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Geschichte der bundesdeutschen IPPNW

Geschichte der IPPNW

 Die Ärzteinitiativen und die Gründung der bundesdeutschen IPPNW

Die Geschichte der Medizinischen Friedens-Bewegung in der Bundesrepublik Deutschland beginnt im Herbst 1981, rund zwei Jahre nach dem Beschluss der NATO, im Rahmen einer vermeintlichen "Nachrüstung" eine gefährliche Eskalation des Rüstungswettlaufs einzuleiten.

Ende der 70er Jahre wurde von staatlichen und standes-politischen Stellen bei der Bevölkerung der Eindruck erweckt, im Falle eines Atom-Krieges handele es sich nur um Natur-Katastrophen, für die ÄrztInnen und das Pflege-Personal im Gesundheitswesen gerüstet seien, so dass medizinische Hilfe möglich ist. In dieser Zeit wurde der Bevölkerung vom Staat die Aufklärung vorenthalten, das Gesundheitswesen militarisiert, die Gewöhnung an die Möglichkeit eines Atomkrieges gefördert, das fatalistische Helfer-Ethos propagiert, die Bevölkerung irregeführt.

Unter dem Aspekt ärztlicher Ethik hielten über 60 Ärzte-Initiativen und Initiativen aus dem Gesundheitswesen, die bundesdeutsche IPPNW gab es noch nicht, dieses Verhalten für unethisch. Sie begannen sich regelmäßig zu treffen und diskutierten, wie eine bundesweite erfolgreiche Gegenaufklärungsarbeit im Gesundheits-Wesen und in der Öffentlichkeit basisdemokratisch zu organisieren, wie neue Kolleginnen und Kollegen zu gewinnen seien.

Am 1. September 1981 wurde von den Ärzte- und Basis-Initiativen ein viel beachteter Aufruf "Ärzte warnen vor dem Atomkrieg" als ganzseitige Anzeige in führenden bundesdeutschen Tages-Zeitungen geschaltet, die von 2.000 Ärztinnen und Ärzten unterschrieben und finanziert wurde. In der Anzeige wurde auf den am 19./20. September in Hamburg stattfindenden 1. Medizinischen Kongress der bundesdeutschen Ärzteinitiativen gegen Atomenergie und gegen die atomare Bedrohung hingewiesen.

Diese Anzeige veranlasste den Herausgeber der DIE ZEIT, Gerd Bucerius, in der Wohnung des presserechtlich Verantwortlichen vorbeizuschauen, um zu erkunden, was das für Leute sind, die derartig spektakuläre und ungewöhnliche Aufrufe in die Zeitungen setzen, und auffordern, eine Eintrittskarte für den Kongress zu erwerben.

Dieser Kongress, der ebenfalls großes, öffentliches Aufsehen erregte, wurde von der Hamburger Ärzte-Initiative unter Leitung von Regine Armbruster-Heyer, Ingeburg Peters-Parow und Wolfgang Kratzke organisiert. Viele internationale Referenten kamen zu Wort. Über 2.000 TeilnehmerInnen aus dem Gesundheitswesen wurden gezählt. Die Wirkung der "Hamburger Initialzündung" erwies sich als außerordentlich: Überall in der Bundesrepublik schossen Ärzte-Initiativen und Friedens-Initiativen im Gesundheitswesen wie Pilze aus dem Boden.

Ende des Jahres 1981 lud Prof. Ulrich Gottstein mehrere Vertreter der Ärzte- und Friedensinitiativen nach Frankfurt ein. Er informierte sie über die internationale IPPNW und riet zum Beitritt. Die Meinungen über diesen eventuellen Schritt waren zunächst sehr geteilt, bzw. ablehnend. Man fürchtete den Verlust der Selbständigkeit der Gruppen.

Auf einem Folgetreffen in Berlin im Januar 1982 sprachen sich 300 Teilnehmer der über 60 regionalen Ärzte- und Basis-Initiativen gegen die Gründung eines vereinsmäßigen, überregionalen Dachverbandes gegen den Atomkrieg aus, wegen des anfänglichen unpolitischen Selbstverständnis der internationalen IPPNW und des starken amerikanischen Einflusses. Im Februar 1982 wurde dennoch zur Gründung einer bundesdeutschen Sektion der internationalen Vereinigung "International Physicians for the Prevention of Nuclear War" nach Frankfurt/Main eingeladen. Die Aufregung unter den Initiativen war groß; sogar von Spaltung wurde gesprochen.

