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Aktuelles zum Thema "Atomenergie"

Pressemitteilung vom 18.07.2018

Mitglieder der Reaktorsicherheitskommission beruflich befangen

EDF-Framatome Erlangen/Lingen arbeitet für belgische AKWs

Blockade der atomaren Brennelementefabrik von AREVA in Lingen, 2015, Foto: http://blog.eichhoernchen.fr/18.07.2018 

Der Vorsitzende der Reaktorsicherheitskommission (RSK), Rudolf Wieland, hat bestätigt, dass mehrere leitende Angestellte ausgerechnet des Atomkonzerns EDF-Framatome in Erlangen an der heftig umstrittenen Stellungnahme zur angeblichen "Sicherheit" der belgischen Reaktoren Tihange 2 und Doel 3 im federführenden RSK-Ausschuss "Druckführende Komponenten und Werkstoffe" (DKW) mitgewirkt haben. Dennoch machte Wieland gestern Abend in den Aachener Nachrichten irreführende Angaben zum offensichtlichen Vorliegen einer beruflichen Befangenheit: Denn laut § 10 der RSK-Satzung sind Mitglieder, die "gegen Entgelt" bei einem zu untersuchenden Unternehmen "beschäftigt sind" und in der "zur Beratung anstehenden Angelegenheit einen unmittelbaren Vorteil oder Nachteil haben (können)", bereits von der Beratungstätigkeit an sich auszuschließen und nicht erst von den Abstimmungen.

Aus dem Atomenergie-Newsletter

Neue Stromtrassen für den Import von Kohle- und Atomstrom?

By Pixspot.de [CC BY-SA 4.0  (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], from Wikimedia Commons16.07.2018 

Grenzüberschreitende Stromtrassen, ein europäisches "Supernetz" soll die Energiewende auf die Zielgerade bringen. In Wirklichkeit konterkarieren Vorstellungen eines europaweiten Stromaustauschs die Wende hin zu erneuerbaren Energien. Stromimporte sind nichts anderes als Kohle- und Atomstrom durch die Hintertür. Ein Kohleausstieg in Deutschland ist nichts wert, wenn stattdessen Kohlestrom importiert wird. Es bedarf einer nüchternen Debatte über die notwendigen Back-Up-Systeme für die Wind- und Solarenergie zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit. Weiter ..

Aus dem Atomenergie-Newsletter

Tokyo 2020

Die radioaktivem Olympischen Spiele

Radioaktive Olympische Spiele (c) Alex Rosen16.07.2018 

Japan lädt die Sportler der Welt zu sich ein: 2020 sollen die Olympischen Spiele in Tokio stattfinden. Wir hoffen auf friedliche und faire Spiele. Gleichzeitig sind wir besorgt, denn auch in der Hauptstadt der Präfektur Fukushima sind olympische Wettkämpfe geplant: Baseball und Softball-Spiele sollen in Fukushima Stadt ausgetragen werden – 50 km vom havarierten Atomkraftwerk Fukushima Dai-ichi entfernt. 2011 kam es dort zu einem mehrfachen Super-GAU. Radioaktive Wolken verstrahlten damals Japan und den umliegenden Ozean - vergleichbar nur mit dem Super-GAU in Tschernobyl.

Ausgeträumt

Keine Renaissance der Atomenergie in den USA

By Photographer: Eric Evenson, USGS [Public domain], via Wikimedia Commons15.07.2018 

Atomenergie ist weltweit vor allem in Ländern mit militärischen Atomwaffenprogrammen oder ihren engen Verbündeten verbreitet. Ein Drittel aller Atomenergie weltweit wird allein durch die USA produziert. Frankreich steht mit 15% der globalen Atomenergieproduktion an Platz zwei, gefolgt von China mit 9% und Russland mit 7,5%. Großbritannien liegt mit 2,5% dagegen relativ abgeschlagen auf Platz 9 der atomenergieproduzierenden Staaten. Zusammen produzieren die 5 offiziellen Atomwaffenstaaten rund 2/3 der Atomenergie weltweit. Atomenergie ist also bei weitem kein globales Phänomen, sondern auf eine Handvoll von Staaten begrenzt, wobei die USA das mit Abstand wichtigste Land für die militärische und zivile Atomindustrie bleiben.

IPPNW-Forderung an Bundesumweltministerium

Mehr Schutz für Schwangere und Kleinkinder bei Reaktorunfällen

By Krish Dulal [CC BY-SA 3.0  (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], from Wikimedia Commons12.07.2018 

Ein relevanter Schädigungsmechanismus des Genoms durch ionisierende Strahlung ist die Verursachung numerischer (Aneuploidie) und struktureller Chromosomen-Aberrationen. Als Pathomechanismus kommen Schädigungen der Spindelfasern und anderer Zellorganellen in Frage, welche an der geordneten Verteilung der Chromosomen auf die Tochterzellen in Mitose und Meiose beteiligt sind. Neuere Untersuchungen an verschiedensten menschlichen Zellen in Kultur belegen die Wirksamkeit dieses Pathomechanismus auch bei niedrigen Strahlendosen bis 10 mSv.

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