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Aktuelles zum Thema "Atomenergie"

30. März 2018 um 13 Uhr

"Atomwaffen und Urananreicherung ächten!"

Auftakt der NRW-Ostermärsche in Gronau

Ostermarsch 2017 zur Gronauer Urananreicherungsanlage, 14. April 201728.03.2018 

Am Karfreitag, 30. März 2018, findet  in Gronau (Westfalen) der Auftakt der nordrhein-westfälischen Ostermärsche statt. Die überregionale Friedensdemonstration steht unter dem Motto „Atomwaffen und Urananreicherung ächten. Zivile Konfliktlösung statt Rüstungsexporte“. Um 13 Uhr beginnt am Gronauer Bahnhof die Auftaktkundgebung mit dem Liedermacher Gerd Schinkel und mit Redebeiträgen. Anschließend führt der Ostermarsch durch die Gronauer Innenstadt und dann zur Gronauer Urananreicherungsanlage (UAA) des internationalen Urenco-Konzerns. Hier findet vor dem Haupttorr der Anlage (Röntgenstraße 4) gegen 15 Uhr die Abschlusskundgebung statt. Zur Teilnahme an dem Gronauer Ostermarsch rufen 25 Initiativen, Verbände und lokale Unternehmen auf. Prominenteste Unterstützerin des Gronauer Ostermarsches ist in diesem Jahr die Musikerin Nina Hagen.

IPPNW-Pressemitteilung vom 23.03.2018

Landesärztepräsident stärkt IPPNW den Rücken

Der Rückbau der AKWs bleibt durch ärztliche Kritik am Freimesskonzept weiter in der Diskussion

Dr. med. Ulrich Clever, Präsident der Landesärztekammer Baden-Württemberg, Foto:  Ärztliche Pressestelle, Landesärztekammer Baden-Württemberg23.03.2018 

Die Diskussion um den Umgang mit gering radioaktivem Abfall aus dem Abriss von Atomkraftwerken geht in die nächste Runde. In der aktuellen Ausgabe des Baden-Württembergischen Ärzteblatts stellt Ärztekammerpräsident Dr. Ulrich Clever klar: Die Haltung des baden-württembergischen Landesumweltministers Franz Untersteller, der gering radioaktive Abrissmüll würde in seiner strahlenden Wirkung im „Rauschen der Hintergrundstrahlung“ untergehen, sei schlicht falsch. Die IPPNW begrüßt, dass sich der Präsident der Landesärztekammer für ein Moratorium für die Deponierung des Freimess-Mülls ausspricht und fordert Umweltminister Untersteller auf, in einen vertieften Dialog mit der Ärzteschaft über das Freimess-Verfahren einzutreten und ernsthaft die bereits vorliegenden Alternativen zur Freimessung zu prüfen.

Pressemitteilung vom 15.03.2018

Neustart in der Klima- und Atompolitik notwendig

Erwartungen an die neue Bundesregierung

Protest gegen Atom- und Klima-Deal der Groko in Düsseldorf, Foto: BI Lüchow-Dannenberg15.03.2018 

Anti-Atomkraft-Initiativen und Anti-Braunkohle-Initiativen aus NRW und Niedersachsen sowie mehrere Umweltverbände fordern von der neuen Bundesregierung und Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) einen Neustart in der Klima- und Atompolitik. Schulze übernimmt das Amt zu einer Zeit, da fast alle wichtigen Umweltthemen ungelöst sind: Deutschland verfehlt deutlich die selbst gesteckten Klimaziele 2020, das Beharren auf der Braunkohle und der Kohleverstromung ist klimapolitisch unverantwortlich, Deutschland steigt zu langsam aus der Atomenergie aus und beliefert weiterhin gefährliche Pannenreaktoren in Belgien, Frankreich, Finnland und der Ukraine mit Uranbrennstoff aus Gronau und Lingen – völlig ungelöst ist zudem die sicherstmögliche Atommülllagerung. Auch das Problem der mangelhaften Sicherheit alter Atomreaktoren in der EU wird im Koalitionsvertrag nur vage angesprochen.

IPPNW-Pressemitteilung vom 8.03.2018

Schilddrüsenkrebsfälle nehmen weiter zu

7 Jahre Super-GAU von Fukushima

Schilddrüsenkrebsuntersuchungen bei Kindern in der Präfektur Fukushima, Foto: Ian Thomas Ash08.03.2018 

Sieben Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima werden die gesundheitlichen Folgen für die Menschen in den verstrahlten Gebieten immer deutlicher. Darauf weist die Ärzteorganisation IPPNW anlässlich des siebten Jahrestages hin. Seit dem Jahr 2011 stellte die Fukushima Medical University (FMU) in Reihenuntersuchungen bei 194 Kindern in der Feinnadelbiopsie Krebszellen fest. 159 von ihnen mussten aufgrund eines rasanten Tumorwachstums, einer ausgeprägten Metastasierung oder einer Gefährdung vitaler Organe mittlerweile operiert werden. In 158 Fällen bestätigte sich die Verdachtsdiagnose „Schilddrüsenkrebs“, in nur einem Fall lag ein gutartiger Tumor vor. 35 Kinder warten weiterhin auf eine Operation.

Atommüll

Endstation Zwischenlager?

Schutzlos an der Oberfläche oder unter die Erde?

Foto: Zwischenlager am Atomkraftwerk Isar. By S8z11 (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons08.03.2018 

Die Lagerung des Atommülls spitzt sich zu und droht sicherheitstechnisch wie finanziell zu einem „Fass ohne Boden“ zu werden: Wie selbstverständlich gehen manche schon davon aus, dass die Oberflächenlagerung des Atommülls in den "Zwischenlagern" zu einem Dauerzustand werden soll. Die gefährlichste aller Varianten, die Lagerung des Atommülls an der Erdoberfläche, soll mit dem Bau von neuen, leicht verbesserten Zwischenlagern zu einem Dauerzustand werden. Es besteht die Gefahr, dass nachfolgende Generationen dann nach der "Billiglösung" greifen und den Atommüll in Russland, der Mongolei oder anderswo "entsorgen" könnten.

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