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Aktuelles zum Thema "Atomenergie"

Aus dem ATOM-Energie-Newsletter Januar 2017

Atomkonzerne entziehen sich Verantwortung für Atommüll-Entsorgung

RWE, Essen. By Baikonur (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html), CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/) or CC BY-SA 2.0 de (http://creativecommons.org/licenses/b12.01.2017 

Bislang waren die Atomkraftwerksbetreiber gesetzlich verpflichtet, die Entsorgung des Atommülls vollständig zu bezahlen. Nach monatelangen Verhandlungen mit den mächtigen Atomkonzernen beschloss nun der Deutsche Bundestag im vergangenen Dezember, dass nach einer Einmalzahlung der Betreiber das volle Risiko für die Kosten der sogenannten Zwischen- und Endlagerung auf die Steuerzahler und somit auch auf kommende Generationen übergehen soll.

Aus dem ATOM-Energie-Newsletter Januar 2017

Die Mütter von Fukushima

Unabhängige Untersuchung und Beratung für Betroffene des Super-GAUs von Fukushima

Mother's Radiation Lab Fukushima09.01.2017 

In Japan versuchen die Behörden weiterhin, die Bevölkerung bezüglich der Risiken der Atomenergie zu beruhigen. Ein enormer PR-Aufwand wird betrieben, um die Atomenergie in einem guten Licht darstehen zu lassen und gegenläufige Nachrichten, kritische wissenschaftliche Ergebnisse und unangenehme Fakten zu unterdrücken. Unabhängige Strahlenmessstellen sind für die japanische Atomlobby daher ein besonderer Dorn im Auge – besonders wenn diese von Müttern betrieben werden, die die Gesundheit und die Zukunft ihrer Kindern als Motivation für ihre subversive Arbeit anführen.

Nachruf

Steve Wing gestorben

Steven Bennett Wing27.12.2016 

Am 28.03.1979 geriet der Atomreaktor Three Mile Island bei Harrisburg, Pennsylvania nach einem Kühlmittelverlust außer Kontrolle. Es kam es zu einer partiellen Kernschmelze und der Freisetzung großer Mengen von Radionukliden. Der Epidemiologe Steve Wing setzte sich in den folgenden Jahren intensiv für eine wissenschaftliche Aufarbeitung der Atomkatastrophe und ihrer gesundheitlichen Folgen für die Bevölkerung ein. Im November 2016 ist Steve Wing gestorben. Unser IPPNW-Mitglied, Prof Dr. Wolfgang Hoffmann, hat für unseren Newsletter einen Nachruf verfasst.

Aus dem ATOM-Energie-Newsletter Dezember 2016

Die Schweiz und die Atomenergie – der verpasste Zeitplan für den Ausstieg aus der Atomkraft

Von Dr. med. Martin Walter, PSR/IPPNW Schweiz

Von Nawi112 - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7361764 (bearbeitet)14.12.2016 

Am 27. November 2016 hat der Schweizerische Souverän die Initiative ‘Ja zum geordneten Ausstieg aus der Atomenergie (Atomausstiegsinitiative)’ in einer Volksabstimmung abgelehnt. Insgesamt war dies die siebte Volksinitiative, die den Kurs der Stromversorgung in der Schweiz ändern sollte: weg von der Atomenergie, hin zu erneuerbaren und neuen erneuerbaren Produktionsformen.

Aus dem ATOM-Energie-Newsletter Dezember 2016

Auswirkungen von Tschernobyl bei Kindern in Belgien

By Jason Minshull (Image:View of Chernobyl taken from Pripyat.JPG) [Public domain], via Wikimedia Commons (bearbeitet)14.12.2016 

30 Jahre nach dem Super-GAU von Tschernobyl veröffentlichte im April diesen Jahres die Arbeitsgruppe um den belgischen Wissenschaftler Luc A. Michel zwei Artikel zur gestiegenen Inzidenz des papillären Schilddrüsenkarzinoms (engl. Papillary thyroid carcinoma oder PTC) bei Kindern in Belgien, die zum Zeitpunkt der Atomkatastrophe 15 Jahre oder jünger waren. Michel ist Chirurg und Professor der Universität von Louvain und arbeitet aktuell eng mit der IPPNW-Gruppe in Aachen bei der Kampagne zur Schließung der Atomkraftwerke Doel und Tihange zusammen.

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