Atomenergie

Atomenergie ist ursprünglich ein reines Beiprodukt der Atomwaffenherstellung gewesen und bleibt bis heute von der militärischen Nutzung nicht zu trennen. Es ist eine Energieform, die das Gegenteil von nachhaltig ist: Zwei Generationen erzeugen Strom, die anfallenden Abfälle bleiben auf Jahrtausende radioaktiv. Die IPPNW beschäftigt sich mit den gesundheitlichen Folgen jeglicher radioaktiven Strahlung, ob aus der alltäglichen Nutzung von Atomenergie oder aus den Folgen von Atomkatastrophen und Atomwaffentests und anderen militärischen Anwendungen, wie atomgetriebene U-Boote. Wir arbeiten aus pazifistischer Überzeugung für eine gesunde, klima- und zukunftsverträgliche Energieversorgung aus 100% erneuerbaren Energien.

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Aktuelles zum Thema "Atomenergie"

IPPNW-Pressemitteilung vom 10. März 2022

Fukushima-Jahrestag: Atomare Gefahr in der Ukraine

Ärzteorganisation fordert Abzug aller Truppen

10.03.2022 Die mehrfache Katastrophe von Fukushima hat vor elf Jahren in Deutschland zu der Erkenntnis geführt, dass Atomenergie nirgendwo sicher zu betreiben ist. Für die Ärzt*innenorganisation IPPNW zeigt der Ukrainekrieg erneut die dringliche Notwendigkeit, sich von Atomenergie und fossilen Energien unabhängig zu machen. Von den vier ukrainischen Atomkraftwerken mit insgesamt 15 Reaktorblöcken geht eine große Bedrohung für das Leben und die Gesundheit aus. „Raketeneinschläge in der Nähe der aktiven Atomkraftwerke wie Saporischjschja oder dem Atomkraftwerk Südukraine sind ein Spiel mit dem atomaren Feuer“, so die IPPNW-Vorsitzende Dr. med. Angelika Claußen. Die Stromunterbrechung könnte eine Kernschmelze auslösen, von der die Menschen in ganz Europa betroffen wären.

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11 Jahre nach dem Super-GAU

Die Katastrophe ist noch immer aktuell

09.03.2022 Nach dem schweren Erdbeben in Japan und dem folgenden dreifachen Super-GAU in der Atomanlage Fukushima-Daiichi sind elf Jahre vergangen.

Die ehemaligen Evakuierungsgebiete sind zwar offiziell wiederbesiedelt, in einigen Orten sind aber nur ca. 30 % der Evakuierten zurückgekehrt – überwiegend ältere Menschen. Die Wiederbesiedlung ist unterhalb eines Strahlengrenzwertes von <20 mSv/a vorgesehen, obwohl die international geltenden Regeln für die Normalbevölkerung einen Grenzwert von <1mSv/a vorschreiben.

Indem die japanische Regierung an der Notstandsverordnung in diesen Gebieten festhält, nimmt sie die mögliche gesundheitliche Gefährdung der Bewohner*innen bewusst in Kauf. Fukushima ist weit entfernt von jeglicher Normalität.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 04. März 2022

Krieg in der Ukraine: Es droht eine nukleare Katastrophe

Friedensnobelpreisträger-Organisation sieht Entwicklungen mit großer Sorge

04.03.2022 Mit dem Beschuss von Gebäuden, die zum größten Atomkraftwerk Europas gehören, dem ukrainischen AKW Saporischschja, rückt mit den Horrorszenarien des Krieges eine nukleare Katastrophe in greifbare Nähe. Die Friedennobelpreisträger-Organisation IPPNW (Internationale Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges) hatte in der Vergangenheit eindringlich vor dieser Gefahr gewarnt. Sie forderte die russische Regierung auf, jedweden Beschuss nuklearer Anlagen zu unterlassen und die Sicherheitsstrukturen der ohnehin gefährlichen Nukleareinrichtungen nicht zu gefährden.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 04. März 2022

Ukraine-Krieg: Kohle- und Atomenergie sind keine Alternativen zu russischem Gas

Friedens-, Antiatom- und Umweltverbänden fordern „Energieunabhängigkeit jetzt!“

04.03.2022 Ein Bündnis von über 30 internationalen, zivilgesellschaftlichen Organisationen forderte in einem Statement heute von der Bundesregierung ein klares Bekenntnis zum Atom- und Kohleausstieg. Die Atom- und Kohlegeschäfte mit Russland und weltweit müssten beendet werden – Importe von Erdgas seien ebenfalls keine Option. Stattdessen müsse der Ausbau erneuerbarer Energien mit einem massiven Sofort-Programm gefördert werden, hieß es in dem Papier.

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Pressemitteilung vom 11. Februar 2022

Macrons Atompläne sind radioaktiver Alptraum:

Teurer und gefährlicher Irrweg - Militärische Komponente wird unterschätzt

11.02.2022 Auf scharfe Kritik von Anti-Atomkraft-Initiativen aus NRW und Niedersachsen sowie des Bundesverbands Bürgerinitiativen Umweltschutz und der Friedensnobelpreisträgerin IPPNW stoßen die Pläne des französischen Präsidenten Macron zum Neubau von sechs Atomkraftwerken sowie zur Planung von acht weiteren in Frankreich.

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Fukushima-Anzeige


11 Jahre Fukushima - 36 Jahre Tschernobyl
Die Anzeige erschien am 11. März 2022 in der Süddeutschen Zeitung, Vielen Dank an 2.372 Unterstützer*innen!

Ansprechpartner



Paul-Marie Manière
Referent Atomausstieg, Energiewende und Klima
Tel.
030 698074-20
E-Mail: maniere[AT]ippnw.de

Ewald Feige
Vertretung Atomausstieg, Energiewende und Klima
Tel. 030 698074-11
E-Mail: feige[AT]ippnw.de

Materialien

Forum 169. Foto: Paul Lovis Dorfmann / Campact
IPPNW-Forum 169: "Greenwashing von Atomkraft – Ein Super-GAU für die Energiewende"
auf ISSUU lesen

IPPNW-Information: Radioaktive „Niedrigstrahlung“. Ein Blick auf die Fakten (PDF)

IPPNW Forum: 10 Jahre Leben mit Fukushima
IPPNW-Forum "10 Jahre Leben mit Fukushima": 
auf isssuu.com lesen

Risiken und Nebenwirkungen der Atomenergie
Risiken und Nebenwirkungen der Atomenergie
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