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Aktuelles zum Thema "Atomenergie und Gesundheit"

Highlights des Internationalen Uranium Film Festivals in Berlin 2018

Drei Gelbe Einstein-Trophäen für atomare Filme und Persönlichkeiten

PPNW-Hibakusha-Ausstellung beim International Uranium Film Festival in Berlin 2018, Foto: International Film Festival15.10.2018 

Das 7. Internationale Film Festival in Berlin endete vergangenen Sonntag, 14. Oktober 2018 im Zeiss-Großplanetarium mit Filmemachern und Gästen aus Schottland, England, Japan, Portugal und den Marshall-Inseln. Das in der Welt einzigartig Filmfest zum Thema Atomkraft vergab in diesem Jahr in Berlin drei Filmpreise, einen Ehrenpreis und mehrere besondere Erwähnungen.

Das Tritium Dilemma

Was die Uranfabrik in Gronau mit US-amerikanischen Atomwaffen zu tun hat

Photo: Lt Stuart Antrobus RN/MOD [OGL (http://www.nationalarchives.gov.uk/doc/open-government-licence/version/1/)], via Wikimedia Commons08.01.2018 

Atombomben benötigen für ihre ungeheure Zerstörungskraft hoch angereichertes Uran oder Plutonium. Das ist allseits bekannt. Weniger bekannt ist ein anderer, zwar kleiner aber wichtiger Bestandteil atomarer Sprengköpfe: Tritium (3H). Tritium ist ein radioaktives Wasserstoff-Isotop und wird in einer Atombombe als "Booster" oder Verstärker für die atomare Kettenreaktionen benötigt. Auch hochmoderne Wasserstoffbomben benötigen Tritium - als Zünder der Primärexplosion, welche die Fusion in Gang setzt. Nur 4 g Tritium in einem Sprengkopf reichen aus, um in einer Reaktion mit dem Wasserstoffisotop Deuterium eine Kettenreaktion auszulösen, die genügend Energie freisetzt, um die Wasserstoffbombe zu zünden.

IPPNW-Pressemitteilung vom 05.09.2017

IPPNW begrüßt Jodtabletten-Vorverteilung in Aachen

– andere Regionen müssen nun folgen

Menschenkette gegen den Betrieb des AKW Tihange 2017. Foto: IPPNW05.09.2017 

Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW begrüßt die Vorverteilung von Jodtabletten in Aachen als sinnvolle Vorsorgemaßnahme gegen Schilddrüsenkrebs im Falle eines Atomunfalls in belgischen Atomkraftwerken. Der IPPNW-Vorsitzende und Kinderarzt Dr. med. Alex Rosen dazu: „Damit kommt zumindest diese Kommune einer Forderung nach, die Ärztinnen und Ärzten schon seit den Erfahrungen mit Tschernobyl erhoben haben. Auch in Aachen ging die politische Entscheidung zur Vorverteilung von Jodtabletten an die Bevölkerung von einer Initiative der IPPNW aus, die die Lokalpolitiker mit den möglichen gesundheitlichen
Konsequenzen einer Atomkatastrophe konfrontierte. Ähnliche Vorverteilungen müssen nun auch in anderen Kommunen erfolgen, in deren Umgebung noch Atomkraftwerke betrieben werden.“

Presseerklärung der IPPPNW Regionalgruppe Aachen

Bezirksregierung Köln verweigert Schutz der Kinder durch Jodtabletten

04.09.2017 

Jodtabletten werden endlich an alle Empfangsberechtigten, vom Baby bis zur 45 jährigen Person, verteilt. Die Stadt und Städteregion sowie die beteiligten Kommunen haben in einer großen Anstrengung diese logistische Herausforderung zum Schutz der Bürger vor Schilddrüsenkrebs bei einem Atomunfall in Tihange oder Doel gemeistert.

Pressemitteilung vom 30.08.2017

Internationale Anti-Atomkraft-Demonstration am 9.09.2017 in Lingen

Uranfabriken in Lingen und Gronau schließen! Brennstoff-Exporte verbieten! Atomkraftwerke abschalten!

Grafik: www.lingen-demo.de30.08.2017 

Anti-Atomkraft-Initiativen kündigen für den 09. September 2017 eine international besetzte Demonstration im Atomzentrum Lingen an. Zur Teilnahme rufen rund 60 Initiativen und Verbände auf. Auftakt ist um 13 Uhr am Bahnhof Lingen. RednerInnen und Teilnehmende aus Belgien, Niger, Russland, Tansania und Deutschland werden erwartet. Der europaweite und der weltweite Atomausstieg müssen gerade hier in Lingen erfolgen. Die AtomkraftgegnerInnen kämpfen konkret für die Schließung der Areva-Brennelementefabrik und des AKW Lingen 2.

Aus dem IPPNW-Atomenergie-Newsletter Juli 2017

Die Schilddrüsenuntersuchungen in Fukushima müssen weitergehen

Atomkraftwerk Fukushima, April 2011, Quelle: Steven L. Herman [Public domain], via Wikimedia Commons12.07.2017 

Am 5. Juni veröffentlichte die Fukushima Medical University (FMU) die neuesten Zahlen ihrer laufenden Schilddrüsenuntersuchungen. Seit 2011 werden bei Menschen in der Präfektur Fukushima, die zum Zeitpunkt der Kernschmelzen unter 18 Jahre alt waren, alle zwei Jahre die Schilddrüsen untersucht. Ursprünglich begonnen, um die Sorgen der Bevölkerung über gesundheitliche Folgen der Atomkatastrophe zu zerstreuen, haben die Untersuchungen mittlerweile besorgniserregende Ergebnisse zu Tage gefördert. Auch in der aktuellen Veröffentlichung muss wieder eine unerwartet hohe Anzahl neuer Schilddrüsenkrebsfälle bei Kindern verzeichnet werden. Diesmal waren es sechs neue Fälle, die seit der letzten Veröffentlichung im Dezember 2016 gefunden wurden.

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