Erster Jahrestag des Atomwaffenverbotsvertrags

Im Gespräch mit Abgeordneten

Jahrestag des Atomwaffenverbots Aachen. Foto: IPPNWJahrestag des Atomwaffenverbots Aachen. Foto: IPPNWAnlässlich des ersten Jahrestages des völkerrechtlichen Inkrafttretens des Atomwaffenverbotsvertrags haben wir, das Aachener Aktionsbündnis „Keine Atomwaffen rund um Aachen“, bestehend aus DFG/VK, VVN/BdA, pax christi und IPPNW, den beiden örtlichen Bundestagsabgeordneten von zwei der drei Regierungsparteien, Frau Ye-One Rhie (SPD) Mitglied im Auswärtigen Ausschuss des Deutschen Bundestages und Herrn Oliver Krischer (Grüne) parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Klima 1.150 Unterschriften Aachener Bürgerinnen und Bürger unter den "Aachener Appell für eine Klima-und sozial gerechte Welt ohne Atomwaffen, Rüstung und Krieg" überreicht.

Mit dem Aachener Appell fordern die Unterzeichner*innen ein sofortiges Atomwaffenverbot und den Beitritt Deutschlands und der EU zum Atomwaffenverbotsvertrag sowie die Einleitung eines umfassenden Abrüstungsprozesses, die Rückkehr zu einer Politik der Entspannung und die Umwidmung der dadurch frei werdenden Finanzmittel für die Bekämpfung der Klimazerstörung und der weltweiten sozialen Ungerechtigkeit. Sie verurteilen die Anschaffung von 90 Eurofightern und 45 F-18 Bombern, die nur dazu dienen sollen, die in Europa gelagerten US-Atombomben im Rahmen der „Nuklearen Teilhabe“ über feindliche Länder abwerfen zu können sowie die Aufrüstung mit bewaffneten Killerdrohnen, die Militarisierung des Weltraumes und ungehemmte Rüstungsexporte, selbst in Kriegs-und Konfliktgebiete.

Die beiden Abgeordneten begrüßten unsere Initiative und versprachen, die Unterschriften an Verteidigungsministerin Lambrecht und Außenministerin Baerbock weiterzuleiten. Auch boten sie an, die Kontaktaufnahme zu den Jugendvereinigungen ihrer Parteien einzuleiten, weil sie der festen Überzeugung sind, dass diese jungen Menschen die atomare Bedrohung kaum wahrnehmen und keinerlei Kenntnis haben von den drei Atomwaffenstützpunkten der NATO maximal 100 km von Aachen entfernt in Belgien, Niederlande und Deutschland.Wegen der pandemischen Situation hatten wir keinen großen Aufruf innerhalb der Friedensbewegung gestartet, trotzdem nahmen an der Veranstaltung etwa 50 Friedensbewegte teil.

Odette Klepper

 
Oliver Krischer (SPD)

 
Unterschriftenübergabe

Ye-One Rhie (SPD)

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