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Aktuelles zum Thema "Atomenergie und Sicherheit"

Aus dem ATOM-Energie-Newsletter August 2016

Gefahr eines Super-GAUs in Berlin?

01.08.2016 Wenn sich die Diskussion um die Gefahren der zivilen Atomenergie dreht, denkt man sofort an die Atomkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima oder die Pannenmeiler quer durch Europa. Weniger Beachtung erfahren die sogenannten Experimentierreaktoren wie in München-Garching oder Berlin-Wannsee. Dabei wird auch hier spaltbares Material gelagert und in Reaktoren eingespeist – und natürlich kann es auch hier – beispielsweise durch einen Flugzeugabsturz – jederzeit zu einer Atomkatastrophe und somit zur  Freisetzung großer Mengen an Radioaktivität kommen.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 28.07.2016

Neue Brennelementexporte aus Lingen zum AKW Doel: Scharfe Kritik am Bundesumweltministeriums

Anti-Atom-Initiativen fordern Rücknahme der Genehmigung

28.07.2016 Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hat trotz ihrer eigenen öffentlichen Kritik am Betrieb der belgischen Pannenreaktoren Doel und Tihange Anfang Juni stillschweigend über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) bis zu 50 neue Brennelementtransporte von der Brennelementefabrik Lingen für die Atomkraftwerke in Doel bei Antwerpen genehmigen lassen. Das geht aus der aktuellen Transporteliste auf der Webseite des BfS hervor. Den Angaben zufolge sind im Juni bereits die ersten vier Transporte vom emsländischen Lingen nach Doel gerollt. Die restlichen Brennelemente sollen bis April 2018 nach Belgien gebracht werden.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 22.07.2016

Bundesregierung muss Brennstofflieferungen in die AKWs Doel, Fessenheim und Cattenom stoppen

Rechtsgutachten zum Export von Brennelementen aus Lingen

22.07.2016 Trotz grundlegender Sicherheitsbedenken gegen die grenznahen, maroden Atomkraftwerke Cattenom, Fessenheim und Doel untersagt die Bundesregierung die Belieferung dieser Standorte mit Brennelementen aus Lingen bislang nicht. Laut einem Gutachten der Rechtsanwältin Dr. Cornelia Ziehm, das die Ärzteorganisation IPPNW in Auftrag gegeben hat, dürfen Ausfuhrgenehmigungen für Brennelemente in diese AKWs gemäß § 3  Atomgesetz nicht mehr erteilt werden. Bereits erteilte Genehmigungen können oder müssen sogar widerrufen werden.

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13.07.2016 "Nur ein Abschalten der Atomkraftwerke Tihange 2 und Doel 3 kann uns vor der Gefahr einer atomaren Verseuchung schützen" sagte im November 2015 der Aachener CDU-Fraktionsvorsitzende Harald Baal. Wenn ein Mitglied einer Partei, die über Jahrzehnte die Atomenergie massiv gefördert hat, eine solche Aussage macht, dann weiß man, dass die Nerven blank liegen. Und wenn Helmut Etschenberg, Vorsitzender der Städteregion Aachen und Mitglied derselben Partei, eine Klage vor belgischen Gerichten gegen das Weiterbetreiben eines belgischen Atomkraftwerks anstrebt und dabei die Vertreter von mehr als 50 Städten und Kommunen in Deutschland, Niederlande und Luxemburg um sich scharen kann, dann muss es wirklich schlimm stehen um die Sicherheitslage der Region.

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Aus dem ATOM-Energie-Newsletter Juni 2016

EU-Förderung der Atomenergie

14.06.2016 Die Zahl der Atomkraftwerke Europas ist rückläufig. Mehrere EU-Mitgliedstaaten wollen aus der Atomenergie aussteigen. Die beiden einzigen Neubau-Projekte in Westeuropa, Olkiluoto in Finnland und Flamanville in Frankreich sind Dauerbaustellen – man scheint es nicht besonders eilig zu haben, die „Europäischen Druckwasser-Reaktoren (EPR)“ ans Netz zu bringen. In Spanien sagte der Chef des Atomkraftwerksbetreibers Iberdrola unlängst, Atomkraftwerke seien „wirtschaftlich nicht tragbar". Das Atomkraftwerk Santa María de Garoña wurde vom Betreiber selbst aufgegeben. Es ist längst die Atomindustrie selbst, die den Ausstieg aus der nuklearen Stromerzeugung in Europa betreibt. 

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