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Junge IPPNW - Treffen im Juli 2011

Programm:

Freitag, 01.07.2011

18:00 Uhr: Eintreffen und gemütlich ankommen.
20.00 Uhr Abendessen
Abend bei Lagerfeuer

Samstag, 02.07.2011

09:00 Uhr Frühstück.
10.30 Uhr Interaktive Kennenlernrunde und Erfahrungsaustausch
11:30 Uhr Definitionen und Wissensinput zum deutschen Gesundheitswesen
12:30 Uhr Brainstorming "Was bedeutet Gesundheit für mich?"
13.30 Uhr Mittagssnack, Spaziergang
15.30 Uhr Vorstellung der Aktivitäten der Deutschen IPPNW, Handlungsmöglichkeiten
16:30 Uhr Workshop - genaues Thema wird am Vormittag festgelegt
18.30 Uhr gemeinsames Kochen, Abendessen
Bis in die Nacht Lagerfeuer, Schwimmen, Sauna, Sterne schauen, Hängematte ;)

Sonntag, 03.107.2011

09:00 Frühstück
10.30 Workshop zum Thema „Medizin ist keine Ware“ - Buttons
12:00 Zusammenfassung, Feedback und Ausblick
13.30 Gemeinsame Abreise


Ein Stück konkrete Friedensarbeit

Seit nunmehr 5 Jahren treffen sich im Sommer und Winter die NachwuchsärztInnen der IPPNW um sich ein Wochenende lang mit einem Thema zu befassen, welches für sie als junge, engagierte Mediziner von Bedeutung ist. In der Vergangenheit waren es beispielsweise Themen wie das deutsche Gesundheitswesen, medizinische Friedensarbeit oder humanitäre ärztliche Hilfe. Diesen November trafen sich nun zum zehnten Mal rund 20 junge IPPNW’lerInnen aus ganz Deutschland im wunderbar abgelegenen Haus Hoher Hagen bei Göttingen und hatten sich ein recht außergewöhnliches Thema ausgesucht: „Gewaltfreie Kommunikation“. Einige mögen dieses Konzept aus Balintgruppen oder psychologischen Seminaren kennen, für andere mag es zunächst etwas abstrakt anmuten: „Meine Kommunikation ist doch gewaltlos… oder?“.

Das Thema war allerdings sehr bewusst gewählt: als Ärztinnen und Ärzte werden wir täglich mit sehr delikaten Kommunikationssituationen konfrontiert – sei es in der Zusammenarbeit mit ärztlichen KollegInnen oder der Pflege, sei es in der Arzt-Patienten-Kommunikation oder in der Familie, wenn man seine Lieben arbeitsbedingt mal wieder versetzt hat. In all diesen Situationen kann es hilfreich sein, Mechanismen der gewaltfreien Kommunikation anzuwenden. Die TeilnehmerInnen des Wochenendes lernten beispielsweise, ‚Beobachtung’ von ‚Bewertung’ zu trennen, ‚Bitten’ von ‚Forderungen’ zu unterscheiden, sich vor Verallgemeinerungen zu hüten, sich der Gefühle und Bedürfnisse, die sich hinter Aussagen verstecken können bewusst zu werden und so auf eine harmonischere Kommunikationskultur hinzuarbeiten.

Aber auch in unserer Arbeit als Friedensorganisation sollte die gewaltfreie Kommunikation eine bedeutende Rolle spielen. Viel zu oft geraten wir selbst in unserer eigenen Organisation aneinander, behandeln uns gegenseitig unfair, projizieren unsere Erwartungen auf andere und sind dann enttäuscht, wenn nicht alle so denken, wie wir. Gerade in einer Organisation wie der IPPNW, die ja zum Ziel hat, die Welt ein stückweit friedlicher und gesünder zu machen, sollten wir darauf achten, eine „Kultur des Friedens“ wie wir sie in unserer Arbeit anstreben auch praktisch vorzuleben. Dazu gehört zwangsläufig, dass man lernt, gewaltfrei zu kommunizieren.

Das Wochenende der Jungen IPPNW hat uns gelehrt, dass gewaltfreie Kommunikation nicht bedeutet, dass alle einer Meinung sein müssen, aber dass man sich bewusst wird, welche Mechanismen im Spiel sind, wenn in uns Gefühle wie Enttäuschung oder Zorn aufkommen und unsere Kommunikation beeinflussen. Eine selbstreflektierte und ehrliche Auseinandersetzung mit diesen Mechanismen führt fast zwangsläufig zu einer Kommunikationskultur die gewaltfreier und konstruktiver ist. In diesem Sinne war das Wochenende ein ganz konkretes Stück Friedensarbeit. Ach ja, und Spaß hat es auch gemacht… gemeinsames Kochen, Waldspaziergänge, Abende im Kaminzimmer und das Gefühl, dem Kliniksalltag für zwei Tage zu entkommen – all das sind die Elemente, die die Wochenenden der Jungen IPPNW ausmachen. Ende Juni ist es wieder so weit – das Thema dann: „Globalisierung und Gesundheit“. Vielleicht sehen wir uns ja dort…

Dr. Alex Rosen
Kinderarzt, Düsseldorf

Programm des Wochenendes:

Freitag   

bis 20:00 Ankunft der TeilnehmerInnen
ab 20:00  Kartoffelsuppe und Kaminabend
 
Samstag  

09:00         Frühstück
10:00       Kennenlernrunde und Vorstellung des Thema
11:00       Workshop zum Thema "Gewaltfreie Kommunikation"
13:00       Waldsaziergang
14:00       Reibekuchen mit Apfelmus
15:00       Rollenspiele und Brainstormen zum Thema "Gewaltfreie Kommunikation"
19:00       Wirsingeintopf, karamellisierte Pastinaken und Möhren, selbst gebackenes Brot und Bratkartoffeln
21:00       Kaminabend
 
Sonntag
   

09:00        Frühstück
10:00      Neues von der IPPNW - Update über deutsche und internationale Kampagnen und Projekte
11:00      Feedback und Ausblick
13:00      Aufräumen
14:00      Abreise

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