Atomwaffen in Deutschland

Noch heute sind US-Atombomben in Deutschland im Rahmen der nuklearen Teilhabe der NATO stationiert. Diese hat zwei Aspekte. Zum einen die technische Teilhabe: Deutsche Pilot*innen und Flugzeuge können im Kriegsfall US-Atomwaffen einsetzen und trainieren dies in Friedenszeiten. Zum anderen die politische Teilhabe: Dem Recht, über Nuklearstrategie, Nuklearwaffenstationierung und Nuklearwaffeneinsatzplanung in der Nuklearen Planungsgruppe der NATO mitdiskutieren zu können. Als Trägersysteme stehen in Büchel in der Eifel deutsche Tornados zur Verfügung, die demnächst durch F35-Kampfflugzeuge ausgetauscht werden sollen. Auch die US-Atombomben werden mit modernisierten B61-12 "Smart"-Bomben ersetzt, die lenkfähig und und somit zielgenauer sein sollen und damit die Hemmschwelle für ihren Einsatz heruntersetzen.

Artikel zu Deutschland und Atomwaffen

IPPNW-Pressemitteilung vom 05. Juli 2022

Büchel als potenzielles Angriffsziel

Protest gegen US-Atomwaffen in Deutschland beginnt

05.07.2022 Heute beginnt die IPPNW- und ICAN-Aktionswoche gegen die in Deutschland stationierten US-Atomwaffen. Noch bis zum 10. Juli demonstrieren die Aktivist*innen von IPPNW und ICAN  vor den Toren des Atomwaffenstützpunkts im rheinlandpfälzischen Büchel.
Der Krieg in der Ukraine und die nuklearen Drohungen des russischen Präsidenten Putin verdeutlichen, dass die Atomkriegsgefahr in Europa erneut sehr präsent ist. Ab 2023 sollen auch in Deutschland neue, modernisierte US-Atomwaffen stationiert werden.

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IPPNW-Presseeinladung vom 29. Juni 2022

Büchel als potenzielles Angriffsziel: Protestwoche gegen US-Atomwaffen in Deutschland!

Einladung: IPPNW- und ICAN-Aktionstage in Büchel vom 05. – 10. Juli 2022

29.06.2022 Mit dem Ukraine-Krieg wächst die Angst vor einem Atomkrieg. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass erstmals eine knappe Mehrheit der Befragten für den Verbleib der US-Atomwaffen in Deutschland ist. Gleichzeitig befürworten aber nur 12 Prozent eine Modernisierung und Aufstockung – doch genau dieser Modernisierungsprozess ist bereits in vollem Gang. Ab 2023 werden voraussichtlich neue US-Atomwaffen in Deutschland stationiert.Wir laden Sie ein, gegen die geplante Modernisierung und die Stationierung der Atomwaffen in Büchel vom 05. bis 10. Juli 2022 auf der IPPNW- und ICAN-Aktionswoche zu demonstrieren.

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IPPNW-Pressemeldung vom 28.06.2022

Die nukleare Abrüstung in der NATO-Doktrin verankern

NATO-Gipfel

28.06.2022 Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW fordert die Bundesregierung im Vorfeld des NATO-Gipfels auf, sich in einem ersten Schritt aktiv für eine "No-first-use"-Politik in der Nukleardoktrin der NATO einzusetzen. Bisher schließen sowohl Russland als auch die NATO den Ersteinsatz von Atomwaffen in ihren Militärdoktrinen nicht aus. Die Bundesregierung solle sich dafür einsetzen, die Bedeutung von Atomwaffen in der Gemeinsamen Sicherheitsstrategie der NATO zu verringern.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 24. Juni 2022

IPPNW fordert Aufklärung über humanitäre Folgen von Atomwaffen im Bundestag

Ende der Staatenkonferenz zum Atomwaffenverbotsvertrag

24.06.2022 Gestern Abend ist die erste Staatenkonferenz zum Atomwaffenverbotsvertrag (AVV) zu Ende gegangen. Der Vertreter der Bundesregierung, Botschafter Rüdiger Bohn, sprach von einem "Schulterschluss" der unterstützenden und der skeptischen Staaten. Die Friedensnobelpreisträger-Organisation Internationale Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) begrüßte den konstruktiven Ansatz der Bundesregierung, forderte jedoch weitergehende Initiativen und eine enge künftige Zusammenarbeit mit den Vertragsstaaten und der Zivilgesellschaft.

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F.A.Z., 10. Juni 2022

Bundesrat stimmt Sondervermögen für Bundeswehr zu

Berichterstattung über die Demonstration gegen die Abstimmung im Bundesrat über das Sondervermögen der Bundeswehr

10.06.2022 Eine Woche nach dem Bundestag hat am Freitag auch der Bundesrat das Sondervermögen in Höhe von 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr beschlossen. Die für die Verankerung im Grundgesetz erforderliche Zweidrittelmehrheit kam zustande, obwohl sich vier Länder der Stimme enthielten: Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen und Thüringen. Hier ist die Partei Die Linke an der Regierung beteiligt. Die vier Länder haben zusammen 14 der 69 Stimmen in der Länderkammer. Die Zweidrittelmehrheit ist mit 46 Stimmen erreicht.

Ansprechpartner*innen

Xanthe Hall. Foto: IPPNW

Xanthe Hall
Abrüstungsreferentin, IPPNW-Geschäftsstellenleiterin
Expertin in Fragen zu Atomwaffen
Tel. 030 / 698074 - 12
Kontakt

Juliane Hauschulz

Juliane Hauschulz
Projektmitarbeiterin "To Survive is to Resist", Atomwaffen und nukleare Abrüstung
Tel. 030-698074 - 12
Kontakt

Lars Pohlmeier. Foto: IPPNW

Dr. med. Lars Pohlmeier
IPPNW-Vorsitzender
Kontakt

Materialien

Broschüre: Impulse für ein atomwaffenfreies Deutschland. Die nukleare Abschreckung muss überwunden werden – die wahrscheinlichen humanitären Folgen der nuklearen Abschreckung darf die Politik nicht länger in Kauf nehmen. Format DIN A4

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