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Aktuelles zum Thema "Atomenergie und Gesundheit"

Highlights des Internationalen Uranium Film Festivals in Berlin 2018

Drei Gelbe Einstein-Trophäen für atomare Filme und Persönlichkeiten

PPNW-Hibakusha-Ausstellung beim International Uranium Film Festival in Berlin 2018, Foto: International Film Festival15.10.2018 

Das 7. Internationale Film Festival in Berlin endete vergangenen Sonntag, 14. Oktober 2018 im Zeiss-Großplanetarium mit Filmemachern und Gästen aus Schottland, England, Japan, Portugal und den Marshall-Inseln. Das in der Welt einzigartig Filmfest zum Thema Atomkraft vergab in diesem Jahr in Berlin drei Filmpreise, einen Ehrenpreis und mehrere besondere Erwähnungen.

IPPNW-Pressemitteilung vom 8.03.2018

Schilddrüsenkrebsfälle nehmen weiter zu

7 Jahre Super-GAU von Fukushima

Schilddrüsenkrebsuntersuchungen bei Kindern in der Präfektur Fukushima, Foto: Ian Thomas Ash08.03.2018 

Sieben Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima werden die gesundheitlichen Folgen für die Menschen in den verstrahlten Gebieten immer deutlicher. Darauf weist die Ärzteorganisation IPPNW anlässlich des siebten Jahrestages hin. Seit dem Jahr 2011 stellte die Fukushima Medical University (FMU) in Reihenuntersuchungen bei 194 Kindern in der Feinnadelbiopsie Krebszellen fest. 159 von ihnen mussten aufgrund eines rasanten Tumorwachstums, einer ausgeprägten Metastasierung oder einer Gefährdung vitaler Organe mittlerweile operiert werden. In 158 Fällen bestätigte sich die Verdachtsdiagnose „Schilddrüsenkrebs“, in nur einem Fall lag ein gutartiger Tumor vor. 35 Kinder warten weiterhin auf eine Operation.

Schilddrüsenkrebs in Fukushima 7 Jahre nach Beginn der Atomkatastrophe

Atomkraftwerk Fukushima, April 2011, Quelle: Steven L. Herman [Public domain], via Wikimedia Commons07.03.2018 

Am 25. Dezember veröffentlichte die Fukushima Medical University (FMU) die neuesten Zahlen ihrer laufenden Schilddrüsenuntersuchungen. Sie umfassen Daten, die bis einschließlich Ende September erhoben wurden. Seit 2011 werden bei Menschen in der Präfektur Fukushima, die zum Zeitpunkt der Kernschmelzen unter 18 Jahre alt waren, alle zwei Jahre die Schilddrüsen untersucht. Ursprünglich begonnen, um die Sorgen der Bevölkerung über gesundheitliche Folgen der Atomkatastrophe zu zerstreuen, haben die Untersuchungen mittlerweile besorgniserregende Ergebnisse zu Tage gefördert. Von 2011 bis 2014 erfolgte die erste Untersuchungsreihe, von 2014 bis 2016 die zweite und von 2016 bis 2018 die dritte. Während die Datenaufarbeitung der ersten Runde bereits vollständig abgeschlossen ist, sind die Daten der zweiten und vor allem die dritten Untersuchungsrunde bislang noch unvollständig. Dennoch lassen sich aus den derzeit vorliegenden Untersuchungsergebnissen bereits erste Schlüsse ziehen.

Woher stammte die radioaktive Wolke über Europa?

Graphik: IRSN, Januar 201807.03.2018 

Im Oktober 2017 waren über ca. zwei Wochen lang Spuren des radioaktiven Isotops Ruthenium-106 in Messstationen quer durch Europa messbar. Ruthenium-106 ist ein Betastrahler mit einer Halbwertszeit von etwa 374 Tagen, welches bei Inhalation oder Ingestion dosisabhängig gesundheitliche Schäden der Lungen und die Entwicklung von Krebserkrankungen verursachen kann.

IPPNW-Pressemitteilung vom 05.02.2018

Ärztetagsbeschlüsse gegen die Freisetzung von gering radioaktivem Material aus dem Rückbau von Atomkraftwerken haben Bestand

Symposium der Landesärztekammer „Gesundheitliche Risiken gering radioaktiver Strahlenbelastung beim Rückbau von Atomkraftwerken und in Folge medizinischer Anwendungen“

Das Minimierungsgebot des Strahlenschutzes darf beim AKW-Abriss nicht außer Kraft gesetzt bleiben. Foto: http://umweltfairaendern.de05.02.2018 

Die Vertreterversammlung der Landesärztekammer Baden-Württemberg und der Deutsche Ärztetag haben in 2016 und 2017 Entschließungen verabschiedet, in denen sie vor der Verharmlosung möglicher Strahlenschäden durch die allgemeine Wiederverwertung gering radioaktiven Restmülls aus dem Rückbau von Atomkraftwerken oder deren Einbau in konventionelle Bauschuttdeponien warnen. In den Entschließungen wurden die zuständigen Behörden aufgefordert, den beim Rückbau anfallenden gering radioaktiven Restmüll stattdessen auf den Kernkraftwerksgeländen zu verwahren.

Geplante Wiederbesiedlung von Futaba nach Fukushima

Foto: von רונית בן צבי בת משפחה (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons12.01.2018 

Im Frühjahr 2022 soll die unmittelbar neben der Atomruine von Fukushima Daiichi gelegene japanische Gemeinde Futuba wiederbesiedelt werden. Die rund 6000 Einwohner von Futuba waren am 11. März 2011, nur wenige Stunden nach Beginn der Atomkatastrophe vollständig evakuiert worden. Im Dezember 2017 begannen die Arbeiten zur Dekontaminierung der radioaktiv verstrahlten Gemeinde, meldete die Nachrichtenagentur Kyodo.

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