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Aktuelles zum Thema "Atommüll"

Aus dem ATOM-Energie-Newsletter August 2016

Soll Atommüll rückholbar „endgelagert“ werden?

04.08.2016 Jahrzehntelang war für die sogenannte "Endlagerung" hoch radioaktiver Abfälle ein rascher und endgültiger Verschluss in tiefen geologischen Formationen vorgesehen. Der sichere Abschluss von der Biosphäre war die wesentliche Zielsetzung. Daneben strebte man an, den Zugang zu dem gefährlichen und potenziell waffenfähigen Atommüll für spätere Generationen maximal zu erschweren. Seit mehreren Jahren wird international und auch in Deutschland eine Diskussion um die Forderungen nach Reversibilität von Entscheidungen, Rückholbarkeit und Bergbarkeit des Atommülls geführt. Es gibt sehr viele Aspekte, die sehr gründlich gegeneinander abzuwägen sind. Die Diskussion der vergangenen Jahre führten von atomkritischer Seite schließlich u.a. zu Forderungen nach raschem Verschluss und einem „Konzept der Bergbarkeit“. Die Endlagerkommission begründete in ihrem Abschlussbericht die Option eines „Endlagerbergwerks mit Reversibilität“.

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13.07.2016 Illegal deponierter radioaktiver Müll ist für die türkische Antiatombewegung ein wichtiges Thema. Schon seit vielen Jahren hatten sich die Bewohner von Gaziemir über die schwarzen und übel riechenden Dämpfe  der alte Bleihütte Aslan in ihrem Wohngebiet bei den städtischen Behörden beschwert. Die Hütte produzierte Blei aus alten Batterien. Aber Ende 2012 enthüllte die Presse einen Umwelt-Skandal: auf der Deponie des alten Fabrikgeländes befindet sich nicht nur Blei, sondern strahlender Atommüll.

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Aus dem ATOM-Energie-Newsletter Juli 2016

Fukushima - ein atomares Zwischenlager?

13.07.2016 Während die ersten Atommeiler in Japan wieder angefahren werden, stellen die enormen Mengen an radioaktivem Müll in der Präfektur Fukushima ein schier unlösbares Problem dar. Ein Großteil der Präfektur wurde nach dem mehrfachen Super-GAU im Jahr 2011 von radioaktivem Niederschlag überzogen.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 06.07.2016

IPPNW: Endlagerkommission gescheitert

06.07.2016 Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW kritisiert den Abschlussbericht der "Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe" (Endlagerkommission) und warnt davor, dass ein Konzept zur dauerhaften Lagerung von Atommüll gemeinsam mit den Atomkonzernen und gegen die Umwelt- und Anti-Atom-Bewegung durchgesetzt werden soll. „In der Endlagerkommission waren Vertreter der Atomindustrie nicht nur mit Sitz, sondern auch mit Stimme vertreten", kritisiert Kinderarzt und IPPNW-Vorstandsmitglied Dr. Alex Rosen. „Demgegenüber hatten die politischen Vertreter kein Stimmrecht. Das ist eine inakzeptable Schieflage."

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Aus ATOM-Energie-Newsletter Juni 2016

Vom Rückbau eines Atomreaktors

13.06.2016 Seit Fukushima ist klar: bis zum Jahr 2022 sollen alle deutschen Atomkraftwerke vom Netz. Das ist mittlerweile breiter gesellschaftlicher Konsens und eine erneute Abkehr vom Ausstieg im derzeitigen politischen Klima kaum noch denkbar. Doch auch wenn die Abschaltung aller Atomkraftwerke in Deutschland bald Realität ist, wird uns das nukleare Erbe des Atomzeitalters noch viele Jahrhunderte beschäftigen. Ein Atomkraftwerk kann man nicht einfach von einem Tag auf den anderen abreißen oder umfunktionieren. Die meisten Bausubstanzen sind radioaktiv verseucht und es dauert Jahrzehnte, bis überhaupt an einen Rückbau zu denken ist.

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