Barbara Hoevener, Mitbegründerin und Michael Roelen, ehem. Geschäftsführer der deutschen IPPNW schreiben in ihrem Aufsatz über Horst-Eberhard Richter: "In dieser schwierigen Situation zeigte Horst seine analytische Fähigkeit und seine sensible politische Begabung: Er ging mit KollegInnen aus den Ärzte-Initiativen zur Gründungs-Versammlung und beeinflusste die politische und inhaltliche Richtung dieser bundesdeutschen IPPNW von Anfang an in Richtung Basis-Demokratie und kollegialen Miteinanders. Eine Vereins-Gründung fand zunächst nicht statt. Die Spaltung in Basis-Initiativen und eine Professoren-Initiative für die Verhütung eines Atomkrieges war durch Richters Geschick verhindert worden."

Die als loser Zusammen-Schluss gegründete bundesdeutsche IPPNW fungierte als Sektion der internationalen Ärztebewegung auf internationaler Ebene und diente der Verbindung zwischen der internationalen Ärzte-Organisation und den nationalen Aktivitäten. Die IPPNW wurde kein Dachverband der bundesdeutschen Ärzte-Initiativen und kein Konkurrenz-Unternehmen. Es wurde vereinbart, dass die IPPNW gegenüber den Ärzte-Initiativen und der Friedens-Bewegung keine Distanzierungen mehr aussprach. Die Ärzte- und Basis-Initiativen arbeiteten weiterhin autonom als eigenständige regionale Initiativen. Es wurde eine Resolution für die Verhütung des Atomkrieges in Über-Einstimmung mit dem Appell der "International Physicians for the Prevention of Nuclear War" verabschiedet.

Horst-Eberhard Richter übernahm freiwillig die Büroarbeit der Geschäftsstelle und wurde neben Ulrich Gottstein, Frankfurt; Helmut Koch, Gaggenau und Knut Sroka, Hamburg in den ersten Sprecher-Rat der bundesdeutschen IPPNW gewählt. Dieses Gremium war auf die Inhalte und Arbeitsweise der IPPNW verpflichtet und die Mitglieder dieses Gremiums hatten ihre Tätigkeit vor der nächsten Versammlung zu verantworten. Die Zugehörigkeit zur bundesdeutschen IPPNW, die ja noch nicht ein eingetragener Verein war, wurde allein und unbürokratisch durch die Unterschrift unter die obige Resolution besiegelt.

Richter verfasste die berühmte "Frankfurter Erklärung" der bundesdeutschen IPPNW, in der jeder mit seiner Unterschrift sich dazu bekannte, sich jeglicher kriegsmedizinischen Schulung und Fortbildung zu verweigern. Schon bald hatten mehr als 4.000 Kolleginnen und Kollegen unterschrieben. In etwas abgewandelter Form als "New Physicians Oath" wurde die Erklärung, nachdem sie Richter auf dem 2. Weltkongress der IPPNW in Cambridge eingebracht hatte, von der Welt-Föderation übernommen.

Am 22. März 1983 wurde auf der 3. Mitgliederversammlung in München die Satzung des Vereins beschlossen. Mit dieser Satzung stand die bundesdeutsche Sektion in Einklang mit der Haltung der internationalen IPPNW, die in der auf dem 3. Weltkongresses in Amsterdam beschlossenen "Moralischen Anforderungen an die Ärzteschaft" nochmals verdeutlicht wurde. Die darin eindeutig politische Position war nicht von Anfang an selbstverständlich, da sich die Physicians for Social Responsibility (PSR) in den USA und auch die IPPNW bei ihrer Gründung noch als "unpolitische Organisation" verstanden. Die Arbeit der bundesdeutschen Sektion hat wesentlich dazu beigetragen, diese traditionelle Haltung zu überwinden. Am 1. Januar 1984 wurde die Geschäftsstelle der IPPNW aufgrund steigender Mitgliedszahlen unter Leitung von Till Bastian nach Heidesheim verlegt.

