IPPNW.DE

Aktuelles zum Thema "Atomenergie"

Information der Ulmer Ärzteinitiative 1.3.2017

Betreiber verschweigt „Ausfall der Hauptwärmesenke“ 2015

Gundremmingen C

AKW Gundremmingen, Hans-Ulrich Ansebach/Shotshop.com01.03.2017 

Im Gegensatz zur Atomaufsicht haben RWE und E.On bislang verschwiegen, dass die Reaktorschnellabschaltung im Atomkraftwerksblock Gundremmingen C am 25. März 2015 mit einem ‚Ausfall der Hauptwärmesenke‘ verbunden war. Die Ulmer Regionalgruppe der Ärzteorganisation IPPNW kritisiert, dass der Betreiber des Atomkraftwerks Gundremmingen zuletzt noch im Februar 2017 einen falschen Eindruck über die Abläufe im März 2015 vermittelt hat. Ein ‚Ausfall der Hauptwärmesenke‘, also die Unterbrechung der Dampfabgabe an den Kondensator wird vom Betreiber als sogenannter ‚Auslegungsstörfall‘ bezeichnet. Die IPPNW Ulm weist erneut darauf hin, dass der ‚Ausfall der Hauptwärmesenke‘ unter ungünstigen Bedingungen in Gundremmingen zu einem Super-GAU führen kann.

Aus dem ATOM-Energie-Newsletter Februar 2017

Störfälle und Brennelementschäden im Atomkraftwerk Gundremmingen

By Myratz (Own work) [CC BY 3.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons15.02.2017 

In dem von RWE und E.On betriebenen Siedewasserreaktor Gundremmingen kam es nach Angaben der Aufsichtsbehörden in den Jahren 2015 und 2016 wiederholt zu Brennelement-Schäden und zu einer Undichtigkeit an einem Sicherheitsventil. Diese Vorkommnisse sind äußerst besorgniserregend und geben Anlass, erneut die Frage nach der Sicherheit der Anlage aufzuwerfen. Der IPPNW liegt eine lange Liste mit brisanten Störfällen in deutschen Siedewasserreaktoren vor.

Verluste im Atomgeschäft

Das schleichende Ende der Atomindustrie

By Raysonho @ Open Grid Scheduler / Grid Engine (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons14.02.2017 

Vor kurzer Zeit noch kündigten japanische Firmen an, mit dem Bau von Atomkraftwerken weltweit glänzende Geschäfte machen zu wollen. Die Firma Toshiba, die wie keine andere in den letzten Jahren ins Atomgeschäft investiert hatte, gab vor, 50 Bauprojekte für Atomkraftwerke in Ländern wie Indien, China, Großbritannien oder der Türkei anzustreben. All das ist nun Makulatur, denn Toshiba steigt nach massiven Verlusten und zahlreichen Skandalen endgültig aus dem Bau von Atomkraftwerken aus.

Austritt aus EURATOM

Aus für die britische Atomindustrie?

By ukhomeoffice [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons14.02.2017 

Im August 2016 berichteten wir im IPPNW Forum, dass die Entscheidung des Vereinigten Königreiches, die EU zu verlassen, möglicherweise das Ende der Atomindustrie in Großbritannien beschleunigen könnte. Eine Ankündigung der britischen Regierung von Ende Januar scheint diese Prognose nun zu bestärken.

Der postfaktische Dreiklang

"CO2-freie, bezahlbare und verlässliche Atomenergie"

Doel (Belgien), Atomkraftwerk und Mühle *Fotograf: Friedrich Tellberg *Datum: 7. August 2005 {{GDFL-self}}10.02.2017 

„Propaganda“ klingt nicht gut. „Wir unterstützen Journalisten“, so nannte PR-Altmeister Harold Burson das „Wahrnehmungsmanagement“, das seine Firma Burson-Marsteller (BM) für Auftraggeber mit zweifelhaftem Ruf betreibt. BM gehört zu den international führenden Agenturen, die sich auf „Krisenmanagement“ spezialisiert haben. Die PR-Aktivitäten für Diktatoren wie Pinochet oder Ceauşescu oder die Greenwashing-Kampagne für den Chemiemulti Union Carbide nach der Chemiekatastrophe im indischen Bhopal gehören zu den Sternstunden ihrer Skrupellosigkeit.

Aktion
Aktion
Themen und Projekte
Themen und Projekte
Nukleare Kette
Nukleare Kette
News und Kommentar
News und Kommentar

Sitemap Überblick