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Internationale Kongresse

Kongresse und Veranstaltungen

 1981

1. Weltkongress im Airlie House
Der 1. IPPNW-Weltkongress 20. bis 25. März in Airlie, Virginia/USA. Es nehmen 72 ÄrztInnen aus 12 Ländern teil, die sich in Vorträgen und Arbeitsgruppen mit den medizinischen Auswirkungen eines Atomkriegs, der den Ärzten zugedachten Rolle und den sozialen, wirtschaftlichen und psychologischen Kosten des Rüstungswettlaufs beschäftigen. Ein "Aufruf an alle Ärzte der Welt" ergeht aus dem Kongress.

1982

Der 2. IPPNW-Weltkongress April in Cambridge/ Großbritannien. An ihm nehmen 200 ÄrztInnen aus 31 Nationen teil.

1983

Der 3. IPPNW-Weltkongress 17. bis 21. Juni in Amsterdam, Niederlande.
Es versammeln sich ca. 300 ÄrztInnen aus 43 Ländern. Die internationale Satzung und die Struktur der IPPNW werden verabschiedet. UN-General-Sekretär Perez de Cuéllar, Papst Johannes Paul II und zahlreiche Regierungs-Chefs, darunter auch Reagan und Andropov, senden Grußbotschaften. Als Leitungsgremium wird der "International Council" (internationaler Rat) gegründet, in dem die damals 30 IPPNW-Sektionen mit je einem Delegierten vertreten werden. In Ergänzung zum Eid des Hippokrates wird ein neuer Eid, eine ärztliche Verpflichtungsformel, verabschiedet.
Es wird ein Aufruf der Internationalen Ärzte zur Beendigung des atomaren Rüstungswettlaufs verabschiedet und ein Brief an den Vorsitzenden des Präsidiums des Obersten Sowjet der UdSSR, Jurij V. Andropov sowie an den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Ronald Reagan gesendet.

1984

Der 4. Weltkongress: Physicians Insist: Nuclear War can be Prevented 3. bis 8. Juni in Espoo/Helsinki, Finnland.
Der Aufruf "An meine Patienten" wird vom Internationalen Rat beschlossen.

IPPNW-"Euregio-Treffen": Medizinische und ärztliche Aspekte der Katastrophen-Medizin in der Euregio
1./2. Dezember in Aachen, Deutschland.

1985

Der 5. Weltkongress: Medical Prescription of IPPNW: Kooperation statt Konfrontation 28. Juni bis 1. Juli in Budapest, Ungarn. 800 ÄrztInnen aus allen Kontinenten der Erde. Erstmals erscheint eine Ärztedelegation aus China. Herausgeber führender Fachzeitschriften wie The Lancet, British Medical Journal und New England Journal of Medicine nehmen teil. Willy Brandt hält einen Vortrag.

Das 1. europäisches Symposium der IPPNW. 9./10. November 1985 in Brüssel, Belgien.

1986

Der 6. Weltkongress: Maintain Life on Earth/Gemeinsam leben - nicht gemeinsam sterben 29. Mai bis 1. Juni in Köln, Deutschland. Durch die Katastrophe von Tschernobyl wird die internationale Organisation mit dem Thema der "friedlichen" Nutzung der Atomenergie konfrontiert. Aus 65 Nationen kommen über 1500 ÄrztInnen. Eine Medizinische Verordnung der internationalen Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges wird einstimmig vom Internationalen Rat der IPPNW am 27. April angenommen. UN-Generalsekretär de Cuellar, Bundespräsident Richard von Weizsäcker, Ronald Reagan, Mikhail Gorbatschov und Papst Johannes Paul II. schicken Grußbotschaften Kongressband: "Gemeinsam Leben – nicht gemeinsam sterben!" Dokumentation des 6. Weltkongresses der IPPNW in Köln, IPPNW (Hrsg.), Jungjohann Verlagsgesellschaft, Neckarsulm 1987

2. Europäisches IPPNW-Symposium. Die nukleare Bedrohung in Europa: Risiken und Verordnungen.
17.-19. Oktober in Madrid, Spanien.

