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Deutsche Kongresse

Kongresse und Veranstaltungen

1981

Der 1. Medizinischer Kongress der bundesdeutschen Ärzteinitiativen gegen Atomenergie und gegen die atomare Bedrohung Die Überlebenden werden die Toten beneiden. Ärzte warnen vor dem Atomkrieg September in Hamburg. Über 1600 TeilnehmerInnen sind gekommen. Neben der Auswirkung von Atomwaffen stand insbesondere die Militarisierung des Gesundheitswesens im Mittelpunkt. Die Bundesärztekammer blieb dem Kongress fern. Auf der Tagung referierte Evgenij Chazov, Mitbegründer der internationalen IPPNW.

Kongressband: "Die Überlebenden werden die Toten beneiden", Bayer. Ärztinnen und Ärzte gegen Atomenergie, Berliner Ärzteinitiative gegen Atomenergie und Hamburger Ärzteinitiative gegen Atomenergie (Hrsg.), Pahl-Rugenstein, Köln 1982

1982

Der 2. Medizinischer Kongress: Medizin und Atomkrieg - hilflos? Ärzte warnen vor dem Atomkrieg
findet am 20./21. November in Berlin mit über 3000 ÄrztInnen statt. Elf geladene Befürworter der "Katastrophen-Medizin" bleiben wie die Bundesärzte-Kammer (BÄK) dem Kongress wiederum fern. Es wird entschieden ab 1983 den Anteil des Ärztekammer-Beitrags zu boykottieren, der von den Landesärzte-Kammern an die BÄK abgeführt wird. Mit den boykottierten Geldern soll der entsprechende Beschluss des Deutschen Ärztetages, der von der IPPNW 1982 in Münster eingebracht wurde, erfüllt werden.

Kongressband: "Medizin und Atomkrieg – hilflos?" Roelen, Michael (Hrsg.), Verlagsgesellschaft Gesundheit, Berlin 1983

1983

Der 3. Medizinischer Kongress: Wir werden Euch nicht helfen können am 23./24. April in München.
Emblem für den Kongress ist ein gespaltenes Rotes Kreuz, aus dem eine Friedenstaube aufsteigt. Das Bayerische Rote Kreuz läßt die Verwendung des Symbols gerichtlich untersagen. Es wird vor allem über die für das Jahresende vorgesehene Stationierung der Pershing-II-Raketen diskutiert.

 

Kongressband: "...und keiner kann helfen." Initiative "Medizinier gegen die atomare Bedrohung" (Hrsg.), Verlag der Arbeitsgruppe Psychologie, München 1983

 

1984

Der 4. Medizinischer Kongress: Unser Eid auf Leben vepflichtet zum Widerstand 31. März bis 1. April in Tübingen, veranstaltet von den Südwestdeutschen Ärzteinitiativen und der IPPNW. 51 ReferentInnen aus dem In- und Ausland und 6000 BesucherInnen; über 2000 InteressentInnen finden wegen Überfüllung keinen Platz mehr. Kongressband: "Unser Eid auf das Leben verpflichtet zum Widerstand" Tübinger Ärzteinitiative gegen den Krieg (Hrsg.), Eigenverlag, Tübingen 1984

 

1985

Der 5. Medizinischer Kongress: Wir warnen vor dem Atomkrieg! Vierzig Jahre nach Hiroshima - Rüstungsstop! Abrüsten! 31. Oktober bis 3. November 1985 in Mainz.
Der Kongress zählt über 3000 TeilnehmerInnen, mit einer Fülle von Arbeitsgruppen und einer Kundgebung in der Wiesbadener Innenstadt mit fast 2000 Kongress-TeilnehmerInnen. Im Zentrum des Kongresses steht die Bemühung 40 Jahre nach Hiroshima einen Rüstungsstopp zu erlangen und ein Atomtest-Moratorium zu erreichen.

