Atomenergie

Atomenergie ist ursprünglich ein reines Beiprodukt der Atomwaffenherstellung gewesen und bleibt bis heute von der militärischen Nutzung nicht zu trennen. Es ist eine Energieform, die das Gegenteil von nachhaltig ist: Zwei Generationen erzeugen Strom, die anfallenden Abfälle bleiben auf Jahrtausende radioaktiv. Die IPPNW beschäftigt sich mit den gesundheitlichen Folgen jeglicher radioaktiven Strahlung, ob aus der alltäglichen Nutzung von Atomenergie oder aus den Folgen von Atomkatastrophen und Atomwaffentests und anderen militärischen Anwendungen, wie atomgetriebene U-Boote. Wir arbeiten aus pazifistischer Überzeugung für eine gesunde, klima- und zukunftsverträgliche Energieversorgung aus 100% erneuerbaren Energien.

Mehr über unsere Themen und Projekte

Aktuelle Aktionen

Sammeleinwendung gegen den Ausbau der Brennelemente-Fabrik Lingen

Gegen eine Ausweitung der Brennelemente-Produktion im emsländischen Lingen können Einwendungen beim Niedersächsischen Umweltministerium eingereicht werden. Die geplanten Produktionssteigerungen stehen im Zusammenhang mit dem Nukleardeal zwischen Framatome und der russischen Atomenergiebehörde Rosatom. Sie läuft einer konsequenten Vervollständigung des deutschen Atomausstiegs zuwider und ist eine Einladung an die russische Regierung, sich noch tiefer im europäischen Atomgeschäft zu verwurzeln. Jetzt können Sie eine Vorlage der IPPNW zur Sammeleinwendung herunterladen, ausdrucken und unterschreiben.

IPPNW-Fukushima-Anzeige 2024

Atomenergie: Gefährlich, teuer und kein Klimaretter!

Am 11. März 2024 jährt sich die Atomkatastrophe von Fukushima zum dreizehnten Mal. Zu diesem Anlass wollen wir wie in den vergangenen Jahren eine ganzseitige Anzeige in der Süddeutschen Zeitung veröffentlichen – als deutlichen Appell für einen echten Klimaschutz und die Vollendung des Atomausstiegs.

Wir bitten Sie, die Anzeige zu unterschreiben und mit Ihrem Beitrag die Veröffentlichung zu ermöglichen.

Einsendeschluss ist der 3. März 2024.

Hier unterzeichnen

Petition

Verbot militärischer Angriffe auf AKWs und Schaffung von entmilitarisierten Sicherheitszonen

Die Entwicklungen um das AKW Saporischschja in der Ukraine sind besorgniserregend. Krieg in einem Land mit laufenden Atomreaktoren ist ein Novum und ein Tabubruch. Im Falle eines Super-GAUs könnte sich die radioaktive Strahlung je nach Windrichtung über große Teile der Ukraine und Europas ausbreiten. Mit jedem Tag, den der Ukraine-Krieg andauert, steigt rein statistisch die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer nuklearen Katastrophe kommt. Daher rufen wir die NVV-Vertragsstaaten auf, sich auf eine Erklärung für ein Verbot von militärischen Angriffen auf nukleare Anlagen zu einigen und entmilitarisierte Sicherheitszonen von mind. 30 km rund um Atomkraftwerke zu schaffen.

Aktuelles zum Thema "Atomenergie"

Kurzstudie

Urenco – Eine Gefährdung für Atomausstieg und Frieden

16.03.2021 Mit einer umfassenden Kritik über die Geschäfte des Atomkonzerns Urenco mit seiner Urananreicherungsanlage Gronau und der Zentrifugenforschung Jülich untermauern Atomkraftgegner*innen der Initiative "Sofortiger Atomausstieg Münster" (SofA) ihre Forderung nach Abschaltung aller Atomanlagen. Dafür fehlt allein der politische Wille. In ihrer Sachverständigen-Stellungnahme für eine Anhörung im nordrhein-westfälischen Landtag arbeiteten die Aktivist*innen erneut zahlreiche Kritikpunkte gegen den Weiterbetrieb der Atomanlagen heraus. Dabei im Mittelpunkt: Deutschland schaltet sein letztes Atomkraftwerk Ende kommenden Jahres ab. Doch die Uranfabriken dürfen zeitlich unbefristet weiterproduzieren.

