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Aktuelles zum Thema "Atomenergie"

IPPNW-Pressemitteilung vom 8.03.2018

Schilddrüsenkrebsfälle nehmen weiter zu

7 Jahre Super-GAU von Fukushima

Schilddrüsenkrebsuntersuchungen bei Kindern in der Präfektur Fukushima, Foto: Ian Thomas Ash08.03.2018 

Sieben Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima werden die gesundheitlichen Folgen für die Menschen in den verstrahlten Gebieten immer deutlicher. Darauf weist die Ärzteorganisation IPPNW anlässlich des siebten Jahrestages hin. Seit dem Jahr 2011 stellte die Fukushima Medical University (FMU) in Reihenuntersuchungen bei 194 Kindern in der Feinnadelbiopsie Krebszellen fest. 159 von ihnen mussten aufgrund eines rasanten Tumorwachstums, einer ausgeprägten Metastasierung oder einer Gefährdung vitaler Organe mittlerweile operiert werden. In 158 Fällen bestätigte sich die Verdachtsdiagnose „Schilddrüsenkrebs“, in nur einem Fall lag ein gutartiger Tumor vor. 35 Kinder warten weiterhin auf eine Operation.

Atommüll

Endstation Zwischenlager?

Schutzlos an der Oberfläche oder unter die Erde?

Foto: Zwischenlager am Atomkraftwerk Isar. By S8z11 (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons08.03.2018 

Die Lagerung des Atommülls spitzt sich zu und droht sicherheitstechnisch wie finanziell zu einem „Fass ohne Boden“ zu werden: Wie selbstverständlich gehen manche schon davon aus, dass die Oberflächenlagerung des Atommülls in den "Zwischenlagern" zu einem Dauerzustand werden soll. Die gefährlichste aller Varianten, die Lagerung des Atommülls an der Erdoberfläche, soll mit dem Bau von neuen, leicht verbesserten Zwischenlagern zu einem Dauerzustand werden. Es besteht die Gefahr, dass nachfolgende Generationen dann nach der "Billiglösung" greifen und den Atommüll in Russland, der Mongolei oder anderswo "entsorgen" könnten.

Schilddrüsenkrebs in Fukushima 7 Jahre nach Beginn der Atomkatastrophe

Atomkraftwerk Fukushima, April 2011, Quelle: Steven L. Herman [Public domain], via Wikimedia Commons07.03.2018 

Am 25. Dezember veröffentlichte die Fukushima Medical University (FMU) die neuesten Zahlen ihrer laufenden Schilddrüsenuntersuchungen. Sie umfassen Daten, die bis einschließlich Ende September erhoben wurden. Seit 2011 werden bei Menschen in der Präfektur Fukushima, die zum Zeitpunkt der Kernschmelzen unter 18 Jahre alt waren, alle zwei Jahre die Schilddrüsen untersucht. Ursprünglich begonnen, um die Sorgen der Bevölkerung über gesundheitliche Folgen der Atomkatastrophe zu zerstreuen, haben die Untersuchungen mittlerweile besorgniserregende Ergebnisse zu Tage gefördert. Von 2011 bis 2014 erfolgte die erste Untersuchungsreihe, von 2014 bis 2016 die zweite und von 2016 bis 2018 die dritte. Während die Datenaufarbeitung der ersten Runde bereits vollständig abgeschlossen ist, sind die Daten der zweiten und vor allem die dritten Untersuchungsrunde bislang noch unvollständig. Dennoch lassen sich aus den derzeit vorliegenden Untersuchungsergebnissen bereits erste Schlüsse ziehen.

Woher stammte die radioaktive Wolke über Europa?

Graphik: IRSN, Januar 201807.03.2018 

Im Oktober 2017 waren über ca. zwei Wochen lang Spuren des radioaktiven Isotops Ruthenium-106 in Messstationen quer durch Europa messbar. Ruthenium-106 ist ein Betastrahler mit einer Halbwertszeit von etwa 374 Tagen, welches bei Inhalation oder Ingestion dosisabhängig gesundheitliche Schäden der Lungen und die Entwicklung von Krebserkrankungen verursachen kann.

Transparenz in Gefahr

Atomprojekte in der Türkei

Proteste in Sinop. Foto: IPPNW27.02.2018 

Atomare Fragen spielen zur Zeit in der politischen Diskussion in der Türkei eine besondere Rolle. In diesem Artikel geben wir einen Überblick über das fortgeschrittenste der drei geplanten AKW-Projekte in der Türkei – das Atomkraftwerk Akkuyu, das von Russland gebaut und betrieben werden soll. Wir diskutieren hier auch, wie dieser Prozess hinsichtlich der Transparenz und der Einbeziehung der Zivilgesellschaft abläuft, und wie die Öffentlichkeit daran beteiligt ist.

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