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Katastrophenschutz

Was ist, wenn es mitten in Deutschland zum Super-GAU kommt? Deutschland ist katastrophal schlecht auf eine mögliche Atomkatastrophe vorbereitet. Es wurden noch nicht einmal Jodtabletten an die Bevölkerung vorverteilt. Und im Katastrophenfall sieht sich die Bevölkerung mit widersprüchlichen Empfehlungen konfrontiert.  Ein IPPNW-Hintergrundpapier von Reinhold Thiel et. al. vom 30. November 2012 zeigt die wesentlichen Mängel der deutschen Katastrophenschutzplanungen auf. Und die für den Katastrophenschutz zuständigen Innenminister der Länder verbummelten auch 2013 die notwendige Verbesserung des Katastrophenschutzes.

 

Katastrophenschutz in Deutschland - Veraltet und überfordert

Der Katastrophenschutz bei einem AKW-Unfall mit Freisetzung radioaktiver Spaltprodukte ist veraltet und zu kleinräumig ausgelegt. Durch Unfälle mit radioaktiver Freisetzung können wesentlich mehr Menschen und viel größere Regionen schneller und anhaltender radioaktiv belastet werden als bisher angenommen. Die Planungen und Kapazitäten des Katastrophenschutzes in der BRD sind dafür nicht ausgelegt. Eine effektive und verantwortbare Katastrophenschutzvorsorge im Falle eines atomaren SUPER-GAU ist im dicht besiedelten Deutschland unmöglich. Eine umgehende Abschaltung aller Atomkraftwerke in Deutschland ist deshalb zwingend geboten. Der Schutz der Bürger muss Vorrang haben vor den wirtschaftlichen Interessen der AKW-Betreiber.

Die neuen Katastrophenschutzempfehlungen
Scheinbare Sicherheit, nur auf dem Papier
IPPNW-Pressemitteilung vom 11.6.2014

IPPNW-Hintergrundpapier vom 30.11.2012: "Katastrophenschutz in Deutschland - Veraltet und überfordert"

"Wir werden Euch nicht helfen können!"
IPPNW-Presseinformation vom 8. März 2013

Evakuierungs-Empfehlungen nach Atomunfall
Strahlenschutzkommission nimmt viele Strahlenopfer in Kauf
IPPNW-Presseinformation vom 6. November 2013

Innenministerkonferenz
IPPNW warnt vor Gesundheitsschäden im atomaren Katastrophenfall
Presseinformation vom 3.12.2013
 

 

Biblis-Region übte für die Atomkatastrophe 

Im September 2008 übte die Region um das Atomkraftwerk Biblis für den Ernstfall. Die IPPNW demonstrierte anhand der Empfehlungen in der "Notfallschutz"-Broschüre des Biblis-Betreibers RWE, wie hilflos man einem Atomunfall gegenüber steht. Da finden sich so paradoxe Empfehlungen für die Bevölkerung, einerseits zu Hause zu bleiben, andererseits aber die Wohnung zu verlassen, um Jodtabletten abzuholen. Im Falle einer Evakuierung soll man sich bei der hektischen Flucht in einem fremden Ort nach einer verfügbaren Dusche umsehen. Die Flucht weg vom havarierten Atomkraftwerk wird zudem dadurch erschwert, dass Pfeile auf rosa-farbenen Schildern, die für die Einsatzkräfte bestimmt sind, geradewegs in die verseuchten Gebiete führen. Lesen Sie mehr in unserer

Pressinformation vom 09.09.2008  

 

 

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