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Aktuelles zum Thema "Atomenergie und Gesundheit"

IPPNW-Pressemitteilung vom 15.11.2016

Kein ausreichender Schutz der öffentlichen Gesundheit

Entwurf des Strahlenschutzgesetzes

15.11.2016 Gemäß der Richtlinie 2013/59/Euratom soll das Strahlenschutzrecht dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand angepasst werden und über ein entsprechendes Strahlenschutzgesetz in deutsches Recht umgesetzt werden. In einer Stellungnahme an das Bundesumweltministerium kritisieren mehr als 50 atomkritische Umweltverbände, unter anderem der BUND und die IPPNW, den aktuellen Gesetzesentwurf der Bundesregierung als zu wirtschaftsfreundlich.

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20.10.2016 Louise Marie Zibold Reiss (geboren am 23. Februar 1920 in Queens, New York City, gestorben am 1. Januar 2011 in Pinecrest, Florida) war eine amerikanische Ärztin, die für die so genannte „Milchzahn-Untersuchung“ bekannt wurde, in der die Zähne von Kindern, die in den 1950ern und 1960ern geboren wurden, aus dem Gebiet von St. Louis untersucht wurden, um die Auswirkungen von Atomtests zu erforschen. Die Resultate zeigten, dass bei Kindern, die nach 1963 geboren wurden, um bis zu 50fach höhere Werte von 90-Strontium gefunden wurden als bei Kindern, die vor dem Start regelmäßiger Atomtests geboren wurden. Vorläufige Ergebnisse von Ende 1961 trugen dazu bei, U.S.-Präsident John F. Kennedy davon zu überzeugen, den Vertrag über das Verbot von Kernwaffenversuchen in der Atmosphäre, im Weltraum und unter Wasser zu unterzeichnen, um die oberirdischen Atomtests zu beenden.

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12.10.2016 Seit 2011 werden bei allen Bewohnern der Präfektur Fukushima, die zum Zeitpunkt des mehrfachen Super-GAUs im März 2011 jünger als 18 Jahre alt waren in zwei-jährlichen Abständen die Schilddrüsen untersucht. Während die Erstuntersuchungen zwischen Oktober 2011 und März 2014 liefen, erfolgten die Zweituntersuchungen von April 2014 bis April 2016 und die dritte Runde der Untersuchungen seit Mai 2016. Aus der dritten Untersuchungsrunde liegen bislang noch keine Ergebnisse vor, so dass sich die aktuelle Auswertung auf die Ergebnisse der ersten beiden Untersuchungsrunden beschränken muss.

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12.10.2016 In Japan wird Perinatalsterblichkeit als ein Todesfall zwischen der 22. Schwangerschaftswoche und dem 7. Tag nach Geburt definiert. Bei den 15,2 Millionen Geburten in Japan zwischen 2001 und 2014 wurden nach dieser Definition 69.171 perinatale Todesfälle registriert. Eine kürzlich veröffentlichte Studie von Scherb et al. untersuchte diese Statistik mit der Fragestellung, ob sich die Perinatalsterblichkeit in den Regionen, die nach 2011 von radioaktivem Niederschlag betroffen waren, signifikant von anderen japanischen Regionen unterscheidet.

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Das Geschäft mit dem Krebs

Ein Meinungsartikel von Dr. Alex Rosen

11.10.2016 Der Umgang mit Betroffenen einer Katastrophe sagt viel mehr über eine Gesellschaft aus als statistische Daten wie Bruttosozialprodukt oder Wirtschaftswachstum. Seit 2011 werden die Schilddrüsen aller Bewohnern der Präfektur Fukushima, die zum Zeitpunkt des Super-GAUs von Fukushima unter 18 Jahre alt waren, regelmäßig auf Krebs- und Krebsvorstufen untersucht. Während die Kosten für Kinder unter 18 Jahren von der Regierung generell gedeckt werden, müssen die Familien diese zunächst für einige Zeit vorstrecken und bekommen sie erst mit einer Verzögerung zurück erstattet. Zudem wird im japanischen Gesundheitswesen generell verlangt, dass ab dem 18. Lebensjahr 30% aller medizinischen Behandlungskosten von den Patienten selbst getragen werden.

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