1987

Der 7. Weltkongress: 29. Mai bis 1. Juni, Moskau, UdSSR. Evgenij Chazov tritt als Ko-Präsident zurück, weil er Gesundheitsminister der UdSSR wird. Nachfolger wird Michail Kuzin. 3000 ÄrztInnen aus 70 Ländern sind anwesend. Internationales Treffen der IPPNW-Studierenden 26. Oktober - 2. November in Sofia, Bulgarien.
Der "Appeal to Medical Students all over the World" wird verabschiedet.

Das 3. Europäische IPPNW-Symposium: Frieden in Europa - Zukunft für die Menschheit
13. bis 15. November in Prag, CSSR führt west- und osteuropäische MedizinerInnen zusammen.

1988

Internationale IPPNW-Studierenden-Konferenz 27. Mai bis 1. Juni auf Grindston Island, Kanada.
Der 8. Weltkongress 2. bis 6. Juni in Montreal, Kanada.
2500 ÄrztInnen kommen aus fast 80 Ländern zum 8. Weltkongress der IPPNW. Die weltweite "Ceasefire"- Kampagne gegen Atomtests wird hier gestartet. Crosby, Stills, Nash und Bruce Cockburn spielen zusammen mit MusikerInnen aus den UdSSR und Kanada beim IPPNW "Concert for Peace"



Das 4. Europäisches IPPNW-Symposium: Europa, unser gemeinsames Haus - Sicherheit ohne Atomwaffen
14. bis 17. Oktober, Schiffahrt Basel, Straßburg, Bonn, Rotterdam.
Auf zwei Schiffen diskutieren über 500 IPPNW-ÄrztInnen aus Europa eine Woche lang von Basel nach Rotterdam die Verhinderung eines Atomkrieges und die Probleme der Natur-Zerstörung. Die Erklärung "Europa, unser gemeinsames Haus; Sicherheit ohne Atomwaffen" wird verabschiedet.

1989

Das 1. Mitteleuropäische Studierenden-Treffen 31. März bis 2. April in Würzburg, Deutschland.
Mehr als 130 Medizin-StudentInnen der IPPNW-Sektionen der DDR, Polens, der CSSR, Ungarns, der Schweiz, Schwedens, der BRD und West-Berlins verabschieden die Würzburger Erklärung, die großes Echo in den Medien findet. Hauptthema ist die Medizin unter dem Nationalsozialismus.

Das Treffen von europäischen IPPNW-RepräsentantInnen (ERM*) 26. – 28. Mai in Potsdam, DDR.
Die ÄrztInnen sprechen sich in der dort verabschiedeten Potsdamer Erklärung gegen eine Modernisierung der NATO-Atomwaffen aus, die bei der NATO-Gipfelkonferenz am Tag danach entschieden werden sollte. Nach eigenem Bericht "diskutieren" die ÄrztInnen mit DDR-Regierungs- und NVA-Vertreter über "die notwendigen Aufgaben zur Sicherung des Friedens in Europa".

Der 9. Weltkongress: "No More Hiroshimas: an eternal commitment" 7. bis 10. Oktober in Hiroshima, Japan.
Mehr als 3000 KollegInnen versammeln sich und treffen sich mit den "Hibakusha"-Opfern der Atombomben-Abwürfe.

1990

Treffen der europäischen IPPNW-ÄrztInnen (ERM) 13./14. Januar in Berlin (Ost/West?).
IPPNW-RepräsentantInnen aus 22 europäischen Staaten treffen sich und beraten die neue politische Situation nach dem Fall der Berliner Mauer. Sie geben eine "Berliner Erklärung" ab.

Internationaler Bürgerkongress für Atomteststopp 23. bis 26. Mai in Alma Ata, Kasachstan.
Zusammen mit der kasachischen Basis-Bewegung "Nevada-Semipalatinsk" organisiert die internationale IPPNW einen internationalen Kongress für einen Atomteststopp. Die Bewegung hat mittlerweile erreicht, dass die Sowjetunion nicht mehr in Semipalatinsk/Kasachstan atomar testen wird.

Das 5. europäisches IPPNW-Symposium 13.-16. September in Coventry, England.
Organisiert von der Medizinischen Kampagne gegen Atomwaffen (GB-Sektion der IPPNW) 50 Jahre nach der Bombardierung von Coventry.

1991

Der 1. paneuropäische Studentenkongress der IPPNW 28. bis 31. März in Rostock
Schwerpunkt ist das sich bildende neue Europa zu verstehen, Verständnis für die Situation der Menschen in verschiedenen Ländern zu erlangen und neue studentische Perspektiven in der IPPNW Arbeit zu suchen.

