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Aktuelles zum Thema "Atomenergie"

Die Globale Energiewende

Ein Workshop-Bericht von Angelika Claußen

Dr. Angelika Claußen, Foto: IPPNW14.09.2017 

"Wie weiter mit dem Atomwaffenverbotsvertrag", Klimawandel, Waffenexporte und extreme Ungleichheit aufgrund der gegenwärtigen neoliberalen Weltwirtschaftsordnung als Konflikttreiber, das waren die Topthemen auf dem Weltkongress der IPPNW in York. Mit mehreren Workshops zu aktuellen zivil-militärischen Zusammenhängen, zur Energiewende, zum Atomerbe/Atommüll sowie zum Uranbergbau gelang es uns, die von der Kongressorganisation ausgesparten Atomthemen wieder in das Gesamtbild hinein zu holen. Im Workshop zur globalen Energiewende und zum dazu notwendigen Ausstieg aus den fossilen Energien Atom und Kohle legten wir den Fokus auf den Versuch von einigen international tätigen Atomkonzernen, den Neubau von Atomreaktoren durchzusetzen. Im Mittelpunkt standen die englische und französische Atomindustrie, beide Länder sind gleichzeitig Atomwaffenländer.

Gesundheitsgefahr atomares Erbe

Atommülllager Gorleben, By Siegfried Wessler (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons14.09.2017 

Wir sehen uns als Gesellschaft derzeit mit der großen Herausforderung konfrontiert, verantwortungsvoll mit den Hinterlassenschaften des dämmernden atomaren Zeitalters zu verfahren. Die atomaren Wüsten, die der Uranbergbau hinterlassen hat, mögen dank massiver Dekontaminations- und Renaturierungsmaßnahmen oberflächlich beseitigt sein, die Uranminen zum Teil verfüllt oder geflutet und die ersten Atomreaktoren werden langsam „zurück gebaut“, aber das wahre Ausmaß des radioaktiven Erbes wird uns gerade erst bewusst. Mehr als 70 Jahre nach Beginn des Atomzeitalters wird zum ersten Mal ernsthaft darüber gesprochen, wie mit dem atomaren Müll umzugehen ist. Die Atomkonzerne haben sich mit der Thematik längst befasst und die Verantwortung für die Versorgung den von ihnen jahrzehntelang produzierten Atommüll auf die Allgemeinheit und die Steuerzahler abgewälzt.

Deutschland sucht ein "Endlager"

Endlagersuche, Abb. von Pusch, M., Unveröff. Diplomarbeit, TU München, 2009. [Copyrighted free use], via Wikimedia Commons14.09.2017 

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) hat im August damit begonnen, bundesweit geologische Daten für die Suche nach einem sogenannten „Endlager“ zu erheben, in das die hoch-radioaktiven Abfälle aus den deutschen Atomkraftwerken eingelagert werden sollen. Dies ist ein erster Schritt im neuen Standortauswahlprozess . Ziel des ersten Verfahrensschrittes ist die Ermittlung von „Teilgebieten“ in Deutschland, die grundsätzlich für die Errichtung eines Endlagers in Betracht kommen.

Ärztetag unterstützt IPPNW-Forderung zum AKW-Rückbau

Kühlturm Neckarwestheim, qwesy qwesy [CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons13.09.2017 

Wird strahlendes Metall aus abgerissenen AKWs irgendwann unkontrolliert in Heizkörpern, Kochtöpfen oder Autokarossen auftauchen? Beim AKW-Rückbau ist vorgesehen, gering radioaktiven Restmüll aus dem Abriss von Atomkraftwerken „freizumessen“. „Freimessung“ bedeutet, dass gering radioaktives Material anhand willkürlich festgelegter Grenzwerte und hypothetischer Belastungsdosen für unbedenklich erklärt und aus der Aufsicht der Strahlenschutzbehörden entlassen wird. Der strahlende Abfall soll dann ohne weitere Strahlenschutzkontrollen auf regulären Mülldeponien gelagert oder überwiegend in die allgemeine Wiederverwertung eingespeist werden. 

IPPNW-Pressemitteilung vom 05.09.2017

IPPNW begrüßt Jodtabletten-Vorverteilung in Aachen

– andere Regionen müssen nun folgen

Menschenkette gegen den Betrieb des AKW Tihange 2017. Foto: IPPNW05.09.2017 

Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW begrüßt die Vorverteilung von Jodtabletten in Aachen als sinnvolle Vorsorgemaßnahme gegen Schilddrüsenkrebs im Falle eines Atomunfalls in belgischen Atomkraftwerken. Der IPPNW-Vorsitzende und Kinderarzt Dr. med. Alex Rosen dazu: „Damit kommt zumindest diese Kommune einer Forderung nach, die Ärztinnen und Ärzten schon seit den Erfahrungen mit Tschernobyl erhoben haben. Auch in Aachen ging die politische Entscheidung zur Vorverteilung von Jodtabletten an die Bevölkerung von einer Initiative der IPPNW aus, die die Lokalpolitiker mit den möglichen gesundheitlichen
Konsequenzen einer Atomkatastrophe konfrontierte. Ähnliche Vorverteilungen müssen nun auch in anderen Kommunen erfolgen, in deren Umgebung noch Atomkraftwerke betrieben werden.“

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