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Aktuelles zum Thema "Atomenergie"

Nachlässigkeit war Ursache für Super-GAU in Japan

By Philbert Ono (Originally uploaded by en:User:Photojpn.org) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons06.04.2017 

Ein Gericht in Japan hat dem AKW-Betreiber TEPCO und den japanischen Behörden Nachlässigkeit im Umgang mit bekannten Sicherheitsrisiken an den AKW-Standorten in Fukushima vorgeworfen und ein wegweisendes Urteil erlassen, das nachhaltige Folgen für die Zukunft der Atomenergie in Japan haben könnte.

Das Standortauswahlgesetz für ein atomares Endlager

K. Andrews [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons06.04.2017 

Mit dem Standortauswahlgesetz hatte der Gesetzgeber 2013 die Grundlagen für ein „vergleichendes Verfahren für die Auswahl eines Endlagerstandorts für radioaktive Abfälle“ gelegt. Auf Grundlage der Empfehlungen der „Endlager-Kommission“ wurde das Gesetz im März 2017 modifiziert und konkretisiert. Das gesellschaftspolitische Großprojekt, das komplexeste Infrastrukturprojekt Deutschlands, ist auf Jahrzehnte angelegt und gilt als Testfall für die Demokratie. Sollte es scheitern, müsste der hoch radioaktive Atommüll auf Dauer in Zwischenlagern verbleiben, die faktisch zu Langzeitlagern würden. Es geht um eine große Herausforderung für die Gesellschaft und auch darum, Verantwortung für künftige Generationen zu übernehmen.

Pressemitteilung vom 3.04.2017

"Ministerin für Reaktorsicherheit zum Handeln verpflichtet"

Brennelementexporte von Lingen nach Tihange und Doel

Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel, hier bei einer öffentlichen Aktion mit Dr. Angelika Claußen (IPPNW), unterstützt Forderung nach Schließung der Uranfabriken in Lingen. Foto: IPPNW03.04.2017 

Anti-Atomkraft-Initiativen sowie der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und die Ärzteorganisation IPPNW sind entsetzt über die passive und abweisende Reaktion der Bundesministerin für Reaktorsicherheit, Barbara Hendricks, in Bezug auf die jetzt bekannt gewordenen Exporte von Brennelementen aus dem niedersächsischen Lingen zu den hoch gefährlichen Pannenreaktoren Tihange 2 und Doel 1, 2 und 3 in Belgien.

Pressemitteilung vom 23. März 2017

Urananreicherung und Brennelementefertigung umgehend beenden

Urananreicherung und Uranexporte heute Themen im Bundestag

Urananreicherungsanlage Gronau, Foto: Urenco Deutschland GmbH23.03.2017 

Gronau/Münster/Berlin  Die Urananreicherung im westfälischen Gronau sowie ein Stopp der Exporte von angereichertem Uran aus Gronau sowie von Brennelementen aus dem emsländischen Lingen für marode und gefährlich störanfällige Atomkraftwerke in Belgien und Frankreich – wie z. B. Doel, Fessenheim und Cattenom – stehen heute auf der Tagesordnung des Bundestages. Beraten werden ausstiegsorientierte Anträge der Bundestagsfraktionen der Linken und Grünen. Im Rahmen der ebenfalls heute stattfindenden Beratungen zum Endlagersuchgesetz geht es auch um die Einbindung des massenhaften Gronauer Uranmülls bei der Auswahl eines möglichen Standortes.

Gefahren von Siedewasserreaktoren

'Ausfall der Hauptwärmesenke' trug in Fukushima zu Super-GAU bei

By KEI (本人による撮影) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons14.03.2017 

Zwölf Kilometer südlich des 2011 havarierten Atomkraftwerks Fukushima Daiichi (Fukushima I) befindet sich das Atomkraftwerk Fukushima Daini (Fukushima II). Auch Fukushima Daini war am 11. März 2011 von Erdbeben und Tsunami massiv betroffen, die Beherrschung des Störfalls verlief hoch-dramatisch. Das Öko-Institut, Gutachter der deutschen Atomaufsicht, verglich in einer Studie die Ereig-nisabläufe in den beiden Atomkraftwerken und kam zu einem bemerkenswerten Ergebnis: Dass in Fukushima Daini die externe Stromversorgung aufrechterhalten werden konnte und es somit u.a. nicht zum frühzeitigen Ausfall der Hauptwärmesenke gekommen war, wirkte sich „günstig“ auf den Ereignisablauf aus. Demgegenüber kam es in Fukushima Daiichi gleich zu Unfallbeginn in allen drei havarierten Blöcken zum Ausfall der Hauptwärmesenke, was dort offenbar zum katastrophalen Unfallverlauf beitrug. In Deutschland wird seit etlichen Jahren über Siedewasserreaktoren und über die vom ‚Ausfall der Hauptwärmesenke‘ ausgehenden Gefahren diskutiert. Lesen ..

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