Kongressband:"Wir warnen vor dem Atomkrieg" Till Bastian (Hrsg.), Jungjohann Verlagsges. mbH, Neckarsul, 1986

1986

Der 6. Weltkongress: 25_Jahre_IPPNW/Kongresse/article/Weltkongress_in_Koeln.htmlMaintain Life on Earth/Gemeinsam leben - nicht gemeinsam sterben 29. Mai bis 1. Juni in Köln, Deutschland. Durch die Katastrophe von Tschernobyl wird die internationale Organisation mit dem Thema der "friedlichen" Nutzung der Atomenergie konfrontiert. Aus 65 Nationen kommen über 1500 ÄrztInnen. Eine Medizinische Verordnung der internationalen Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges wird einstimmig vom Internationalen Rat der IPPNW am 27. April angenommen. UN-Generalsekretär de Cuellar, Bundespräsident Richard von Weizsäcker, Ronald Reagan, Mikhail Gorbatschov und Papst Johannes Paul II. schicken Grußbotschaften

Kongressband: "Gemeinsam Leben – nicht gemeinsam sterben!" Dokumentation des 6. Weltkongresses der IPPNW in Köln, IPPNW (Hrsg.), Jungjohann Verlagsgesellschaft, Neckarsulm 1987

1987

Der 7. Medizinischer Kongress: Aus der Bedrohung zum Handeln 6. bis 8. November in Essen.
Rund 2500 ÄrztInnen nehmen teil. Podiumsdiskussionen zu Katastrophen-Schutz mit Karsten Vilmar, ehem. Präsidenten der Bundes-Ärztekammer und zu Wege zum Frieden mit Petra Kelly, MdB. Referate u.a. von Bernard Lown.

Kongressband:"Aus der Bedrohung zum Handeln", Walter Popp (Hrsg), Verlag Dr. Barbara Hövener, Berlin 1988

 

1988

IPPNW-Symposium: Die Wirkung niedriger Strahlendosen auf den Menschen 26./27. Februar 1988 in Münster.

 

 

1990

IPPNW-Kongress: Ausstieg aus der Atomenergie 2. bis 4. März in Kiel.Die Kieler Erklärung der IPPNW zum Ausstieg aus der Atomenergie wird von den TeilnehmerInnen des Kongresses und von der anschließenden Mitgliederversammlung in Isny/Allgau verabschiedet.Öffentlicher Kongress der IPPNW: Überleben?
5. bis 7. Oktober in Bonn. Mit Grußwort von Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin und Referate u.a. von Bernard Lown und Mikhail Kuzin, Ernst-Ulrich von Weizsäcker, Ted Taylor, Bärbel Bohley und Johan Galtung. Insgesamt 93 ReferentInnen.

 

 

1991

IPPNW-Kongress: Wege zur Entmilitarisierung 8. September in Heidelberg. Ein sehr dichtes und anspruchsvolles Vortragsprogramm spannt sich von der theoretisch-analytischen Betrachtung des Militarismus bis zu den praktischen ersten Schritten der Entmilitarisierung der Gesellschaft. IPPNW-Tagung Verführbarkeit 27. September bis 6. Oktober in Auschwitz.

1992

IPPNW-Kongress: Abschalten! Abrüsten!
28. Februar bis 1. März in Berlin.
Die deutsche IPPNW feiert ihr 10-jähriges Bestehen. Willy Brandt hält einen Vortrag zum Thema "Was heißt Sicherheit heute?" Es wird eine Berliner Erklärung verabschiedet, die u.a. eine Erweiterung des Verteidigungsauftrags der Bundeswehr ablehnt.

Dokumentation in "Ärzte ./. Atomkrieg: Rundbrief der IPPNW und der Ärzte-Initiativen" Nr. 37, April 1992

Tagung des AK "Psychologische Abrüstung und Friedenserziehung" Aus der Resignation zum Handeln 24.-26. April in Erfurt. Die Rede von Ingrid Köppe, MdB von Bündnis90/Die Grünen füber die fest-gefrorenen Macht-Strukturen und –mechanismen im Bundestag fasziniert.

