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Archiv Projektberichte

Türkei

Von Aylin Kilisli

01.12.2007 Mein f&e-Aufenthalt in der Türkei führte mich nach Izmir und Diyarbakir, führte mich in die zwei gegensätzlichen Welten des Westens und Ostens, der Moderne und der Tradition, des Reichtums und der Armut, der Türken und der Kurden und führte mich nicht zuletzt in die Heimat meiner Eltern. Nach Betrachten der vielen Fotos und während ich türkisch-kurdisch-arabischer Musik lausche, fällt es mir leicht und doch wieder unheimlich schwer von meinen Erlebnissen und Begegnungen zu erzählen, die richtigen und ausreichend Worte zu finden. Ich will es einmal probieren.

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Bosnien und Herzegowina

Von Esther Tautz

01.12.2007 "Was in aller Welt suchst du in Bosnien?" Bemerkenswerterweise wurde mir diese Frage in Bosnien häufiger gestellt als in Deutschland vor meiner Abreise. Als "abenteuerlich" oder, noch diplomatischer, "ungewöhnlich" wurde mein Reiseziel hier von vielen bezeichnet. Wie ist es, in einem von Krieg gezeichneten Land zu leben? Welche Spuren oder Narben sind hinterlassen worden, welche Hoffnungsschimmer gibt es? Mit solchen und vielen anderen Fragen machte ich mich auf den Weg.

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Mazedonien / Kosovo

Von Torsten Ebeling

01.12.2007 Es gibt tatsächlich noch ein paar unentdeckte Orte auf diesem Planeten, die in keinem blog Erwähnung finden... die Suche nach diesen Orten gewinnt den Wert eines Abenteuers. Denn auf dem Weg zu einem solchen Ort kann man sich nicht zweifelsfrei auf die Erzählungen der Menschen aus der Großstadt verlassen - wer gibt einem schon Auskunft über eine vergessene Welt. Glauben kann man nur dem, der dort gewesen war und mit eigenen Augen sah wie rot Paprika sein kann... schrieb ich voller Freude nach einem Ausflug nach Hause.

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Serbien

Von Johannes Holzer

01.12.2007 Meine Reise geht nach Belgrad. Mit dem Nachtzug von München, durch Österreich, im Morgengrauen nach Slowenien, durch Kroatien, entlang der bosnischen Grenze, endlich Serbien und bald darauf Belgrad. Schon beim müden Herausklettern aus dem Zug zeigt sich die Stadt groß und schnell, ihr Puls treibend und heiß. Der Asphalt auf dem Bahnhof ist von der Hitze flüssig und klebt an meinen Sohlen. In den nächsten Tagen wird es auch für Belgrad ungewöhnliche 45°C, dazu ein Wind, der die Haare auf den Armen versengt. Um mich herum dreht es sich, Taxen, Busse, Straßenbahnen und Menschen, Menschen, Menschen. Sollten die ca. 2 Mio. Einwohner etwa alle hier am Bahnhof sein?

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Japan

von Claudia Hägele

01.12.2007 Es ist 2 Uhr morgens deutscher Zeit, als wir am Kansai Airport bei Osaka landen, doch in Japan ist es bereits früher Morgen. Vor lauter Aufregung habe ich nicht schlafen können und bin nun ziemlich überdreht und gleichzeitig voller Vorfreude - Japan! Ich bin tatsächlich hier!! Ich bin ziemlich gespannt, was mich in den kommenden zwei Monaten erwarten wird - obwohl Japan schon lange ein Wunschziel ist, habe ich das Gefühl, sehr wenig über dieses Land zu wissen.

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USA

Von Stephan Hohmann

01.12.2007 Es ist der 4. Juli, der amerikanischste aller Feiertage, als ich in Boston, der vielleicht europäischsten aller amerikanischen Städte ankomme. Zwei Monate famulieren und engagieren in Cambridge, der Nachbarstadt Bostons, liegen vor mir. Etwas erschöpft stehe ich in der U-Bahnstation und warte auf den Zug zu meiner Unterkunft, einem WG-Zimmer. Ein Ventilator bläst mir träge die tropisch schwüle Luft ins Gesicht. Ich frage mich, was mich wohl den Sommer über erwarten wird. Natürlich klingt Boston/Cambridge weniger aufregend und fremd als viele der übrigen f&e-Projekte.

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Nepal

Von Milad Rezvani

01.12.2007 "Can you see this?", fragt mich Dr. Koirala. Er ist Herzchirurg. Ich bin Famulant aus Deutschland. Wir stehen vor dem geöffneten Brustkorb eines 14-jährigen. Es ist im Sommer 2007. Es ist meine Famulatur in der Herzchirurgie in Kathmandu, der Hauptstadt Nepals. Dr. Koirala ist ein begnadeter Herzchirurg und der Direktor der "Shahid Gangalal Heart Clinic", des einzigen Krankenhauses für Herzchirurgie in Nepal. Er arbeitet schnell und schneidet präzise Teile der Mitralklappe ab, und reicht sie an mich weiter. Ich fühle Knötchen zwischen meinen Fingern. "This is the Rheumatic Heart Disease. That's what cardiac surgeons see in poor countries every day." Die verdickte, krankhafte Herzklappe auf meiner Fingerbeere ist die traurige Konsequenz eines verarmten Gesundheitswesens.