Zehnter Jahrestag von Fukushima

Konsequente Energiewende statt Atomkraft

Gemeinsame Erklärung von über 50 Organisationen

11.03.2021 In jüngster Zeit wird die Atomkraft vermehrt unreflektiert als „klimaneutral“ und „umweltfreundlich“ dargestellt. Die jahrzehntealte Mär von angeblich sicheren zukünftigen Reaktoren hat wieder Konjunktur.

Mehr als 50 unterzeichnende Organisationen, Gruppen und Verbände erklären anlässlich des Jahrestages des Super-GAUs von Fukushima:

Diese Aussagen sind Gift für eine sichere und klimagerechte Zukunft!

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IPPNW-Pressemitteilung vom 10. März 2021

10 Jahre Fukushima - Die Atomkatastophe dauert an

Schilddrüsenkrebs bei Kindern 20 Mal häufiger als erwartet

10.03.2021 Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW warnt anlässlich des 10. Jahrestages der Atomkatastrophe von Fukushima vor den gesundheitlichen Folgen des mehrfachen Super-GAUs: "Bei Kindern und Jugendlichen in Fukushima sind nach der initialen Reihenuntersuchung 20 Mal mehr Schilddrüsenkrebsfälle gefunden worden, als zu erwarten gewesen wären“, so der Kinderarzt und IPPNW-Vorsitzende Dr. Alex Rosen. Die IPPNW widerspricht damit klar dem Bundesamt für Strahlenschutz und dem UN-Komittee UNSCEAR.

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10.03.2021 Vollmundig kündigte der japanische Premierminister Shinzo Abe auf dem Treffen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) im September 2013 in Buenos Aires an, dass die Situation im havarierten Atomkraft Fukushima Dai-ichi unter Kontrolle sei. Gerade einmal zweieinhalb Jahre nach Beginn der Atomkatastrophe im März 2011, war das eine mutige Feststellung, vor allem, weil Situation offensichtlich alles andere als unter Kontrolle war. Große Teile der japanischen Hauptinsel Honshu waren durch den radioaktiven Niederschlag des dreifachen Super-GAUs verstrahlt worden, rund 200.000 Menschen mussten ihre Heimat verlassen, ganze Dörfer und Landstriche waren evakuiert worden und täglich traten große Mengen an radioaktivem Wasser aus den zerstörten Reaktorgebäuden ins Grundwasser und ins Meer, während sich an Land Hunderttausende Müllsäcke mit radioaktivem Abfall häuften und rund um die Reaktoren Tanks für stark verstrahltes Kühlwasser.

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Artikel von Dr. Alex Rosen

Olympia-Show in der Sperrzone

Vom Verdrängen und Erinnerung der Atomkatastrophe von Fukushima

10.03.2021 Geht es nach dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) und der japanischen Regierung, soll der Olympische Fackellauf am 25. März 2021 am J-Village starten, einer Sportstätte, die in den letzten Jahren als Zentrale der Rettungs- und Aufräumarbeiten am havarierten AKW Fukushima Dai-ichi genutzt wurde. Zahlreicher radioaktiver Hotspots zum Trotz soll der Fackellauf von hier aus direkt durch die Sperrzone von Fukushima führen, durch die verstrahlten Ortschaften Naraha, Kawauchi, Tomioka, Okuma, Katsurao, Namie und Minami-Soma, wo jeweils „Feierlichkeiten“ stattfinden sollen.

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Aktion
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Nukleare Kette
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News und Kommentar
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Ansprechpartner*in

Angela Wolff

Angela Wolff
Referentin Atomausstieg, Energiewende und Klima
wolff [at] ippnw.de

Materialien

Öffentliches Fachgespräch im Bundestag zum Thema „Austausch über die Atomkatastrophen in Tschernobyl und Fukushima sowie die aktuelle Situation in Saporischschja“ vom 15. März 2023

Statement von Dr. Angelika Claußen "Atomkraft ist eine Hochrisikotechnologie – zivil wie militärisch"

Titelfoto: Stephi Rosen
IPPNW-Forum 174: Der unvollendete Ausstieg: Wie geht es weiter für die Anti-Atom-Bewegung?
auf ISSUU lesen  |  PDF  |  im Shop bestellen

IPPNW-Information: Radioaktive „Niedrigstrahlung“. Ein Blick auf die Fakten (PDF)

IPPNW Forum: 10 Jahre Leben mit Fukushima
IPPNW-Forum "10 Jahre Leben mit Fukushima": 
auf isssuu.com lesen

Risiken und Nebenwirkungen der Atomenergie
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