IPPNW-Kongress: Aus der Angst zur Ermutigung 13. bis 15. November 1992 in Augsburg.
Der öffentliche Kongress "Für eine lebenswerte Zukunft mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen" wird von der IPPNW-Regionalgruppe in Augsburg, zusammen mit anderen Friedens- und Umweltgruppen organisiert. Sie wollen ein neues Kongressmodell im Sinne von basisdemokratie und vernetztem Denken, Handeln und Fühlen verwirklichen.

1994

IPPNW-Tagung: Konfliktachse Nord ./. Süd – Verpflichtung zum Handeln 27.-29. Mai in Jena
Schwerpunkt ist der ursprüngliche IPPNW-Gedanke, Prävention statt Intervention. Mit seiner Aktion "Waffenexporte erzeugt Krieg. Krieg erzeugt Flucht" ruft der Arbeitskreis "Süd-Nord" zum präventiven Handeln auf.

1996

Kongress der IPPNW u. des Otto-Hug-Strahleninstitutes: 10 Jahre nach Tschernobyl April in Berlin.
Der Kongress von IPPNW, BUND und Naturwissenschaftler-Iinitiative: Tschernobyl - 10 Jahre danach. Der Anfang vom Ende der Atomenergie im April in Bonn verabschiedet das "Bonner Manifest zum Ausstieg aus der Atomenergie".

Kongressband: "Tschernobyl und kein ende?" Wolfgang Liebert und Friedemann Schmithals, Agenda-Verlag, Münster 1997

IPPNW-Kongress: Medizin und Gewissen bis 27. Oktober in Nürnberg.
Den 50. Jahrestag der Anklageerhebung im Nürnberger Ärzteprozess nimmt die IPPNW zum Anlass, zum internationalen Kongress einzuladen. Das Thema trifft den Nerv der Zeit. Entsprechend erfreulich ist die Resonanz; 165 ReferentInnen diskutieren mit über 1600 TeilnehmerInnen. Über 100 JournalistInnen berichten über das Ergeignis.

Kongressdokumentation: "Medizin und Gewissen. 50 Jahre nach dem Nürnberger Ärzteprozess", Stephan Kolb, Horst Seithe/IPPNW (Hrsg.), Mabuse-Verlag, Frankfurt/M 1998

1997

Konferenz des Trägerkreises "Atomwaffen abschaffen": Atomwaffen abschaffen - bei uns anfangen!
12.-14. April in München. Zur öffentliche Veranstaltung kommen rund 800 Zuhörer, um dem Friedens-Nobelpreisträger Joseph Rotblat und dem Atomphysiker Carl-Friederich von Weizsäcker zu hören, letzterer Mitglied der Göttinger Achtzehn.

Bundesweites IPPNW-Studierendentreffen Zum Dilemma ärztlichen Handelns November in Erlangen.
Neben medizin-ethischen Fragen wird zu "Medizin und Ökonomie" und der Initiative zur Abschaffung aller Atomwaffen bis zum Jahr 2000 gearbeitet.

1998

NGO-Kongress: Verantwortung für eine neue, zukunftsfähige Politik 16.-18.Oktober in Bonn.Veranstaltet von der IPPNW zusammen mit anderen Nichtregierungs-Organisationen. Erstmalig tragen Organisationen aus den unterschiedlichsten Bereichen des gesellschaftlichen Engagements ihre Kern-Forderungen an einen Politik-Wechsel zusammen.

2000

IPPNW-Kongress: Kultur des Friedens 8. bis 10. Dezember in Berlin mit 1000 TeilnehmerInnen. Der Jugoslawien-Krieg, eine Kultur des Friedens, Frieden und Menschenrechte und Modelle konstruktiver Friedens- und Verständigung-Arbeit sind Themen die in den Plenen und Foren diskutiert werden. Der Schriftsteller Stefan Heym erhält die erstmalig vergebene Friedens-Medaille der IPPNW für sein Lebens-Werk als "unermüdlicher Aufklärer für eine Humanisierung der Gesellschaft".

