meine Reisen nach Sarajevo, Mostar, Novi Sad und Pristina. Und vor allem denke ich einfach an die schöne Zeit, die ich in Belgrad verbracht habe.

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Türkei

von Gözde Sen

01.12.2012 Ich blicke um mich und sehe das weite Meer, sehe Fähren, Fischerboote und dichtbebaute Hügel. Ich erblicke Moscheen und entdecke in den alten Gassen Kirchen und Synagogen. Ich lausche dem Meeresrauschen,  den Möwen und  unterdrücke den Verkehrslärm. Ich schlendere durch den Bazar und kämpfe mich durch die Menschenmasse. Ich trinke türkischen Kaffee, frisch gepressten Granatapfelsaft und Ayran. Ich stille meinen Hunger mit Simit, Gözleme und frischem Obst. Ich fühle die Sonne auf meiner Haut und flüchte in den Schatten einer Dattelpalme. Ich begegne Traditionellem und Modernem, Armen und Reichen, Altem und Neuem, und tauche ein in ein Land voller Gegensätze. Gegensätze, die mal aufeinanderprallen, mal friedlich nebeneinander existieren und mal miteinander verschmelzen.

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Israel

von Roxana Müller

01.12.2012 Vor zwei Jahren hörte ich vom f&e-Programm, das Medizinstudierenden im klinischen Abschnitt des Studiums ermöglicht, eine Famulatur im Ausland mit der Arbeit in einem lokalen Sozialprojekt zu verknüpfen. Bereits in dem Moment als ich mich entschloss, meine Bewerbung für f&e 2012 zu verfassen, begann eine der lehrreichsten Zeiten meines Lebens. Ich lernte viel über mich selbst und meine Interessen, als ich das Motivationsschreiben verfasste und nutzte die Gelegenheit, um mich näher mit der IPPNW und ihren Zielen, Projekten und Aktionsformen auseinander zu setzen. Das letzte Jahr lehrte mich viel über (medizinisches) Engagement, das weit über die Arbeit einer Ärztin in der Klinik hinausging. Schließlich war es natürlich für mich persönlich und meinen medizinischen Kenntnisstand ungemein bereichernd, im Projektland zwei Monate lang eigene Betrachtungen anstellen zu können und ein ganz eigenes f&e-Erlebnis mit nach Hause zu bringen.

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