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Aktuelles zum Thema "Atomenergie"

Aus dem ATOM-Energie-Newsletter März 2017

Fukushima Dai-ichi unter Kontrolle?

Tepco13.03.2017 

Die japanische Regierung wird nicht müde, zu wiederholen, dass die Lage in den havarierten Atomkraftwerken in Fukushima unter Kontrolle sei. Die olympischen Spiele und die marode Wirtschaft des Landes im Blick, mag derartiger Zwangsoptimismus nicht überraschen. Doch die neuesten Erkenntnisse zur Situation in den Reaktorkernen selber zeigen leider allzu deutlich, dass die Lage alles andere ist als unter Kontrolle.

Aus dem ATOM-Energie-Newsletter März 2017

Strahlenmessung als Beruhigungsmittel

von osaMu (http://www.flickr.com/photos/raneko/6343787046/) [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons13.03.2017 

Wissenschaftler in Japan haben über mehr als 4 Jahre die individuelle Strahlendosis von Menschen in Fukushima gemessen und nun die ersten Ergebnisse veröffentlicht. Was ist von diesen Messungen zu halten und weshalb fordert die japanische Atomlobby nun weniger Strahlenschutz für die Bevölkerung?

IPPNW-Pressemitteilung vom 07.03.2017

Die Atomkatastrophe besteht fort

6 Jahre Super-GAU von Fukushima

Der japanische Wirtschaftsminister Yosuke Takagi überprüft den gefrorenen Erdwall zum Schutz des Grundwassers. Foto: Tepco, 21.11.201607.03.2017 

Sechs Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima leben die Menschen in Japan weiterhin mit deren verheerenden Folgen. Darauf weist die Ärzteorganisation IPPNW anlässlich des 6. Jahrestages hin. Die havarierten Atomreaktoren des AKW Fukushima Dai-ichi sind weiterhin nicht unter Kontrolle. Im Inneren der Reaktorkerne wurden kürzlich so hohe Strahlenwerte gemessen, dass ein Mensch dort nach wenigen Minuten sterben würde. Die Bergung der geschmolzenen Brennstäbe wird vermutlich für viele Jahrzehnte nicht möglich sein, so dass die maroden Kraftwerksgebäude bei zukünftigen Naturkatastrophen eine hohe Gefahr für die gesamte Region darstellen.

Information der Ulmer Ärzteinitiative 1.3.2017

Betreiber verschweigt „Ausfall der Hauptwärmesenke“ 2015

Gundremmingen C

AKW Gundremmingen, Hans-Ulrich Ansebach/Shotshop.com01.03.2017 

Im Gegensatz zur Atomaufsicht haben RWE und E.On bislang verschwiegen, dass die Reaktorschnellabschaltung im Atomkraftwerksblock Gundremmingen C am 25. März 2015 mit einem ‚Ausfall der Hauptwärmesenke‘ verbunden war. Die Ulmer Regionalgruppe der Ärzteorganisation IPPNW kritisiert, dass der Betreiber des Atomkraftwerks Gundremmingen zuletzt noch im Februar 2017 einen falschen Eindruck über die Abläufe im März 2015 vermittelt hat. Ein ‚Ausfall der Hauptwärmesenke‘, also die Unterbrechung der Dampfabgabe an den Kondensator wird vom Betreiber als sogenannter ‚Auslegungsstörfall‘ bezeichnet. Die IPPNW Ulm weist erneut darauf hin, dass der ‚Ausfall der Hauptwärmesenke‘ unter ungünstigen Bedingungen in Gundremmingen zu einem Super-GAU führen kann.

Aus dem ATOM-Energie-Newsletter Februar 2017

Störfälle und Brennelementschäden im Atomkraftwerk Gundremmingen

By Myratz (Own work) [CC BY 3.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons15.02.2017 

In dem von RWE und E.On betriebenen Siedewasserreaktor Gundremmingen kam es nach Angaben der Aufsichtsbehörden in den Jahren 2015 und 2016 wiederholt zu Brennelement-Schäden und zu einer Undichtigkeit an einem Sicherheitsventil. Diese Vorkommnisse sind äußerst besorgniserregend und geben Anlass, erneut die Frage nach der Sicherheit der Anlage aufzuwerfen. Der IPPNW liegt eine lange Liste mit brisanten Störfällen in deutschen Siedewasserreaktoren vor.

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