12.02.2024 Japan setzt in seinem Energiemix zukünftig wieder auf Atomenergie. Im Mai 2023 hob die japanische Regierung die technische Laufzeitbegrenzung von 60 Betriebsjahren für die bestehenden Reaktoren auf – einzig Sicherheitsüberprüfungen bestimmen jetzt das Abschaltdatum. Bis 2030 sollen so mindestens 30 Reaktoren wieder Strom einspeisen. Anfang Februar 2024 befanden sich in Japan zwölf Atomreaktoren am Netz, weitere 23 sind betriebsbereit, aber noch abgeschaltet.

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Aus Forum 176 / 2023

Atomare Mythen entlarven

Mit einem Dokumentarfilm klärt Filmemacherin Jan Haaken über Mini-AKWs auf

10.12.2023 Frau Haaken, Ihr Dokumentarfilm „Atomic Bamboozle“ befasst sich mit der „Neuverpackung“ der Atomenergie in Form von kleinen modularen Reaktoren (SMR). Worum geht es? Die wichtigsten und immer wiederkehrenden Probleme der Atomenergie sind ungelöst, daran änder sich durch die SMR nichts – Konzepte in verschiedenen Entwicklungsstadien, die weniger als 300 Megawatt pro Einheit erzeugen würden, was etwa einem Drittel der Kapazität herkömmlicher Reaktoren entspricht. Das modulare Konzept sieht vor, sie in Fabriken zu bauen und dann weitere SMR-Einheiten zu verkaufen. Die Werbung für SMRs hat eine Aura von irreführender Verspieltheit. Die Entwürfe sehen aus wie Lego-Baukästen und distanzieren sich in ihrer Bildsprache bewusst von den alten Reaktortürmen.

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IPPNW-Forum 176 / 2023

Zur transgenerationalen Vererbbarkeit strahlenverursachter Mutationen beim Menschen

Stellungnahme des IPPNW-Arbeitskreises Atomenergie

10.12.2023 StrOb strahlungsverursachte Mutationen bzw. die durch sie verursachten Krankheiten transgenerational vererbbar seien, wie wir es als IPPNW bisher vertreten haben, ist nun erneut Gegenstand der Diskussion geworden. In einer in „Science“ publizierten Studie von Yeager et al. (2021) schlossen die Autor*innen aus ihren Ergebnissen, dass Kinder von Eltern, die einer niedrigen Strahlungsdosis ausgesetzt waren, keine vermehrten, ererbten Mutationen zeigen – es also keine relevante transgenerationale Vererbbarkeit von strahleninduzierten Mutationen gäbe. In dieser Veröffentlichung wurde das Genom von Kindern von durch den Atomunfall in Tschernobyl verstrahlten Eltern mit einer neuen Technik („whole genome short-read sequencing“) untersucht. Es wurden sogenannte De-novo-Mutationen (DNM) bei 130 Kindern aus 105 Mutter-Vater-Paaren mittels Sequenzierung des gesamten Genoms detektiert.

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Kommentar von Matthias Eickhoff

Lingen: Brennelementefabrik auf atomarer Ostexpansion

Demonstration in Lingen am Samstag, 21. Januar 2023

13.01.2023 Wenn am 21. Januar 2023 um 13 Uhr vor dem AKW in Lingen für den Atomausstieg demonstriert wird, dann geht es nicht nur um die unnützen und gefährlichen AKW-Laufzeitverlängerungen. Denn nur wenige hundert Meter weiter arbeitet der Brennelementehersteller Framatome an einer massiven atomaren Ostexpansion. Dazu möchte das französische Staatsunternehmen – mehrheitlich eine Tochter von Électricité de France (EdF) – die Atomanlage sogar ausbauen. Ein entsprechender Genehmigungsantrag liegt im Hannoveraner Umweltministerium.

Diese Ostexpansion beruht auf zwei Säulen: Zum einen bezieht Framatome im Auftrag diverser AKW-Betreiber in Westeuropa, z.B. aus der Schweiz, nach einer kurzen Kriegspause wieder in vollem Umfang Uran aus Russland. Geschäftspartner dort ist der Kreml-Konzern Rosatom, der für die russische Regierung das global-strategische Atomgeschäft organisiert. Zugleich ist Rosatom aber auch direkt am völkerrechtswidrigen Besatzungsregime im ukrainischen AKW Saporischschja beteiligt, das im vergangenen Frühjahr von russischen Truppen besetzt wurde.

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Atomenergie-Newsletter vom 2. November 2022

Realitätscheck der globalen Atomindustrie

Der World Nuclear Industry Status Report 2022

02.11.2022 Der jüngst erschienene diesjährige World Nuclear Industry Status Report (WNISR)1 ist wieder ein lesenswerter Realitätscheck der globalen Atomindustrie und ihrer tatsächlichen Leistungsfähigkeit, Verzögerungen und Probleme. Gemeinsam mit vielen weiteren internationalen Expert*innen stellen die Autoren Mycle Schneider und Antony Froggatt fest, dass der Anteil der Atomkraft an der globalen kommerziellen Stromerzeugung im Jahr 2021 unter 10 Prozent fiel und damit auf den niedrigsten Wert seit vier Jahrzehnten.

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