IPPNW.DE

Aktuelles zum Thema "Atomenergie"

Aus dem ATOM-Energie-Newsletter Dezember 2016

Alternativen zur Freigabe von Atomkraftwerks-Schrott

Der Versuchsreaktor Jülich mit Materialschleuse zum Rückbau, Foto: Maurice van Bruggen/CC BY 3.014.12.2016 

Im Auftrag der IPPNW hat die Beratungsfirma Intac GmbH untersucht, wie auf die so genannte 'Freigabe' von Abrissmaterial von stillgelegten Atomkraftwerken verzichtet werden könnte. In Betracht käme laut Intac-Experte Wolfgang Neumann ein Stehenlassen der Atomkraftwerksbauten nach Entkernung, also nach Entfernung der hoch-, mittel- und schwach aktiven Materialien. Eine zweite Alternative wäre ein vollständiger Rückbau der Atomkraftwerke und die dauerhafte Lagerung der gering radioaktiven Restabfälle in einem Bunker am Standort.

IPPNW-Pressemitteilung vom 13.12.2016

Tihange-Doel Radiation Monitoring

Ein unabhängiges, von Bürgern getragenes Projekt

Tihange-Doel Radiation Monitoring13.12.2016 

Das Projekt TDRM hat die Einrichtung eines Netzwerks für die Messung der Intensität der radioaktiven Strahlung der umgebenden Atmosphäre in der Region Tihange-Doel-Aachen zum Ziel. Das Netz befindet sich derzeit im Testbetrieb mit ersten im Feld installierten Sensorstationen. Die Projektgruppe bietet auf der von ihr betriebenen Website tdrm.fiff.de eine geografische Übersicht über die Standorte der Sensorstationen, eine Übersicht über die aktuellen Messwerte und detaillierte Darstellungen über die Zeitverläufe der Messwerte. Außerdem werden Details zur Messtechnik und medizinische Hintergrundinformationen angeboten.

Pressemitteilung vom 7.12.2016

Neuer Brennelementexport von Lingen zum AKW Doel: Scharfe Kritik an Bundesumweltministerium

Anti-Atom-Initiativen fordern Rücknahme der Genehmigung

Luftaufnahme Atomkraftwerk Doel, Foto: Von Wwuyts - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=428353507.12.2016 

Ungeachtet der öffentlichen Kritik der Bundesregierung am Weiterbetrieb der Schrottreaktoren im belgischen Doel bei Antwerpen ist am 25. November 2016 erneut mit Billigung des Bundesumweltministeriums ein Brennelement-Transport von der niedersächsischen Brennelementefabrik in Lingen nach Doel gerollt. Das geht aus der aktuellen Transportliste auf der Webseite des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) hervor (Seite 7). Schon im Juni und August waren jeweils vier Brennelementtransporte von Lingen nach Doel gerollt – laut Transportliste des BfS ist bis April 2018 noch mit rund 40 weiteren Brennelementtransporten zu rechnen.

IPPNW-Pressemitteilung vom 07.12.2016

IPPNW kritisiert Entschädigungen für Atomkonzerne

Die IPPNW dokumentierte auf der Grundlage amtlicher Unterlagen mehr als 200 Sicherheitsdefizite von Biblis B07.12.2016 

Die Ärzteorganisation IPPNW begrüßt die Bestätigung des Atomausstiegs (13. Novelle des Atomgesetzes) durch das Bundesverfassungsgericht. Unverständnis äußert die IPPNW allerdings an der Entscheidung, der Atomindustrie  Entschädigungszahlungen zuzubilligen. "Die abgeschalteten Atomkraftwerke stellten nachweislich eine akute Gefährdung der öffentlichen Gesundheit dar," so Dr. Alex Rosen, stellvertretender Vorsitzende der IPPNW. "Gravierende Sicherheitsmängel waren lange bekannt und wurden von den Betreiberfirmen stillschweigend hingenommen. Die Entscheidung der Politik zur Abschaltung der Atomkraftwerke war daher nicht nur richtig, sondern dringend notwendig, um eine Atomkatastrophe in Deutschland zu verhindern."

IPPNW-Empfehlung aktualisiert

IPPNW-Empfehlung bei Atomreaktorunfällen zum Schutz der Schilddrüse mit speziellen Jod-Tabletten

Jodblockade

Foto: Michielverbeek „AKW Tihange/Belgien, Kühlturm“ (Ausschnitt), CC by-SA-3.001.12.2016 

Im Rahmen eines Atomreaktorunfalls können große Mengen radioaktiver Partikel freigesetzt und mit der Luft verbreitet werden. Gegen die meisten dieser radioaktiven Partikel gibt es keine wirksamen Schutzmaßnahmen. Die Belastung der Schilddrüse mit radioaktivem Jod kann jedoch weitgehend verhindert werden, wenn frühzeitig hochdosierte Jodtabletten eingenommen werden. Die deutsche IPPNW hat ihre Empfehlungen zum Schutz der Schilddrüse bei Atomreaktorunfällen zuletzt im Dezember 2016 aktualisiert:

Aktion
Aktion
Themen und Projekte
Themen und Projekte
Nukleare Kette
Nukleare Kette
News und Kommentar
News und Kommentar

Menschenkette


Tihange – Lüttich – Maastricht – Aachen am 25. Juni 2017
Mehr Infos

Sommerakademie


2.–6. August 2017, Wolfenbüttel
Mehr Infos

Kampagne

Gundremmingen-Kampagne. Bild: ausgestrahlt

AKW Gundremmingen: Wer B sagt, muss auch C sagen. Für die Abschaltung beider Blöcke. Zur Kampagnenseite

Ansprechpartner


Henrik Paulitz
Referent für Energiepolitik
Tel. 06257-505-1707
Email: paulitz[at]ippnw.de

Fukushima-Anzeige


IPPNW-Anzeige vom 10.03.2017 in der Süddeutschen Zeitung | Danke an 2.026 UnterstützerInnen!

Materialien

Sitemap Überblick