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Aktuelles zum Thema "Atomenergie und Sicherheit"

Presseinformation vom 17.10.2016

IPPNW und über 60 weitere Initiativen unterzeichnen Westcastor-Resolution

Radioaktive Fracht auf der Schiene, Foto: www.urantransport.de17.10.2016 

Drei Wochen nach Vorstellung der Westcastor-Resolution haben inzwischen bundesweit über 60 Initiativen, Verbände und Parteien die Resolution unterzeichnet – darunter auch IPPNW-Deutschland. Die IPPNW unterstützt damit die Forderungen eines möglichst sicheren Zwischenlager-Neubaus in Jülich sowie den Stopp der Castortransportpläne aus Jülich nach Ahaus oder in die USA. Dr. Alex Rosen, Kinderarzt und stellvertretender Vorsitzender der IPPNW dazu: „Wir haben die Westcastor-Resolution unterzeichnet, weil wir, wie die vielen BürgerInnen-Initiativen in Nordrhein-Westfalen, der Meinung sind, dass gefährlicher Atommüll nicht planlos durch die Landschaft transportiert werden darf.

China bleibt Schwerpunkt des Atomenergie-Ausbaus

Western End of Hinkley Point Nuclear Power Station, Richard Baker, Wikipedia, http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/ (bearbeitet)12.10.2016 

Der  aktuelle „World Nuclear Industry Status Report 2016“ beschreibt wieder einmal Zustand und Trends der Atomindustrie. Die Rolle der Atomenergie an der weltweiten Bruttostromerzeugung blieb in den vergangenen vier Jahren mit rund 11 Prozent praktisch unverändert. In 31 Ländern werden derzeit insgesamt 402 Atomkraftwerke betrieben. 2002 waren es noch 438 Anlagen. China bildet nach wie den Schwerpunkt eines gewissen Zubaus von Atomkraftwerken. 21 Kraftwerke sind dort offiziell in Bau. Bei fast allen Neubauprojekten weltweit kommt es zu jahrelangen Verzögerungen, zum Teil auch in China. Mit den zahlreichen „Dauerbaustellen“ versucht die Atomindustrie offensichtlich den Eindruck zu erwecken, als habe diese Technologie in vielen Ländern weiterhin eine Zukunft. Tatsächlich aber ist in vielen Staaten eine Abkehr von der Atomenergie-Nutzung erkennbar.

Pressemitteilung Trägerkreis Lingen-Demonstration

"Atomkraft jetzt den Saft abdrehen – Uranfabriken schließen"

75 Organisationen rufen zu Lingener Anti-Atom-Demo auf

Demonstration am 29.10.2016 in Lingen, Foto: www.demo-lingen.de22.09.2016 

Mittlerweile rund 75 Organisationen aus Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und den benachbarten Niederlanden rufen für den 29. Oktober 2016 zu einer überregionalen Anti-Atom-Demo am emsländischen Atomstandort Lingen auf. Unter dem Motto "Atomkraft jetzt den Saft abdrehen – Uranfabriken schließen" fordern sie vor allem die sofortige Stilllegung der niedersächsischen AKW Lingen II und Grohnde sowie der Brennelementefabrik Lingen und der  Urananreicherungsanlage Gronau.

Aus dem ATOM-Energie-Newsletter September 2016

Der Kampf um die ukrainische Atomindustrie

Wird das Bürgerkriegsland künftig aus Westfalen mit Uran beliefert?

Chernobyl, Ukraine (Sept. 2010), Foto: Patrik Hermansson, http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.de14.09.2016 

Man sollte meinen,  dass die Ukrainer nach dem Super-GAU von Tschernobyl ein gesundes Misstrauen ge-genüber den Versprechungen der Atomenergie entwickelt hätten. Leider scheint das nicht der Fall zu sein. Noch immer werden in dem von Krieg und Teilung gezeichneten Land 15 atomare Altmeiler an 4 Standorten betrieben. Nun könnten diese bald von Deutschland aus mit Uran-Brennstäben versorgt werden.

Aus dem ATOM-Energie-Newsletter September 2016

Atomenergie in Großbritannien vor dem Aus?

Western End of Hinkley Point Nuclear Power Station, Richard Baker, Wikipedia, http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/ (bearbeitet)12.09.2016 

Viel wurde in den letzten Wochen über die schädlichen Folgen der britischen Entscheidung geschrieben, die EU zu verlassen. Ein bislang wenig beachteter Aspekt des Brexit-Votums ist jedoch die Position der neuen britischen Regierung unter Theresa May zum Thema Atomenergie. Könnte sie möglicherweise das Ende der zivilen Atomenergie Nutzung in Großbritannien einleuten?

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