Atomenergie

Atomenergie ist ursprünglich ein reines Beiprodukt der Atomwaffenherstellung gewesen und bleibt bis heute von der militärischen Nutzung nicht zu trennen. Es ist eine Energieform, die das Gegenteil von nachhaltig ist: Zwei Generationen erzeugen Strom, die anfallenden Abfälle bleiben auf Jahrtausende radioaktiv. Die IPPNW beschäftigt sich mit den gesundheitlichen Folgen jeglicher radioaktiven Strahlung, ob aus der alltäglichen Nutzung von Atomenergie oder aus den Folgen von Atomkatastrophen und Atomwaffentests und anderen militärischen Anwendungen, wie atomgetriebene U-Boote. Wir arbeiten aus pazifistischer Überzeugung für eine gesunde, klima- und zukunftsverträgliche Energieversorgung aus 100% erneuerbaren Energien.

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Petition

Verbot militärischer Angriffe auf AKWs und Schaffung von entmilitarisierten Sicherheitszonen

Die Entwicklungen um das AKW Saporischschja in der Ukraine sind besorgniserregend. Krieg in einem Land mit laufenden Atomreaktoren ist ein Novum und ein Tabubruch. Im Falle eines Super-GAUs könnte sich die radioaktive Strahlung je nach Windrichtung über große Teile der Ukraine und Europas ausbreiten. Mit jedem Tag, den der Ukraine-Krieg andauert, steigt rein statistisch die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer nuklearen Katastrophe kommt. Daher rufen wir die NVV-Vertragsstaaten auf, sich auf eine Erklärung für ein Verbot von militärischen Angriffen auf nukleare Anlagen zu einigen und entmilitarisierte Sicherheitszonen von mind. 30 km rund um Atomkraftwerke zu schaffen.

Aktuelles zum Thema "Atomenergie"

Kommentar von Matthias Eickhoff

Lingen: Brennelementefabrik auf atomarer Ostexpansion

Demonstration in Lingen am Samstag, 21. Januar 2023

13.01.2023 Wenn am 21. Januar 2023 um 13 Uhr vor dem AKW in Lingen für den Atomausstieg demonstriert wird, dann geht es nicht nur um die unnützen und gefährlichen AKW-Laufzeitverlängerungen. Denn nur wenige hundert Meter weiter arbeitet der Brennelementehersteller Framatome an einer massiven atomaren Ostexpansion. Dazu möchte das französische Staatsunternehmen – mehrheitlich eine Tochter von Électricité de France (EdF) – die Atomanlage sogar ausbauen. Ein entsprechender Genehmigungsantrag liegt im Hannoveraner Umweltministerium.

Diese Ostexpansion beruht auf zwei Säulen: Zum einen bezieht Framatome im Auftrag diverser AKW-Betreiber in Westeuropa, z.B. aus der Schweiz, nach einer kurzen Kriegspause wieder in vollem Umfang Uran aus Russland. Geschäftspartner dort ist der Kreml-Konzern Rosatom, der für die russische Regierung das global-strategische Atomgeschäft organisiert. Zugleich ist Rosatom aber auch direkt am völkerrechtswidrigen Besatzungsregime im ukrainischen AKW Saporischschja beteiligt, das im vergangenen Frühjahr von russischen Truppen besetzt wurde.

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Pressemitteilung vom 06. Januar 2023

Stoppt die Zerstörung von Lützerath!

Umwelt-, Friedens- und Klimaschutzorganisation erklären die Räumung als fatales Signal für den Klimaschutz

06.01.2023 In einer gemeinsamen Presseerklärung forderten heute 14 Umwelt-, Friedens- und Klimaschutzorganisationen die zuständigen Instanzen von Legislative und Exekutive dazu auf, sofort Beschlüsse zu fassen, welche die Zerstörung von Lützerath unterbinden. Sie warnten davor, dass die Zerstörung von Lützeraths ausbeutbaren Abermillionen Tonnen Braunkohle zu einer wesentlichen Verschärfung der Treibhausgas-Problematik beitragen werde.

