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Aktuelles zum Thema "Atommüll"

IPPNW-Pressemitteilung vom 19.01.2017

IPPNW fordert Verbleib von „Freigabe“-Material an Atomkraftwerksstandorten

AKW-Rückbau

AKW Rheinsberg: Die Gebäude sollen nach nach Medienangaben bis 2028 abgerissen werden. Foto: wikipedia.org/wiki/Benutzer: Miebner/CC BY3.019.01.2017 

Die Ärzteorganisation IPPNW fordert Bundes- und Landesregierungen auf, ihrer gesetzlichen Pflicht zum Schutz der Bevölkerung vor unnötiger und vermeidbarer Strahlenbelastung nachzukommen. Der gering radioaktive Abrissmüll aus dem Rückbau der deutschen Atomkraftwerke stellt eine nicht zu vernachlässigende Gefährdung der öffentlichen Gesundheit dar. Eine Freigabe und ein Recyceln von mehreren Millionen Tonnen gering radioaktiven Abrissmülls zu Alltagsgegenständen wie Heizkörpern, Zahnspangen oder Bratpfannen muss verhindert werden.

Aus dem ATOM-Energie-Newsletter Januar 2017

Atomkonzerne entziehen sich Verantwortung für Atommüll-Entsorgung

RWE, Essen. By Baikonur (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html), CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/) or CC BY-SA 2.0 de (http://creativecommons.org/licenses/b12.01.2017 

Bislang waren die Atomkraftwerksbetreiber gesetzlich verpflichtet, die Entsorgung des Atommülls vollständig zu bezahlen. Nach monatelangen Verhandlungen mit den mächtigen Atomkonzernen beschloss nun der Deutsche Bundestag im vergangenen Dezember, dass nach einer Einmalzahlung der Betreiber das volle Risiko für die Kosten der sogenannten Zwischen- und Endlagerung auf die Steuerzahler und somit auch auf kommende Generationen übergehen soll.

Aus dem ATOM-Energie-Newsletter Dezember 2016

Alternativen zur Freigabe von Atomkraftwerks-Schrott

Der Versuchsreaktor Jülich mit Materialschleuse zum Rückbau, Foto: Maurice van Bruggen/CC BY 3.014.12.2016 

Im Auftrag der IPPNW hat die Beratungsfirma Intac GmbH untersucht, wie auf die so genannte 'Freigabe' von Abrissmaterial von stillgelegten Atomkraftwerken verzichtet werden könnte. In Betracht käme laut Intac-Experte Wolfgang Neumann ein Stehenlassen der Atomkraftwerksbauten nach Entkernung, also nach Entfernung der hoch-, mittel- und schwach aktiven Materialien. Eine zweite Alternative wäre ein vollständiger Rückbau der Atomkraftwerke und die dauerhafte Lagerung der gering radioaktiven Restabfälle in einem Bunker am Standort.

Zur Diskussion

"Thesen zum Umgang mit dem Atommüll"

Dennis140 aus der deutschsprachigen Wikipedia, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1099888622.11.2016 

Die Ärzteorganisation IPPNW hält es für erforderlich, eine Perspektive für eine Beendigung der Zwischenlagerung des Atommülls in Deutschland zu eröffnen. Die IPPNW fürchtet, dass aus den Zwischenlagern oberirdische "Dauerlager" werden könnten. Das wäre allerdings die gefährlichste aller Alternativen für den Verbleib des Strahlenmülls. Es muss daher nach einer nach menschlichem Ermessen verantwortbaren Lösung gesucht werden.

IPPNW-Pressemitteilung vom 14.09.2016

IPPNW fordert Verbleib des radioaktiven „Freigabe-Materials“ an den Atomkraftwerks-Standorten

Gutachten bestätigt Stilllegungs-Strategie der IPPNW

Der Versuchsreaktor Jülich mit Materialschleuse zum Rückbau, Foto: Maurice van Bruggen/CC BY 3.014.09.2016 

Die Atomindustrie möchte die deutschen Atomkraftwerke nach ihrer Stilllegung zurückbauen und den überwiegenden Teil der gering radioaktiven Abrissmaterialien u.a. per „Freigabe“ in den konventionellen Stoffkreislauf übergeben. Diese Materialien würden auf regulären Mülldeponien entsorgt und recycelt werden. Die Bevölkerung würde mit diesen gering radioaktiven Materialien in Berührung kommen. Die Ärzteorganisation IPPNW hat angeregt, eine alternative Stilllegungsstrategie zu prüfen: Ein auf Dauer angelegter Einschluss des gering radioaktiven "Freigabe-Mülls" im Atomkraftwerk nach der Entnahme der schwach-, mittel- und hochaktiven Stoffe.

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