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Aktuelles zum Thema "Atomenergie"

Aus dem IPPNW-Atomenergie-Newsletter Juli 2017

Phase-in und Phase-out der Atomenergie in der Schweiz

Atomkraftwerk Leibstadt, von RThiele (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons06.07.2017 

Die Geschichte der zivilen Nutzung der Atomkraft ist selbstverständlich eng mit derjenigen der PSR / IPPNW Schweiz verbunden und kann getrost als eigentliche Odyssee bezeichnet werden, die trotz des kürzlich gewonnenen Referendums immer noch anhält. Als Organisation war unsere Sektion  seit ihrer Gründung wiederholt maßgeblich an der politischen Diskussion um die Atomenergie beteiligt. Die «Atombombe» war zwar auch hierzulande eine Zeit lang ein Thema, jedoch ließ vor allem die «Atomenergie» das Blut wallen und war über Jahre Gesprächsthema auch am hinteresten Stammtisch. Der Entscheid vom 21. Mai 2017 wurde deshalb von vielen kritischen Mitbürgerinnen und - bürgern und auch von den Mitgliedern vieler NGOs, inklusive auch von uns Mitgliedern der PSR / IPPNW Schweiz mit großer Genugtuung und Erleichterung aufgenommen.

Aus dem IPPNW-Atomenergie-Newsletter Juli 2017

Kernbrennstoffsteuer: Konzerne bitten zur Kasse

Atomkonzerne, Grafik: By RobbyBer (Robert Steffens) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons06.07.2017 

Die Atomenergie-Politik ist seit jeher Anschauungsunterricht über den Zustand der Demokratie, über das Machtverhältnis zwischen Konzernen und der Allgemeinheit. Aktuell stellte das Bundesverfassungsgericht im Juni fest, dass die erst 2011 eingeführte Kernbrennstoffsteuer in der vorgenommenen Form mit dem Grundgesetz unvereinbar ist. Die Allgemeinheit wird nun wieder einmal für die Atomindustrie zur Kasse gebeten, denn der Staat muss nun rund 7 Milliarden Euro an die Konzerne bezahlen.

Pressemitteilung vom 29.06.2017

"NRW-Ministerpräsident Laschet muss jetzt handeln"

Uranexporte von Lingen und Gronau nach Tihange und Doel: Atomkraftgegner erwarten Druck auf Bundesregierung

Mitglieder der IPPNW Aachen bei der Menschenkette am 25. Juni 2017, Foto: IPPNW29.06.2017 

Anti-Atomkraft-Initiativen sowie der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und die Ärzteorganisation IPNNW erwarten vom neuen NRW-Ministerpräsidenten und stellvertretenden CDU-Bundesvorsitzenden Armin Laschet, dass er seinen Worten Taten folgen lässt und sich in Berlin für einen sofortigen Exportstopp deutscher Brennelemente aus Lingen und von angereichertem Uran aus Gronau zu den Pannenreaktoren nach Tihange und Doel einsetzt.

Aus dem IPPNW-Forum 149/2017

Der Weg für einen Exportstopp ist frei

Brennelemente-Lieferungen aus Lingen in die grenznahen Pannenreaktoren sind rechtlich zweifelhaft

Foto: von Pay Numrich (Pay Numrich; feinfrisch.net) [CC BY-SA 3.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons06.06.2017 

Die Brennelementefabrik in Lingen gehört einer Tochterfirma des französischen Konzerns Areva und hat genau wie die Urananreicherungsanlage von Urenco in Gronau eine zeitlich unbefristete Betriebserlaubnis – trotz deutschem Atomausstieg. Beide Betriebe exportieren ihr gefährliches Gut in alle Welt. Aktuelle Medienaufmerksamkeit findet die Brennelementefabrik Lingen, weil von hier aus die grenznahen Atomkraftwerke Tihange, Doel, Fessenheim und Cattenom beliefert werden, die nachgewiesene hohe Sicherheitsmängel aufweisen.

IPPNW-Pressemitteilung vom 31.05.2017

Deutscher Ärztetag warnt vor Verharmlosung möglicher Strahlenschäden

Freimessung nach AKW-Rückbau und -Abriss

Das ehemalige DDR-AKW Lubmin soll nach dem Willen der bundeseigenen EWN aus Kostengründen bis 2028 abgerissen werden, anstatt wie vorher geplant 50 Jahre abzuklingen. Foto: IPPNW31.05.2017 

Die Delegierten des 120. Deutschen Ärztetages 2017 haben anlässlich des deutschen Ärztetages in Freiburg vor der Verharmlosung möglicher Strahlenschäden durch die geplante Verteilung von gering radioaktivem Restmüll aus dem Abriss von Atomkraftwerken gewarnt. Damit stellt sich die deutsche Ärzteschaft hinter die Position der IPPNW zum AKW-Rückbau und -Abriss, nachdem sich im vergangenen Herbst bereits die Landesärztekammer Baden-Württemberg in einer Entschließung gegen das geltende Verfahren zur Freimessung ausgesprochen hatte.

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