"Sreća prati hrabre" - "Das Glück folgt den Mutigen"
Und mir folgte es nach Belgrad….
Anfang August reiste ich für eine Famulatur im gelb triagierten Bereich des "urgentni centar" nach Belgrad. Als Teilnehmerin des Famulatur Programms "famulieren und engagieren" von IPPNW, hatte ich bereits im Vorhinein AnsprechpartnerInnen, durch deren Unterstützung ich vor Ort eine gut organisierte Famulaturstruktur mit extra mir zugeteilten MentorInnen vorfand. Schnell wurde mir Vertrauen entgegengebracht, was es mir ermöglichte, trotz fehlender Sprachkenntnisse eigenständig PatientInnen zu untersuchen und die dynamischen Abläufe in der Notaufnahme besser zu verstehen. Marija, eine serbische Medizinstudentin des SUMC, hatte für mich diesen Einsatzort ausgesucht und ihre spürbare Bemühung hatte sich bezahlt gemacht, es war ein idealer Bereich, um abwechslungsreich und vielseitig Wissen sammeln zu können und auch ohne serbisch Kenntnisse erschien es mir, also könnte ich gut mitwirken, nicht zuletzt durch die Übersetzung von KollegInnen und Google Lens.
Bis zu meinem letzten Dienst bin ich mit Freude auf die Arbeit und habe mich im Team sehr angenommen gefühlt.

Ich bin sehr erwartungsfrei nach Belgrad gereist und wurde mit viel Gastfreundschaft empfangen. MedizinstudentInnen des SUMC, besonders Marija wurde zu meiner vertrauten Kontaktperson. Sie bemühte sich mir Serbien vollumfänglich näher zu bringen und machte es möglich, dass ich Anschluss in der Stadt finden konnte. Es gab mir Sicherheit alleine sein zu können, aber es nicht zu müssen. Auch tat es mir gut, Gedanken vor Ort laut aussprechen zu können und jemanden zu haben, der mir dafür ein Ohr schenkte. Belgrad hat ein scheinbar unerschöpfliches Repertoire an Möglichkeiten seine Freizeit zu gestalten. So entdeckte ich die Stadt, die Geschichte, das Nachtleben und konnte mich an der wunderbaren Cafékultur erfreuen und bei zahlreichen "serbian coffees" zur Ruhe finden.
Mit Vorfreude blickte ich auf die Zeit nach meiner Famulatur, besonders auf die "Pride Week" Anfang September in Belgrad, wo ich als Freiwillige unterstützend tätig war. Ich bereitete Ausstellungen und Konzerte mit vor und übernahm organisatorische Tätigkeiten, während des Pride Walk. Durch vielseitige Gespräche und Begegnungen, lernte ich Serbien nochmal aus einem anderen Blickwinkel kennen. Eine Erfahrung, die ich definitiv nicht missen möchte.
Nicht zuletzt habe ich meine freie Zeit nutzen können um innerhalb Serbiens, aber auch in einige umliegende Länder reisen zu können. Meine Zeit hier hat mir die Möglichkeit gegeben, meine eigenen ersten Balkanerfahrungen zu machen und es werden bestimmt nicht meine letzten gewesen sein.
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