Kongressband: "Kultur des Friedens", Horst-Eberhard Richter (Hrsg.), Psychosozial-Verlag, Gießen 2001

2001

IPPNW-Kongress: http://www.medizinundgewissen.de/Medizin und Gewissen
24.-27. Mai in Erlangen.
Eine Woche nach der "Berliner Rede" des Bundespräsidenten und eine Woche vor der spannungsvoll erwarteten Bundestags-Debatte zur Biomedizin beginnt der Kongress. Es wird einer der bundesweit größten Medizinethik-Kongresse der letzten Jahre. Jutta Limbach ist Schirmherrin der IPPNW-Tagung und spricht zum Thema "Menschenwürde, Menschenrechte und zum Fortschritt der Medizin"

Kongressband: "Medizin und Gewissen - Wenn Würde ein Wert würde", Mabuse-Verlag, 2002

2003

IPPNW-Kongress Kultur des Friedens II 1.-4. Mai 2003 in Berlin
Wie bereits im Jahr 2000 kommen mehr als 1.000 TeilnehmerInnen und diskutieren während des viertägigen Kongresses mit 102 ReferentInnen - z.B. Norman Birnbaum, Vandana Shiva, Hans-Peter Dürr und Konstantin Wecker. Als Kooperationspartner kann Attac gewonnen werden und damit der Zusammenhang von Globalisierungskritik und Friedensbewegung gestärkt werden. Neue Themen sind: Gender und Krieg sowie Medien und Krieg.

Kongressband: "Aufstehen für die Menschlichkeit", Horst-Eberhard Richter (Hrsg.) Psychosozial-Verlag, ca. 400 Seiten mit zahlreichen Fotos, Dezember 2003


2004

IPPNW-Atomkongress "Atomenergie und Atomwaffen in einer instabilen Welt - Analysen und Auswege" 7.-9. Mai 2004 in Berlin
Vierzig ReferentInnen aus USA, Kanada, Russland, Weißrussland, Finnland, Malaysia, Irak, England, Tschechien, Österreich und Deutschland zeigen den über sechshundert TeilnehmerInnen Zusammenhänge und Abhängigkeiten auf, warum Atomwaffen nicht abgeschafft und Atomkraftwerke nicht abgeschaltet werden.

Kongressdokumentation: www.atomkongress.de

IPPNW-Tagung Folter und Humantität am 6. November 2004 in Berlin
Die Tagung mit 200 TeilnehmerInnen richtet ihren Focus auf die Opfer der Erniedrigung. Auf der Veranstaltung werden medizinische, sozialpsychologische und rechtliche Aspekte der Folter behandelt.

Tagungsband: H.E. Richter, F. Uhe (IPPNW): Folter und Humanität, Psychosozial 100, Psychosozial-Verlag, Gießen

2006

Internationaler IPPNW-Kongress "Zeitbombe Atomenergie - 20 Jahre Tschernobyl" vom 7.-9. April 2006 in Bonn
In Bonn diskutierten etwa 500 Besucher mit 77 Experten aus Deutschland, Russland, Weißrussland, der Ukraine, der Schweiz, den USA und Frankreich über die Folgen der Reaktorkatastrophe.

Kongressdokumentation: www.tschernobylkongress.de

IPPNW-Kongress Medizin und Gewissen III - Im Streit zwischen Markt und Solidarität vom 20.-22. Oktober in Nürnberg
Über 1.000 TeilnehmerInnen aus Medizin, Pflege, Wissenschaft und sozialer Bewegung diskutierten auf dem größten medizinethischen und gesundheitspolitischen Kongress Deutschlands eine gerichte und solidarische Gesundheitsversorgung. Darüber hinaus richtete der Kongress den Blick auf die Verbrechen gegen die Menschlichkeit - 60 Jahre nach den Nürnberger Ärzteprozessen.  

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