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Aktuelles zum Thema "Atomenergie und Gesundheit"

06.05.2019 Die Kernschmelze von Tschernobyl jährte sich dieses Jahr zum 33. Mal. Man würde meinen, dass alles, was zu der größten Atomkatastrophe aller Zeiten zu sagen gewesen wäre, bereits längst gesagt wurde; dass alles, was zu schreiben gewesen wäre, bereits längst geschrieben wurde. Und dann kommt, 33 Jahre nach den Schicksalstagen im April und Mai 1986, ein neues Buch auf den Markt, von einer Historikerin am angesehenen Massachusetts Institute of Technology, die fließend Russisch und Ukrainisch spricht und sowjetische Quellen im Original lesen kann. Und plötzlich scheint es, als gäbe es noch vieles, was bislang nicht gesagt, nicht geschrieben, nicht gedacht wurde ...

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06.05.2019 Um die Atomkraftwerke länger laufen zu lassen, wurden in der Schweiz nun die Sicherheitsbestimmungen gelockert. Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) setzte durch, dass Vorschriften zur Außerbetriebnahme von Atomkraftwerken bei Sicherheitsmängeln weitestgehend abgeschafft wurden. Für diesen riskanten Schritt dürfte vor allem ein altes AKW ausschlaggebend gewesen sein.

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Medizinische Radiosotope

Wie weiter nach dem Atomausstieg?

06.05.2019 Atomwaffen und Atomenergie sind zwei Seiten derselben Medaille. Diese Erkenntnis ist so alt wie sie wahr ist. Ohne Atomkraftwerke hätte man keine Atomwaffen herstellen können und ohne Atomwaffen hätte es keine Notwendigkeit für Atomkraftwerke gegeben. Die künstliche Trennung der Atomindustrie in einen militärischen und eine zivilen Ast ist in großen Teilen Augenwischerei, beruhen sie doch auf derselben Infrastruktur, derselben Finanzierungsgrundlage und derselben institutionellen Kontrolle. Gleichzeitig gibt es einen Bereich, der immer außen vor ist, wenn es um Kritik an der Atomindustrie geht: der medizinische Sektor.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 25.03.2019

“Tokyo 2020 - The Radioactive Olympics”

Internationale Informations-Kampagne zu den Olympischen Spielen in Japan

25.03.2019 Morgen in einem Jahr, am 26. März 2020, beginnt der olympische Fackellauf in der japanischen Präfektur Fukushima. Dies nimmt die Ärzteorganisation IPPNW gemeinsam mit Anti-Atom-Initiativen aus Deutschland, der Schweiz, Frankreich und insbesondere auch aus Japan zum Anlass, eine internationale Informations-Kampagne zu den Olympischen Spielen in Japan zu starten. Unter dem Slogan “Tokyo 2020 - The Radioactive Olympics” soll auf die Strahlenbelastung in Japan aufgrund der Atomkatastrophe von Fukushima aufmerksam gemacht werden. „Wir sorgen uns um die gesundheitlichen Folgen der radioaktiven Kontamination. Dies gilt insbesondere für Menschen mit erhöhter Strahlensensibilität, für Schwangere und Kinder“, so der IPPNW-Vorsitzende, Dr. Alex Rosen.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 7.03.2019

15-faches Risiko für Schilddrüsenkrebs

8 Jahre Super-GAU von Fukushima

07.03.2019 Acht Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima haben Japaner, die in der Präfektur Kinder waren als sich der Super-GAU ereignete, ein mindestens 15-faches Risiko, an Schilddrüsenkrebs zu erkranken. Darauf weist die Ärzteorganisation IPPNW anlässlich des achten Jahrestages der atomaren Katastrophe hin. Laut der Datenbank des Japanischen Krebsregisters betrug die Neuerkrankungsrate von kindlichem Schilddrüsenkrebs in Japan vor der Atomkatastrophe rund 0,35 pro 100.000 Kinder pro Jahr. Bei einer Bevölkerung von rund 360.000 Kindern wären in der Präfektur Fukushima somit ca. eine einzige Neuerkrankung pro Jahr zu erwarten gewesen, also etwa acht Neuerkrankungen seit Beginn der Atomkatastrophe im März 2011.

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