Der Rundbrief "Ärzte warnen vor dem Atomkrieg"

Die Zeitschrift der Ärzte- und Basisinitiativen, erstmals herausgegeben und finanziert von der Hamburger Ärzte-Initiative gegen Atomenergie und dann von der Berliner Ärzte-Initiative gegen Atomenergie übernommen, wurde zum Sprachrohr der Ärzte- und Basis-Initiativen und später der IPPNW. In dieser Zeitschrift begleitete der große Philosoph Günther Anders über einige Jahre die Ärzte-Bewegung mit Originalbeiträgen. Im "Rundbrief", ab 1984 herausgegeben von Barbara Hoevener, koordinierten, dokumentierten und diskutierten KollegInnen die Inhalte und Ziele der deutschen und internationalen Ärzte-Bewegung gegen die atomare Bedrohung und entwickelten die Aufklärungsarbeit in der Ärzteschaft und in der Öffentlichkeit über die medizinischen Konsequenzen eines Atomkrieges. Hier wurden die Auseinander­setzungen mit den medizinischen Medien geführt. In ihm wurde von mehr als 3.000 Kolleginnen und Kollegen der Beitrags-Boykott gegen die Bundes-Ärztekammer wegen ihrer Haltung in der Katastrophenmedizin organisiert: Katastrophenmedizin im Atomkrieg ist Kriegsmedizin. Praxis-Plakate und Broschüren für die Öffentlichkeitsarbeit wurden von der Rundbrief-Redaktion erstellt. Die Broschüre "Informationen über die Strahlenkrankheit" wurde allein in der Bundesrepublik über 6 Millionen mal verkauft und in drei Sprachen übersetzt. Der Rundbrief "Ärzte warnen vor dem Atomkrieg" wurde - manchmal unter schwierigen Umständen - auch in die DDR gebracht. Nach Aussagen von Prof. Bernard Lown aus Boston, dem Mitbegründer der internationalen IPPNW und vielen weiteren KollegInnen aus dem Ausland, war die Zeitschrift "Ärzte warnen vor dem Atomkrieg" (später "Ärzte ./. Atomkrieg"), die zuletzt eine Auflage von über 10.000 Exemplaren pro Ausgabe hatte, weltweit die beste medizinische Publikation für die Verhinderung des Atomkrieges.

Die Kongresse der IPPNW

Nach dem ersten Kongress "Ärzte warnen vor dem Atomkrieg" 1981 in Hamburg der Ärzte- und Basis-Initiativen folgten jedes Jahr Kongresse, die die Öffentlichkeit immer wieder durch die große Beteiligung erstaunten. Die TeilnehmerInnen wurden motiviert durch die die Beiträge der ReferentInnen wie z.B. Willy Brandt, Olof Palme, Egon Bahr, Johan Galtung, Walter Jens, Paul Parin, Stefan Heym, Robert Jungk u.v.a.

1982 in Berlin mit über 3.500 Anwesenden und weiteren 1.500, die wegen Überfüllung des ICC abgewiesen werden mussten; 1983 in München mit mehr als 3.000 Teilnehmern und Teilnehmerinnen; 1984 in Tübingen Kongress mit über 5.000 KollegInnen; 1985 in Mainz im Jahr der Auszeichnung mit dem Friedens-Nobelpreis für die IPPNW mit mehr als 2.500 Anwesenden; 1986 in Köln nach der Tschernobyl-Katastrophe wurde der Weltkongress gemeinsam mit der internationalen IPPNW veranstaltet und organisiert. Ab 1987 in Essen organisierte die deutsche Sektion der IPPNW dann allein alle zwei Jahre die spektakulären Kongresse gegen die atomare Bedrohung und in sozialer Verantwortung. Sie waren die Highlights neben der Basisarbeit der entstandenen IPPNW-Regionalgruppen. Die Kongresse 1996 in Nürnberg und 2001 in Erlangen hatten das Motto: "Medizin und Gewissen". Im Jahr 2000 veranstaltete die IPPNW mit über 1000 TeilnehmerInnen den ersten Kongress in der Reihe "Kultur des Friedens" als Antwort auf die Behauptung, die Friedensbewegung sei tot. Diese Reihe setzt sich 2004 und 2008 fort.

