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Aktuelles zum Thema "Atomenergie"

IPPNW-Pressemitteilung vom 21.08.2017

Den Atomausstieg nicht weiter „vergolden"

IPPNW fordert noch vor der Wahl deutliche Vorgaben für die Atomindustrie

Broschüre "AKW-Abriss" - Wie uns Atomindustrie und Politik ihren radioaktiven Müll unterjubeln, Foto: www.baesh.de21.08.2017 

Die Ärzteorganisation IPPNW fordert die Parteivorsitzenden von CDU/CSU, SPD, Grüne, FDP und Die Linke auf, der Atomindustrie deutliche Vorgaben zu möglichen Laufzeitverlängerungen, zur Höhe finanzieller Ausgleichszahlungen und zu den Kosten von Zwischenlagerung und Endlagersuche zu machen. Den Konzernen dürfe der Atomausstieg nicht weiter „vergoldet“ werden. Das Bundesverfassungsgericht hatte den Atomausstieg Ende 2016 zwar gebilligt, den Bundesgesetzgeber aber dazu verpflichtet, bis Juni 2018 den begrenzten Weiterbetrieb von Atomkraftwerken zu gestatten oder alternativ einzelne Atomkraftwerksbetreiber zu entschädigen. Die Bevölkerung habe einen Anspruch darauf, noch vor der Bundestagswahl zu erfahren, was Atomkonzerne und Regierung nach der Wahl im Hinblick auf den Weiterbetrieb von Atomkraftwerken bzw. mögliche Entschädigungszahlungen vereinbaren werden.

Aus dem IPPNW-Atomenergie-Newsletter Juli 2017

Atomstrom ist überflüssig

13.07.2017 

Aufgrund der gigantischen Überkapazitäten im deutschen Kraftwerkspark waren die Atomkraftwerke schon immer überflüssig. Immer mehr liefern nun aber auch die erneuerbaren Energien gigantische Mengen an Strom. Nach Angaben des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) trugen die Erneuerbaren 2017 bislang im Wochenschnitt zu 37,7 Prozent zur Stromproduktion bei. In der 8. Kalenderwoche im Februar lag der Anteil sogar bei 52,8 Prozent, in der 15. Kalenderwoche Mitte April sowie in der 23. Kalenderwoche Anfang Juni bei rund 49 Prozent.

Aus dem IPPNW-Atomenergie-Newsletter Juli 2017

Die Schilddrüsenuntersuchungen in Fukushima müssen weitergehen

Atomkraftwerk Fukushima, April 2011, Quelle: Steven L. Herman [Public domain], via Wikimedia Commons12.07.2017 

Am 5. Juni veröffentlichte die Fukushima Medical University (FMU) die neuesten Zahlen ihrer laufenden Schilddrüsenuntersuchungen. Seit 2011 werden bei Menschen in der Präfektur Fukushima, die zum Zeitpunkt der Kernschmelzen unter 18 Jahre alt waren, alle zwei Jahre die Schilddrüsen untersucht. Ursprünglich begonnen, um die Sorgen der Bevölkerung über gesundheitliche Folgen der Atomkatastrophe zu zerstreuen, haben die Untersuchungen mittlerweile besorgniserregende Ergebnisse zu Tage gefördert. Auch in der aktuellen Veröffentlichung muss wieder eine unerwartet hohe Anzahl neuer Schilddrüsenkrebsfälle bei Kindern verzeichnet werden. Diesmal waren es sechs neue Fälle, die seit der letzten Veröffentlichung im Dezember 2016 gefunden wurden.

Aus dem IPPNW-Atomenergie-Newsletter Juli 2017

Phase-in und Phase-out der Atomenergie in der Schweiz

Atomkraftwerk Leibstadt, von RThiele (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons06.07.2017 

Die Geschichte der zivilen Nutzung der Atomkraft ist selbstverständlich eng mit derjenigen der PSR / IPPNW Schweiz verbunden und kann getrost als eigentliche Odyssee bezeichnet werden, die trotz des kürzlich gewonnenen Referendums immer noch anhält. Als Organisation war unsere Sektion  seit ihrer Gründung wiederholt maßgeblich an der politischen Diskussion um die Atomenergie beteiligt. Die «Atombombe» war zwar auch hierzulande eine Zeit lang ein Thema, jedoch ließ vor allem die «Atomenergie» das Blut wallen und war über Jahre Gesprächsthema auch am hinteresten Stammtisch. Der Entscheid vom 21. Mai 2017 wurde deshalb von vielen kritischen Mitbürgerinnen und - bürgern und auch von den Mitgliedern vieler NGOs, inklusive auch von uns Mitgliedern der PSR / IPPNW Schweiz mit großer Genugtuung und Erleichterung aufgenommen.

Aus dem IPPNW-Atomenergie-Newsletter Juli 2017

Kernbrennstoffsteuer: Konzerne bitten zur Kasse

Atomkonzerne, Grafik: By RobbyBer (Robert Steffens) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons06.07.2017 

Die Atomenergie-Politik ist seit jeher Anschauungsunterricht über den Zustand der Demokratie, über das Machtverhältnis zwischen Konzernen und der Allgemeinheit. Aktuell stellte das Bundesverfassungsgericht im Juni fest, dass die erst 2011 eingeführte Kernbrennstoffsteuer in der vorgenommenen Form mit dem Grundgesetz unvereinbar ist. Die Allgemeinheit wird nun wieder einmal für die Atomindustrie zur Kasse gebeten, denn der Staat muss nun rund 7 Milliarden Euro an die Konzerne bezahlen.

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