Der 10. Jubiläums-Weltkongress der IPPNW: Global Communication for Common Security and Health 27. Juni bis 1. Juli in Stockholm, Schweden.
Mit einem Vortrag "Zur Lage des Planeten" von Carl Sagan, Astronom, feiert die IPPNW ihr 10-jähriges Bestehen. Mehr als 1300 ÄrztInnen der IPPNW aus 80 Ländern nehmen teil. Die Agenda der IPPNW wird erweitert, für die Verhinderung aller Kriege; es wird das IPPNW-Dreieck als Symbol des Zusammenwirkens von Krieg, Armut und Umwelt-Zerstörung vorgestellt.

1992

Kongress in Berlin, 1992 Europäsiches IPPNW-Symposium: EURESY 2. – 4. Oktober in Wien, Österreich.
Zum ersten Mal nehmen ÄrztInnen aus Kroatien und Serbien an einem IPPNW-Treffen teil. Der Zorn der kroatischen ÄrztInnen kommt an jeder Stelle des Symposiums zum Ausdruck. Zum Krieg in ehem. Jugoslawien wird eine Wiener Erklärung verabschiedet.

1993

European Representatives Meeting Ittingen, Schweiz

Der 11. Weltkongress Peace, Justice and Health in a Changing World 30. September bis 3. Oktober in Mexiko-Stadt, Mexiko. Bernard Lown tritt als Ko-Präsident zurück, Vic Sidel wird an seine Stelle gewählt. Auch ein dritter Ko-Präsident, als "Vertreter des Südens" wird gewählt: Carlos Pazos Beceiro aus Cuba. Mexiko-Kongress, 1993

1994

Das 2. Internationale Workshop zu Konfliktlösung in Görlitz, Deutschland
Der Workshop wurde vom AK-Entmilitarisierung zusammen mit der IPPNW-Regionalgruppe Görlitz organisiert. Es kommen u.a. TeilnehmerInnen aus den Nachbarländern Polen und die Tschesische Republik, um über Grenzprobleme zu diskutieren.

1996

Der 12. Weltkongress: Peace Through Health 24. bis 28. Juli in Worcester, MA/USA
Mehr als 450 ÄrztInnen versammeln und bestärken, dass die Kampagne "Abolition 2000" für die Abschaffung aller Atomwaffen das Kernstück der IPPNW-Arbeit ist. Zugleich tragen die Versammelten der erweiterten Agenda in den Bereichen Landminen, medizinische Ausbildungen für den Frieden, Kinder und Krieg und Schuldenkrise Rechnung.

1997

Europäisches IPPNW-Studierendentreffen April in Bilbao, Spanien.
Themen wie die Sicherheits-Architektur Europas, Kinder und Krieg, Landminen und Mediation werden behandelt.

Europäische Tagung der IPPNW, IALANA, INES und Burg Schlaining: Ein atomwaffenfreies Europa Juni in Burg Schlaining, Österreich. Vor einer bedrohlichen Ausweitung der Rolle von Atomwaffen als Ergebnis der NATO-Osterweiterung und der Europäisierung nationaler Atombomben warnt das Manifest von Schlaining, geschrieben auf dieser Tagung.

1998

Der 13. Weltkongress: Healing the Century of Violence: Towards Sustainable Peace Dezember in Melbourne, Australien. Die schweizerische und die deutsche IPPNW bringen eine Resolution über die Verbindungen zwischen Atomenergie und Atomwaffen ein. Sie wird verabschiedet -–die internationale IPPNW spricht sich damit zum ersten Mal gegen die zivile Nutzung der Atomenergie aus.

1999

Der Kongress: Haager Friedensappell Mai In Den Haag, Niederlande.
Organisiert von 72 Organisationen, darunter der IPPNW, 8.000 TeilnehmerInnen versammeln sich aus aller Welt, um den 100. Geburtstag der Haager Friedens-Konferenz mitzufeiern. Es wird der Haager Friedensappell verabschiedet. Reader: "IPPNW at the Hague Appeal for Peace", Xanthe Hall (Hrsg.), Berlin 1999.