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Pressemitteilung vom 15. Dezember 2022

Brennstäbeexport Lingen-Russland-Kasachstan - Endkunde ist chinesischer Atomkonzern CGN

Russisches Uranschiff weiter in Rotterdam - "Fragwürdige Geschäfte" mit China

15.12.2022 Wie der "Spiegel" heute berichtet, hat sich der französische Atomkonzern Framatome bei dem Brennelemente-Deal mit Kasachstan auch auf "fragwürdige Geschäfte" mit China eingelassen. Die Brennstäbe aus dem emsländischen Lingen sollen letztlich in chinesischen Atomkraftwerken des staatlichen Atomkonzerns CGN zum Einsatz kommen. Aber die US-Regierung hat schon im Herbst 2021 die Ausfuhr von "radioaktiven Materialien" an CGN wegen des Verdachts auf mögliche militärische Aktivitäten "ausgesetzt". Die zuständigen Bundesministerien Wirtschaft und Auswärtiges wollten sich gegenüber dem "Spiegel" zu dem Atom-Deal nicht äußern.

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Pressemitteilung vom 13. Dezember 2022

Framatome-Brennstäbe aus Lingen für Kasachstan. Auch wieder russisches Uran für Lingen?

Russisches Uranschiff heute wieder in Rotterdam: Morgen, 14.12., 14 Uhr: Mahnwache Framatome Lingen

13.12.2022 Anti-Atomkraft-Organisationen aus dem Emsland und dem Münsterland rufen für den morgigen Mittwoch, 14. Dezember, um 14 Uhr erneut zu einer Mahnwache vor der Lingener Brennelementefabrik des französischen Atomkonzerns Framatome auf. Anlass ist die Ankunft des russischen Uranschiffs "Mikhail Dudin" im Hafen von Rotterdam am heutigen Dienstag. Das Schiff ging heute Vormittag zunächst in Warteposition vor der Hafeneinfahrt.

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Pressemitteilung vom 08. Dezember 2022

Russland, China, Kasachstan, Tschechien, Bulgarien – Deutschland als Basis für massive Ostexpansion von Framatome

Reaktion der Hannoveraner Atomaufsicht "gefährlich naiv" - Russland und China weiten Einfluss via Frankreich deutlich aus - Wird Brennelementefabrik Lingen ausgebaut?

08.12.2022 Anti-Atomkraft-Organisationen kritisieren scharf, dass der französische Atomkonzern Framatome aktuell über seine deutschen Standorte in Lingen und Erlangen eine massive Ostexpansion betreibt und dabei den Einfluss Russlands und Chinas auf die Atompolitik deutlich ausweitet. Dabei ist sogar ein Ausbau der Lingener Brennelementefabrik geplant, denn Framatome hat beim Landesumweltministerium in Hannover die Produktion "russischer" Brennelemente beantragt. Die Anti-Atom-Organisationen fordern vollständige Aufklärung zu den vorliegenden Plänen und eine umfassende Öffentlichkeitsbeteiligung. Das Lingener Bündnis AgiEL hat dazu bereits gestern an die Landes-Atomaufsicht geschrieben. Die bisherige positive Reaktion des Ministeriums erscheint angesichts der internationalen Verflechtungen von Framatomes Atompolitik gefährlich naiv.

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Ansprechpartner


Patrick Schukalla
Referent Atomausstieg, Energiewende und Klima
E-Mail: schukalla[AT]ippnw.de

Materialien

Forum 169. Foto: Paul Lovis Dorfmann / Campact
IPPNW-Forum 169: "Greenwashing von Atomkraft – Ein Super-GAU für die Energiewende"
auf ISSUU lesen

IPPNW-Information: Radioaktive „Niedrigstrahlung“. Ein Blick auf die Fakten (PDF)

IPPNW Forum: 10 Jahre Leben mit Fukushima
IPPNW-Forum "10 Jahre Leben mit Fukushima": 
auf isssuu.com lesen

Risiken und Nebenwirkungen der Atomenergie
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