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Aktuelles zum Thema "Atomenergie"

Mehr als 300 Initiativen und Verbände fordern:

"AKW und Brennelementefabrik Lingen sofort stilllegen"

Brennelementexporte müssen gestoppt werden

02.02.2018 

304 Initiativen, Verbände und Parteigliederungen unterstützen mittlerweile die Resolution "Atomstandort Lingen nicht länger tolerieren – AKW "Emsland" und Brennelementefabrik Lingen sofort stilllegen". Angesichts der grenznahen Lage des Atomkraftwerks sowie der heftig umstrittenen Brennelementexporte zu Pannenreaktoren in Belgien und Frankreich unterstützen auch Initiativen aus den Niederlanden, Belgien und Frankreich die Ende 2014 gestartete Resolution. Die Unterstützer erwarten, dass die neue Bundesregierung und die niedersächsische Landesregierung sowohl das altersschwache Atomkraftwerk wie auch die Brennelementefabrik umgehend stilllegen. Zwei Gutachten für das Bundesumweltministerium bestätigten vor kurzem, dass auch die Brennelementefabrik rechtssicher stillgelegt werden kann. Die Lingen-Resolution findet sich hier.

Initiativen appellieren an CDU und SPD:

Atomsicherheit und Atomausstieg im Koalitionsvertrag verankern

"Neue Erkenntnisse über AKW Tihange erfordern sofortiges Handeln!"

Blick auf das Kernkraftwerk mit seinen Kühltürmen, Foto: Wikipedia, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/02.02.2018 

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), die atomkritische Ärztevereinigung IPPNW, der Naturschutzbund (NABU) NRW sowie mehrere regionale Anti-Atomkraft- und Anti-Braunkohle-Initiativen fordern angesichts der neuen Erkenntnisse über den Reaktorblock 1 des Atomkraftwerkes Tihange von der belgischen Regierung, die Pannenreaktoren sofort stillzulegen. Eine entsprechende Initiative sowie die Stilllegung der deutschen Uranbrennstoff-Zulieferbetriebe in Gronau und Lingen müssen aber auch im neuen Groko-Koalitionsvertrag verankert werden. Für den kommenden Dienstag, 6. Februar, rufen die Initiativen und Verbände zu einer Protestaktion vor der Düsseldorfer Staatskanzlei am Horionplatz auf, um Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) zum Handeln zu bewegen.

"Braunkohle plus Atom ist verheerendes Signal"

Initiativen und Verbände kritisieren GroKo-Sondierung

Internationale Anti-Atomkraft-Demonstration am 9.09.2017 in Lingen, Foto: www.lingen-demo.de17.01.2018 

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), die atomkritische Ärztevereinigung IPPNW, der Naturschutzbund (NABU) NRW sowie mehrere regionale Anti-Atomkraft- und Anti-Braunkohle-Initiativen kritisieren die Ergebnisse der Sondierungsgespräche zur Neuauflage der Großen Koalition scharf: "Das Thema Klimaschutz wurde an eine Kommission ausgelagert, die Atomkraft ganz ausgeklammert. Weder gibt es eine schnellere Abschaltung der noch laufenden Atomkraftwerke noch eine Vereinbarung zur längst überfälligen Stilllegung der Urananreicherungsanlage in Gronau und der Brennelementefabrik in Lingen.

Energiewende

Kohle- und Atomstrom durch die Hintertür?

Foto: Braunkohlekraftwerk Unteroder. By Jan Michałowski [CC BY-SA 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons12.01.2018 

Ist die aktuelle „Energiewende“ tatsächliche eine Energiewende hin zu erneuerbaren Energien oder geht es um das alte Projekt einer europaweiten Großkraftwerksplanung? Geht es in Wirklichkeit darum, Atom- und insbesondere Kohlestrom nicht mehr in Deutschland zu produzieren, sondern im benachbarten Ausland und den Strom nach Deutschland zu importieren? Eine Debatte über die Kapazitätsreserven der Energiewende ist überfällig.

Geplante Wiederbesiedlung von Futaba nach Fukushima

Foto: von רונית בן צבי בת משפחה (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons12.01.2018 

Im Frühjahr 2022 soll die unmittelbar neben der Atomruine von Fukushima Daiichi gelegene japanische Gemeinde Futuba wiederbesiedelt werden. Die rund 6000 Einwohner von Futuba waren am 11. März 2011, nur wenige Stunden nach Beginn der Atomkatastrophe vollständig evakuiert worden. Im Dezember 2017 begannen die Arbeiten zur Dekontaminierung der radioaktiv verstrahlten Gemeinde, meldete die Nachrichtenagentur Kyodo.

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