Abolition 2000-Konferenz: Nuclear Policy and Security on the Eve of the 21st Century 18. - 21. Juni in St. Petersburg, Russland. Alexander Nikitin, von der russischen Regierung Landesverrat und Spionage vorgeworfen, hält hier eine Rede über die Umwelt-Situation bei der russischen Nordflotte. Die hier verabschiedete St. Petersburg Erklärung wird später auf der Staats-Konferenz zum 100. Jahrestag der Haager Friedenskonferenz in St. Petersburg eingebracht. Reader: "Nuclear Policy and Security on the Eve of the 21st Century", Xanthe Hall und Teemu Matinpuro (Hrsg.), Berlin & Helsinki 2000

2000

In Rumänien findet im April das europäische Studierendentreffen statt.

Der 14. Weltkongress Juli in Paris, Frankreich findet mit Beteiligung von 500 internationalen TeilnehmerInnen aus sechs Kontinenten in Paris statt. Die Zusammenkunft bestätigt, dass die atomare Abrüstung für die IPPNW das zentrale Anliegen bleibt. Kritisiert werden insbesondere die US-Pläne für ein Raketenabwehr-System. Mit dem Pariser Nuklearmediziner Abraham Béhar wird erstmals in der 20-jährigen Geschichte der IPPNW ein Europäer an die Spitze der Föderation als Ko-Präsident gewählt.

2001

Das europäische Studierendentreffen findet im April in Uppsala, Schweden statt.

2002

Beim 15. Weltkongress der IPPNW in Washington D.C. ist der drohende Irakkrieg Thema. In etwa 100 Gesprächen mit US-Kongressrepräsentanten und Senatoren verurteilen Ärzte und Ärztinnen die neue US-Atomwaffenstrategie und den bevorstehenden Krieg gegen den Irak.

In Berlin findet im Mai das europäische Studierendentreffen statt. Es reisen Studierende aus über 12 Nationen an. Erstmals nehmen auch Studierende aus Ägypten, Marokko und Palästina teil. Es finden Workshops und Vorträge zum Thema Mediation, Flüchtlinge und Nahostkonflikt statt.

2004

Der 16. Weltkongress "Peace Through Health" in Beijing mit TeilnehmerInnen aus 40 Ländern beleuchtet alle Aspekte der Ursachen eines Atomkriegs. Im Zeitalter ungerechter Globalisierung, internationalen Terrorismus, der Aushöhlung internationalen Rechts, einem weltweiten Ansteigen der Rüstungsangaben, der Entwicklung neuer Atomwaffen und einer Politik, die ihren "vorbeugenden" Einsatz rechtfertigt, sei ein Atomkrieg eine reale Gefahr.

Europäisches IPPNW-Studierendentreffen an Ostern in Dublin. Mehr als 100 Studierende aus über 12 Nationen diskutieren über Lösungsansätze in Gesundheitssystemen. Außerdem wird das Refugee Camp Project in Palästina vorgestellt.

2005

Europäisches IPPNW-Treffen im Oktober in Aubagne, Frankreich unter dem Motto "Abolir la prolifération nucléaire, voie unique pour notre survie". 80 ÄrztInnen und Studierende diskutieren über einen dauerhaften Frieden im Mittleren Osten, einen Abzug von US-Atomwaffen aus Europa und atomwaffenfreie Zonen.

Europäisches IPPNW-Studierendentreffen in St. Petersburg, an dem sich mehr als 100 Studenten aus mehr als 10 Ländern treffen.

2006

Vom 11. bis 15. Mai treffen 145 europäische Studierenden der IPPNW in Napoli, Italien und stellten die Frage "Was kann ich als Einzelner verändern?". Diskutiert wurde Themen wie Flüchtlingsarbeit, Atomwaffen in Europa, die Rolle der Studierenden im Nahost-Friedensprozess, Tschernobyl-Folgen und wie man studentische Arbeit gestalten kann.

Der 17. Weltkongress der IPPNW findet im September in Helsinki unter dem Motto "War or Health" statt. Die deutsche Sektion veranstaltet ein Plenum zur Energiesicherheit mit grünem Abgeordnete und Eurosolar Vizepräsidenten Hans-Josef Fell. Im Vorfeld fahren IPPNW-Studierenden mit Fahrrad durch das Baltikum. Zum ersten Mal wird ein Ko-Präsident aus Afrika gewählt: Ime John aus Nigeria. IPPNW-Deutschland schreibt ein tägliches "Blog" über den Kongress.
 

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