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Anti-Atom-Menschenkette Aachen-Tihange

Quelle: Kettenreaktion Tihange
11.05.2017

Am Sonntag, den 25. Juni 2017, findet im Dreiländereck von Deutschland, Belgien und den Niederlanden eine internationale Anti-Atom-Protestaktion statt: Mit einer tri-nationalen, 90 Kilometer langen Menschenkette von Tihange über Lüttich und Maastricht nach Aachen wollen zehntausende Menschen Hand in Hand für die sofortige Abschaltung der Atomkraftwerke Tihange-2 und Doel-3 demonstrieren.

Mit dem Protest soll daran erinnert werden, dass trotz des Atomausstiegs-Beschlusses in Deutschland noch immer acht Meiler in Betrieb sind. Daher gibt es für Atomkraftgegnerinnen und Atomkraftgegner aus der ganzen Republik einen guten Grund, bei der Menschenkette mitzumachen!

Die drei (Uralt-)Reaktoren in Tihange sind seit vielen Jahren umstritten. Im Jahr 2012 nahm der Betreiberkonzern Electrabel Tihange-2 zeitweilig vom Netz, weil im Reaktordruckbehälter mehrere Tausend Haarrisse entdeckt wurden. Ende 2015 ging der Reaktor dennoch wieder in Betrieb.

Die Städteregion Aachen reichte Anfang März 2016 mit eine Klage gegen das Wiederanfahren von Tihange-2 ein, Nordrhein-Westfalen sowie über 100 Kommunen schlossen sich bis heute an und kündigten parallel eine Beschwerde bei der EU-Kommission wegen der Laufzeitverlängerung für Tihange-1 an. Tihange ist knapp 60 Kilometer Luftlinie von der grenznahen Stadt Aachen entfernt. Sollte es zu einem Super-GAU kommen, wird die dicht besiedelte Region für Jahrzehnte unbewohnbar sein.

Neue Recherchen deckten zudem auf, dass die deutsche Brennelemente-Fabrik in Lingen monatelang Brennstäbe in für Tihange 2 geliefert hat - obwohl sogar das Bundesumweltministerium die Abschaltung des AKW gefordert hat.

Weitere Informationen:

 

 

 

 

Foto: Quelle: Kettenreaktion Tihange

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