Während des 3. Medizinischen Kongresses in München beschloss die IPPNW ein Novum in der Geschichte der Bundesrepublik: Eine Demonstration von ÄrztInnen und anderen Angehörigen des Gesundheitswesens in Bonn zu organisieren. Etwa 6.000 Menschen nahmen an dieser Demonstration am 1. Oktober 1983 teil, die zum Bundesgesundheitsministerium führte. Dort wurde ein Protestschreiben an die Bundesregierung übergeben gegen die Stationierung der neuen amerikanischen Mittelstreckenraketen und die geplante Militarisierung des Gesundheitswesens. Während einer Schweigeminute zogen die Ärzte vor dem Gesundheitsministerium die weißen Kittel aus, Symbol der völligen Hilflosigkeit aller MedizinerInnen im Falle einer atomaren Kriegführung. Dazu wurden wichtige Reden gehalten von Prof. Herbert Begemann, Prof. Gottstein und Dr. Theml.

 

Friedens-Nobelpreis und die Diffamierungs-Kampagne

Während in anderen Ländern auch KollegInnen aus der etablierten Ärzteschaft und Ärzte-Kammern der IPPNW beitraten, wurde die IPPNW in der Bundesrepublik Deutschland von offiziellen Stellen wie z.B. der Bundes-Ärztekammer, den Landes-Ärztekammern, der Gesellschaft für Katastrophen-Medizin u.v.a. als moskau-gesteuertes Propaganda-Instrument verunglimpft.

1985 erhielt die internationale IPPNW den Friedens-Nobelpreis, zum fünften Jahrestag ihrer Gründung in Genf 1980. Die Auszeichnung gab der Bewegung weltweit neuen Aufschwung; sie wuchs in einigen Monaten um mehrere zehntausend auf über 150.000 ÄrztInnen in mehr als 50 Nationen. Nur die CDU-geführte Bundesregierung, insbesondere CDU-Generalsekretär Geißler, verurteilte die Entscheidung des Nobel-Komitees, u.a. in Form einer persönlichen Diffamierungs-Kampagne gegen Ko-Präsident Evgenij Chazov. Der Direktor des Nobel-Instituts, Jakob Sverdrub, betonte, Kohl sei der erste Regierungs-Chef, der sich gegen eine Preis-Vergabe ausspreche, seit 1935 Adolph Hitler die Verleihung an den deutschen Publizisten und Pazifisten Carl von Ossietzky verurteilte.

Ausstieg aus der Atomenergie

Nach der Katastrophe von Tschernobyl 1986 hatte plötzlich das Thema "friedliche" Nutzung der Atomenergie zentrale Bedeutung erlangt, wie schon vor zehn Jahren innerhalb der PSR und den zahlreichen lokalen Ärzte-Initiativen in der Bundesrepublik. Die Internationale IPPNW sprach sich erst 1998 in Melbourne durch die Verabschiedung einer Resolution über die Verbindung zwischen Atomwaffen und Atomenergie, die die deutsche IPPNW zusammen mit der Schweizer Sektion einbrachten, gegen die Atomenergie aus. Die west-deutsche Sektion und später auch die gesamt-deutsche IPPNW bekräftigten stets die alten Forderungen nach der Abschaltung aller Atom-Anlagen, dem Ausstieg aus der Atom- und Plutonium-Wirtschaft und dem Beginn einer umweltfreundlichen Energie-Wirtschaft. 1994 wurde die IPPNW-Kampagne "Siemens-Ausstiegs-Hilfe" gestartet, die ein Boykott aller medizinischen Geräte von Siemens forderte, bis der Konzern aus dem Atom-Geschäft aussteigt, ähnlich wie der erfolgreiche Boykott gegen General Electric in den USA. Im Jahr 2000 startete die IPPNW eine Unterschrifts-Aktion für die sofortige und volle Haftpflicht-Versicherung aller deutschen Atomkraft-Werke, um deutlich zu machen, dass die Atomenergie nicht bezahlbar und unverantwortlich ist. Im Jahr 2006 veranstaltete die deutsche IPPNW einen Kongress zm 20. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe im ehem. Bundestag in Bonn.

