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Aktuelles zum Thema "Atomenergie und Gesundheit"

Das Geschäft mit dem Krebs

Ein Meinungsartikel von Dr. Alex Rosen

11.10.2016 Der Umgang mit Betroffenen einer Katastrophe sagt viel mehr über eine Gesellschaft aus als statistische Daten wie Bruttosozialprodukt oder Wirtschaftswachstum. Seit 2011 werden die Schilddrüsen aller Bewohnern der Präfektur Fukushima, die zum Zeitpunkt des Super-GAUs von Fukushima unter 18 Jahre alt waren, regelmäßig auf Krebs- und Krebsvorstufen untersucht. Während die Kosten für Kinder unter 18 Jahren von der Regierung generell gedeckt werden, müssen die Familien diese zunächst für einige Zeit vorstrecken und bekommen sie erst mit einer Verzögerung zurück erstattet. Zudem wird im japanischen Gesundheitswesen generell verlangt, dass ab dem 18. Lebensjahr 30% aller medizinischen Behandlungskosten von den Patienten selbst getragen werden.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 14.09.2016

IPPNW fordert Verbleib des radioaktiven „Freigabe-Materials“ an den Atomkraftwerks-Standorten

Gutachten bestätigt Stilllegungs-Strategie der IPPNW

14.09.2016 Die Atomindustrie möchte die deutschen Atomkraftwerke nach ihrer Stilllegung zurückbauen und den überwiegenden Teil der gering radioaktiven Abrissmaterialien u.a. per „Freigabe“ in den konventionellen Stoffkreislauf übergeben. Diese Materialien würden auf regulären Mülldeponien entsorgt und recycelt werden. Die Bevölkerung würde mit diesen gering radioaktiven Materialien in Berührung kommen. Die Ärzteorganisation IPPNW hat angeregt, eine alternative Stilllegungsstrategie zu prüfen: Ein auf Dauer angelegter Einschluss des gering radioaktiven "Freigabe-Mülls" im Atomkraftwerk nach der Entnahme der schwach-, mittel- und hochaktiven Stoffe.

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Aus dem ATOM-Energie-Newsletter September 2016

7,7 Tonnen Fukushima-Müll "nicht-radioaktiv"

13.09.2016 Im Juli 2016 informierte die japanische Regierung die Stadt Chiba, dass für 7,7 Tonnen radioaktive Abfälle, die durch die Atomkatastrophe von Fukushima verursacht worden waren, die Kennzeichnung „radioaktiv“ aufgehoben wird. Bei dem strahlenden Müll handelt es sich vor allem um kontaminiertes Erdreich und Dekontaminationsabfälle. Die Entscheidung beruht darauf, dass die Cäsium-Radioaktivität mittlerweile unter den staatlichen Grenzwert von 8.000 Becquerel pro Kilogramm gefallen war. Zum Vergleich: normales oberflächliches Erdreich hat eine Cäium-Konzentration von 10-110 Becquerel pro Kilogramm.

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Aus dem ATOM-Energie-Newsletter September 2016

Lücken im "Eiswall" von Fukushima

12.09.2016 Mit einem gefrorenen Erdwall („Eiswall“) versucht der Betreiber Tepcodes havarierten Atomkraftwerks Fukushima, Tepco, das Grundwasser von der Anlage fernzuhalten und in den Ozean zu lenken, ohne dass es kontaminiert wird. Für das Projekt wurden bis Mai 2016 bereits 344 Millionen Euro (34,5 Mrd. Yen) an Steuergelder ausgegeben. Doch eine merkliche Entlastung scheint das Großvorhaben bislang nicht bewirkt zu haben – denn es gibt Lücken im Eiswall.

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Aus dem ATOM-Energie-Newsletter August 2016

"Unvernünftige Krebsdiagnosen" in Fukushima

Wie die Fukushima Medical University ihre eigene Studie sabotiert

04.08.2016 Seit nunmehr 5 Jahre läuft in Fukushima eine umfangreiche Reihenuntersuchung (Screening) auf Schilddrüsenkrebs bei Kindern. Während von Seiten der atomfreundlichen japanischen Regierung die Folgen des mehrfachen Super-GAUs in Fukushima bewusst heruntergespielt werden, konnten WissenschaftlerInnen, ÄrztInnen und Elternverbände zumindest dieses Screening durchsetzen. Bei aller berechtigten Kritik an der Studie, wie die Beschränkung auf die Präfektur Fukushima, mangelnde Transparenz oder der Einfluss der Atomlobby auf die Fukushima Medical University, die die Untersuchung durchführt, bietet das Screening dennoch die Möglichkeit, Schilddrüsenkrebs frühzeitig zu diagnostizieren und zu behandeln.

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