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Nepal

von Johanna Overberg

01.12.2006 Nepal. Das war auch, das Land in dieser spannenden Zeit des Umbruchs und eines politischen Neubeginns erleben zu können. Mit all den Verwirrungen und Hoffnungen und Ängsten, die diese Situation bei den Menschen ausgelöst hat. Nepal hat mir in eindrücklicher Weise klargemacht, wie Kriege und bewaffnete Konflikte sich auf das Leben der Menschen und insbesondere auf die Gesundheit auswirken.
Mein Sommer in Nepal war alles in allem eine großartige, wenn auch nicht immer ganz einfache, dafür aber umso intensivere und eindrücklichere Zeit. Ich wurde genau dort hin katapultiert, wohin ich wollte: weg von der Oberfläche.

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Mazedonien

Frederike Poetsch

01.12.2006 Balkan means Honey and Blood - Das kommt aus dem Türkischen und ist die direkte Übersetzung der beiden Wörter "bal" wie Honig und "kan" wie Blut.
Ich musste lächeln, als ich das zum ersten Mal auf dem Balkan hörte, denn besser hätte ich es auch nicht beschreiben können, was es bedeutet dort zu sein.
Im Sommer 2006 durfte ich zwei Monate mit der IPPNW in Mazedonien und im Kosovo verbringen - eine wichtige, prägende, wunderschöne und nicht immer einfache Zeit.

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Ahmedabad, Indien

Kirsten Schubert

01.12.2006 Man kann jedes zweite Wochenende zu dem riesig großen Health Camp in Matr, ca. eine Stunde von Ahmedabad entfernt, gehen. Außerdem kann man auch mit der gleichen Organisation nahezu jeden Abend mit zur Essensausgabe für die Armen an verschiedenen Stellen in der Stadt fahren. Beides ist ein unglaubliches Erlebnis! Auf dem Camp werden nahezu fließbandartig ca. 8000 bis 9000 Menschen pro Tag durchgeschleust. Jeder sieht einen Arzt und erhält Medikamente und eine warme Mahlzeit: umsonst! Indien ist ein sehr religiöses Land und so ist natürlich auch diese Veranstaltung von den Göttern und für die Götter organisiert. Es war für mich unheimlich spannend, mich mit dem Hinduismus zu beschäftigen. Ich habe viel mit meiner Familie gesprochen und viele Feste mitgefeiert.

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Japan

Marius Schawaller

01.12.2006 Hiroshima ist schon ein Phänomen: Außerhalb Japans assoziiert jeder sofort die atomare Zerstörung durch "Little boy" am 6.August 1945. War dies nicht auch der eigentliche Grund für meine Reise? Aber was mir beim ersten Schritt aus der Bahnhofshalle entgegen schlägt, ist die quicklebendige Atmosphäre einer modernen Großstadt... Geschäfte, Straßenbahnen, Autos, Karaokebars, Restaurants, Leuchtreklame und vor allem ein fröhliches Gewimmel auf den Gehsteigen. Tatsächlich ist "Phönix aus der Asche" sicherlich die treffendste Bezeichnung für diese aktive Metropole. Ich kann mich kaum satt sehen an all den Nihonjin um mich herum und löchere meine neuen Freunde mit allen möglichen Fragen zur Stadt und dem tollen Land in dem ich endlich angekommen bin. Schließlich wird der moderne Komplex des Universitätskrankenhauses sichtbar. Meine Wohnung liegt in Sichtweite des Hauptgebäudes, ein nettes kleines Appartement mit einer kleinen Küche, einem Bad und einem breiten Tatamibett, in dem ich mich sofort zu Hause fühle. Sogar ein Fahrrad hat mir Yoshi schon besorgt . Typische Trekking- oder Rennräder sind in Japan unbeliebt. Niemand schwitzt gern öffentlich, daher geht es meist im gemächlichen Tempo durch die Stadt, was mir oft auffällt, wenn ich Gruppen von Radfahrern beim Joggen überhole.

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Aus IPPNW-Forum 102/06

Ob das Glück hier anders funktioniert?

Definitionen von Glück

01.12.2006 Dezember 2006 Ich habe in Mazedonien Alexandar kennen gelernt. Er lebt zusammen mit seinem Vater und seiner Mutter und verkauft Babykleidung auf dem Bazar. Das Geld, die Schule zu beenden, hatte er nicht. Sein Gehalt ernährt alle drei Personen im Haushalt. Der Vater arbeitet auch auf dem Bazar, aber er verdient nur 50 Euro. Die Mutter hatte einen Schlaganfall. Was bedeutet Glück für ihn? Wenn die Leute hier in Mazedonien Verständnis füreinander haben. Er arbeitet mit den Albanern und bekommt die Spannungen jeden Tag mit. Auch am eigenen Leibe. Kinder. Familie.

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