Für Frieden
In ihrer 30-jährige Geschichte beschäftigte sich die IPPNW nicht nur mit dem atomaren Krieg, sondern auch mit den zahlreichen "konventionellen" Kriegen. Der Golfkrieg 1991, der Jugoslawien-Krieg (1992-1999), der Afghanistankrieg (seit 2001) und der Irakkrieg (seit 2003) waren wichtige Stationen in der Entwicklung der IPPNW als ausgesprochene Kriegsgegner. Die Opposition gegen den Golfkrieg war eindeutig und brachte viele neue Mitglieder. Der Jugoslawien-Krieg drohte die IPPNW und die Friedensbewegung insgesamt zunächst zu spalten. Die Organisation von präventiven Hilfsmaßnahmen für betroffenen Menschen und die Aufklärung über die Ursachen von Krieg waren Antworten für die IPPNW auf die Frage "Was tun?". Zudem agierte die IPPNW im Bereich zivile Konfliktbearbeitung und unterstützte den zivilen Friedensdienst als Alternative zu Kriegs-Einsätze. Insbesondere die Arbeit von Prof. Ulrich Gottstein in Irak und Jugoslawien half den betroffenen ÄrztInnen vor Ort, ihre medizinische Arbeit durch großzügige Spenden-Aktionen weiter zu leisten und viele Menschen im Krieg zu helfen. Die IPPNW-Kampagne gegen die NATO-Bombardierung von Jugoslawien 1999 "Krieg schafft keinen Frieden" sicherte die pazifistische Position der Organisation. Nach dem 11. September 2001 startete die IPPNW ihre Kampagne "Krieg und Terror überwinden" gegen den Krieg gegen Terrorismus. Am 15. Februar 2003 spielte die IPPNW eine zentrale Rolle in der Organisation eine Massendemonstration gegen den Irakkrieg, an der über eine halbe Million Menschen teilnahmen.

Ärzte in sozialer Verantwortung

Nachdem die bundesdeutschen und die DDR-Sektionen sich 1991 vereinten, wurde der Name der gesamt-deutschen IPPNW erweitert: Der Verein erhielt den Namenszusatz "Ärzte in sozialer Verantwortung", wie die Schwestersektion PSR in den USA. Die Verarbeitung der deutschen medizinischen Geschichte im Dritten Reich, ärztliche Ethik in den Bereichen Gentechnik, Sterbehilfe und Transplantations-Medizin, Medizin gegen Ausländerfeindlichkeit, Flüchtlingsarbeit und medizinische Leistungen für Asyl-BewerberInnen sind Themen, die den erweiterten Namen mit Leben füllen. Die Kampagnen "Bleiberecht für traumatisierte Flüchtlinge" und "Achten statt verachten" waren wichtige Meilensteine in der Etablierung des Bereiches "soziale Verantwortung" in der Arbeit der IPPNW.

Bei der Arbeit der deutschen IPPNW bildeten sich im Laufe der 90er Jahre drei Schwerpunkte heraus:

- Für einen Ausstieg aus der Atomenergie (militärische und zivile)
- Für eine Kultur des Friedens
- Für soziale Verantwortung

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Quellen:

Hövener, Barbara und Roelen, Michael: "Sehner, Mahner, Visionär und Pazifist" in "Horst-Eberhard Richter und die IPPNW. Zum 75. Geburtstag", IPPNW (Hrsg.), Berlin 1998.

Ruprecht, Thomas M. "Friedensbewegung im Gesundheitswesen. Zur Geschichte der "Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges" und ihrer bundesdeutschen Sektion." Jungjohann Verlagsgesellschaft, Neckarsulm 1987

Bastian, Till: Friedensnobelpreis für 140 000 Ärzte. Zur Einführung. In Bastian, Till (Hrsg.): Friedensnobelpreis für 140 000 Ärzte, rororo aktuell, Reinbek 1985.

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