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Aktuelles zum Thema "Atomenergie"

Atomgesetzänderung 2018

By Baikonur (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html), CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/) or CC BY-SA 2.0 de (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de12.01.2018 

Das Bundesverfassungsgericht hat den Gesetzgeber verpflichtet, spätestens bis zum 30. Juni 2018 das Atomgesetz zu ändern. Das Gericht hatte in einem Urteil Ende 2016 den Atomausstieg zwar gebilligt, einigen Atomkraftwerksbetreibern aber einen geringfügigen Ausgleich zugebilligt. Sie seien zu entschädigen, entweder finanziell oder durch den begrenzten Weiterbetrieb von Atomkraftwerken. Die Öffentlichkeit erfährt bislang nichts davon, was hinter den Kulissen zwischen Atomkonzernen und Politik ausgekungelt wird. Klar ist jedenfalls, dass laut Bundesverfassungsgericht der „Ausgleich“ sehr gering ausfallen kann.

Sofort volle Haftpflichtversicherung für die deutschen Atomkraftwerke!

10.01.2018 

Im April 2000 startete die IPPNW gemeinsam mit anderen Organisationen eine bundesweite Unterschriftenaktion mit dem Titel "Sofort volle Haftpflichtversicherung für die deutschen Atomkraftwerke!". Der Aufruf wurde viele Jahre lang verbreitet und erfuhr breite Unterstützung in der Öffentlichkeit.

Das Tritium Dilemma

Was die Uranfabrik in Gronau mit US-amerikanischen Atomwaffen zu tun hat

Photo: Lt Stuart Antrobus RN/MOD [OGL (http://www.nationalarchives.gov.uk/doc/open-government-licence/version/1/)], via Wikimedia Commons08.01.2018 

Atombomben benötigen für ihre ungeheure Zerstörungskraft hoch angereichertes Uran oder Plutonium. Das ist allseits bekannt. Weniger bekannt ist ein anderer, zwar kleiner aber wichtiger Bestandteil atomarer Sprengköpfe: Tritium (3H). Tritium ist ein radioaktives Wasserstoff-Isotop und wird in einer Atombombe als "Booster" oder Verstärker für die atomare Kettenreaktionen benötigt. Auch hochmoderne Wasserstoffbomben benötigen Tritium - als Zünder der Primärexplosion, welche die Fusion in Gang setzt. Nur 4 g Tritium in einem Sprengkopf reichen aus, um in einer Reaktion mit dem Wasserstoffisotop Deuterium eine Kettenreaktion auszulösen, die genügend Energie freisetzt, um die Wasserstoffbombe zu zünden.

IPPNW-Pressemitteilung vom 22.12.2017

IPPNW fordert Abschaltung von Gundremmingen B und C

Atomausstieg: Wer B sagt muss auch C sagen

Protest zur Abschaltung von Gundremmingen C, Foto: Beobachternews.de22.12.2017 

Mit der Abschaltung des Atomkraftwerksblock Gundremmingen B Ende des Monats werden in Deutschland nur noch sieben Atomreaktoren in Betrieb sein. Die  Ärzteorganisation IPPNW begrüßt die Abschaltung von Gundremmingen B, fordert aber gleichzeitig die umgehende Schließung des letzten deutschen Siedewasserreaktors Gundremmingen C. „Auch wenn das Risiko von Block B wegfällt, steigt das reale Risiko bei einem immer älter und immer störanfälliger werdenden Block C“, sagte Reinhold Thiel von der Ulmer Ärzteinitiative (IPPNW), der sich seit vielen Jahren für die Stilllegung dieses Atomkraftwerks engagiert.  

Pressemitteilung vom 19.12.2017

Super-GAU verhindern – aber ohne Klimakiller!

Laschet will Atomstrom durch Braunkohlestrom ersetzen

Demonstration "Don´t nuke the climate" im November 2017 in Bonn, Foto: Don´t nuke the Climate19.12.2017 

Anti-Atomkraft- und Anti-Kohle-Initiativen sowie Umweltverbände wenden sich gemeinsam gegen den Vorschlag des NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet, den im AKW Tihange produzierten Atomstrom durch Braunkohlestrom aus NRW zu ersetzen. Wie Studien belegten, ist die sofortige Abschaltung von Tihange 2 und Doel 3 problemlos möglich - dazu bedürfe es keiner neuen Stromtrasse. Es gebe darüber hinaus viel bessere, kurzfristigere und dezentrale Möglichkeiten, in Zukunft auch den übrigen Atomstrom in Belgien zu ersetzen.  

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