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Aktuelles zum Thema "Atommüll"

IPPNW-Pressemitteilung vom 01.11.2019

Keine Freigabe von AKW-Abbau-Material

Offener Brief an die Umweltministerkonferenz

01.11.2019 Die Ärzteorganisation IPPNW unterstützt das Anliegen von 90 Gruppen und Organisationen der Anti-Atom-Bewegung, das Thema „Freigabe radioaktiver Stoffe“ auf die Tagesordnung der nächsten Umweltministerkonferenz vom 13.-15. November 2019 in Hamburg zu setzen und die dazu vorliegende Kritik zu erörtern.

Bereits seit Jahren wird Abbruchmaterial aus dem Rückbau von Atomkraftwerken, das geringfügig radioaktiv belastet ist, per „Freigabe“ aus dem Atomrecht entlassen. Die Materialien gelangen auf Deponien, in Verbrennungsanlagen und zur freien Verwertung in die Umwelt.

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17.09.2019 Mit zwei Verordnungen treibt der Bund die Standortsuche für ein atomares Endlager weiter voran. Die erste Verordnung legt die „Sicherheitsanforderungen“ an ein „Endlager“ fest. Die zweite regelt die Anforderungen an die nötigen Sicherheitsuntersuchungen. Die Verordnungen dienen als Grundlage für die Bewertung möglicher Endlager-Standorte. Die Sicherheitsanforderungen wurden gegenüber den aus dem Jahr 1983 deutlich verschärft. Das Ziel ist ein passiver, wartungsfreier Einschluss des Atommülls.

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13.05.2019 Während in Deutschland die Bestimmung eines Standorts für ein „Endlager“ für den hochradioaktiven Müll noch lange Zeit dauern wird, ist in Finnland ein solches Atommülllager in Bau. Auf der Halbinsel Olkiluoto im Südwesten Finnlands sollen 6.500 Tonnen Atommüll in gut 400 Metern unter der Erde in Kupferbehältern deponiert werden. Seit 2004 wird an dem Endlager gearbeitet, im November 2015 erhielt die Betreiberfirma Posiva die Genehmigung und ab den 2020er Jahren soll mit der Einlagerung hochradioaktiver Abfälle begonnen werden. Hinsichtlich der Sicherheit des Atommülllagers gibt es allerdings noch viele Fragezeichen.

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Pressemitteilung vom 14.02.2019

Neue Brennelementexporte nach Doel und Cattenom

Ministerpräsident Laschet verwässert Bundesrats-Initiative

14.02.2019 Mehrere Anti-Atomkraft-Initiativen sowie der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) kritisieren scharf, dass der Betreiber der Lingener Brennelementefabrik, die EDF-Tochter Framatome, erneut Exportanträge für Brennelementtransporte zu den belgischen Atomkraftwerken Doel 1 und 2 sowie zum französischen AKW Cattenom 1 gestellt hat. Entsprechende Anträge beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bestätigte gestern das Bundesumweltministerium in einer Mitteilung. Damit stehen nur wenige Tage nach dem Wiederanfahren der Brennelementefabrik nach dem gravierenden Brand vom Dezember bereits wieder Brennelementtransporte zu einigen der störanfälligsten Atomkraftwerke in Westeuropa an.

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10.05.2018 Jahrzehntelang hatten die Atomkraftwerksbetreiber versprochen, nach der Abschaltung der Atomkraftwerke müsse die Allgemeinheit keinen Cent (Pfennig) für die Atommüll-Entsorgung bezahlen. 2016 setzte die mächtige Atomindustrie durch, dass der Staat den Unternehmen die Verantwortung für die Atommüll-Endlagerung abnimmt. Die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler haften nun für dreistellige Milliardenbeträge. Dieser Wortbruch der Konzerne ist noch lange nicht aufgearbeitet.

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