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Atomwaffen in Deutschland

Noch heute sind US-Atombomben in Deutschland im Rahmen der nuklearen Teilhabe der NATO stationiert. Diese hat zwei Aspekte. Zum einen die technische Teilhabe: Deutsche Pilot*innen und Flugzeuge können im Kriegsfall US-Atomwaffen einsetzen und trainieren dies in Friedenszeiten. Zum anderen die politische Teilhabe: Dem Recht, über Nuklearstrategie, Nuklearwaffenstationierung und Nuklearwaffeneinsatzplanung in der Nuklearen Planungsgruppe der NATO mitdiskutieren zu können. Als Trägersysteme stehen in Büchel in der Eifel deutsche Tornados zur Verfügung, die demnächst durch F35-Kampfflugzeuge ausgetauscht werden sollen. Auch die US-Atombomben werden mit modernisierten B61-12 "Smart"-Bomben ersetzt, die lenkfähig und und somit zielgenauer sein sollen und damit die Hemmschwelle für ihren Einsatz heruntersetzen.

Artikel zu Deutschland und Atomwaffen

IPPNW-Forum 183/2025

Der Ruf nach der Eurobombe

Wo nukleare Infrastruktur ausgebaut wird, erhöht sich die Gefahr eines tatsächlichen Atomwaffeneinsatzes

10.09.2025 Der russische Angriff auf die Ukraine und die Wiederwahl Donald Trumps zum US-Präsidenten löste bei vielen Menschen in Deutschland die Besorgnis aus, dass Europa plötzlich ohne die erweiterte amerikanische Abschreckung dastehen könnte. Anstatt über alternative Sicherheitsmodelle zu sprechen und die Notwendigkeit von allgemeiner nuklearer Abrüstung hervorzuheben, überwog der Ruf danach, die nukleare Abschreckung unbedingt aufrechtzuerhalten und das 2020 vom französischen Präsidenten Macron geäußerte Angebot zu einem „strategischen Dialog“ anzunehmen. Weiter angefacht wurden diese Diskussionen im Frühjahr, als Friedrich Merz als neuer deutscher Bundeskanzler das Gesprächsangebot aufgriff. 

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IPPNW-Pressemitteilung vom 31. Juli 2025

80 Jahre nach Hiroshima und Nagasaki: Deutschland investiert Milliarden in Atomwaffen

Mediziner*innen fordern Ende der nuklearen Teilhabe

31.07.2025 Während sich der Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki durch die USA kommende Woche zum 80. Mal jährt, investiert die Bundesregierung fast zwei Milliarden Euro in die Modernisierung des Luftwaffenstützpunkts Büchel in Rheinland-Pfalz. Dort lagern US-Atomwaffen, Bundeswehrsoldaten üben regelmäßig, diese Bomben im Ernstfall mit Bundeswehrflugzeugen auf Ziele abzuwerfen. Die geplanten Kosten für den Umbau Büchels haben sich zuletzt massiv erhöht – ein alarmierendes Signal für eine Politik, die auf ein System setzt, das den Einsatz von Atomwaffen mit einkalkuliert und sogar übt.

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Juli 2025

Der Flaggentag der Mayors for Peace

Bundesweit hissten Bürgermeister*innen die Fahne für nukleare Abrüstung

08.07.2025 Anlässlich des Flaggentags der „Mayors for Peace“ am 8. Juli 2025 forderte die IPPNW eine konsequente Abkehr von der nuklearen Abschreckungspolitik und den Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag. In über 600 Städten in Deutschland wurde die Flagge der „Mayors for Peace“ gehisst – ein starkes Zeichen gegen atomare Aufrüstung und für eine friedliche Welt. Die IPPNW begleitet diese Aktionen mit Veranstaltungen, Redebeiträgen und Mahnwachen in zahlreichen Städten.

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2. Juli 2025

Abschreckung durch Atombomben?

Diskussionsveranstaltung

02.07.2025 In einer hochkarätig besetzten Veranstaltung diskutierten am 2. Juli der Kommandeur des Taktischen Luftwaffengeschwaders 33 Oberst Samuel Mbassa aus Büchel mit Dr. Angelika Claußen (IPPNW) und Gerold König (Pax Christi) über ethische Fragen der nuklearen Abschreckung auf Einladung der FriedensGruppe Düren. In seinem Grußwort bezeichnete der Dürener Bürgermeister Frank Peter Ullrich die katastrophalen Folgen eines Atomkriegs und überhaupt die Drohung mit dem Einsatz von Atomwaffen als eine der größten moralischen und ethischen Herausforderungen unserer Zeit.

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28.06.2025 Im aktuellen Gedenkjahr zu 80 Jahren Hiroshima und Nagasaki wollen wir der Opfer und Überlebenden der Atombombenabwürfe und der über 2.000 Atomwaffentests zu gedenken. Gleichzeitig müssen wir jedoch auch über heute diskutieren. Denn weltweit gibt es weiterhin über 12.000 Atomwaffen. In Zusammenarbeit mit der Friedensakademie Rheinland-Pfalz, Ohne Rüstung Leben, IPPNW Deutschland und CampusKultur der RPTU haben wir zwei Veranstaltungen in Kaiserslautern durchgeführt sowie ein Planspiel für Schüler*innen entwickelt und Studierende für die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema gewonnen.

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Aktionscamp in Nörvenich 2024

Ansprechpartnerin

Juliane Hauschulz

Juliane Hauschulz
Referentin für nukleare Abrüstung
Tel. 030-698074 - 23
Kontakt

Materialien

Massenvernichtungs-waffen im Namen der Kirche?
Die Stellungnahme kritisiert die Friedensdenkschrift 2025 der Evangelischen Kirche in Deutschland - insbesondere den Versuch, den Besitz von Atomwaffen, die Abschreck-ungslogik und die nukleare Teilhabe zu rechtfertigen.

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Factsheet: Die B61-12-AtombombeIPPNW-Factsheet: Die B61-12-Atombombe.
Die neuen US-Atombomben sollen ab 2023 in mindestens vier europäischen NATO-Staaten stationiert werden: Belgien, Deutschland, Italien und den Niederlanden. April 2023.

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Impulse für ein atomwaffenfreies DeutschlandBroschüre: Impulse für ein atomwaffenfreies Deutschland. Die nukleare Abschreckung muss überwunden werden – die wahrscheinlichen humanitären Folgen der nuklearen Abschreckung darf die Politik nicht länger in Kauf nehmen. 2021.

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