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Nordmazedonien

von Claire

Ich war im August-September im Nordmazedonien und hatte eine schöne Zeit. f&e hat mir nicht nur die Möglichkeit gegeben, eine Famulatur zu machen, sondern auch einen Schwerpunkt des Landes genauer zu erkunden. So konnte ich nach der einmonatigen Famulatur einen weiteren Monat beim Roten Kreuz verbringen. Ich habe mich für eine Famulatur in der Anästhesie entschieden, obwohl man auch andere Stationen hätte wählen können.

Mir hat es dort aber sehr gut gefallen, da mir viel erlaubt wurde und ich viele Gelegenheiten hatte, nachzufragen. Die Ärzt*innen konnten fast alle Englisch, was die Kommunikation sehr erleichtert hat und waren immer bereit meinen Fragen zu beantworten. Allerdings konnte ich mich mit den Pflegekräften meistens nur mit Hand und Fuß verständigen, da ich kein Mazedonisch konnte und sie meistens kein Englisch konnten.

Dann war ich in einem Migrantenlager in Tetonovo an der Grenze zu Serbien. Ich war dort mit dem Roten Kreuz. Es waren nicht viele Migranten da (ca. 5 Migranten), die meistens für ein paar Tage dort geblieben sind. Und es kamen öfters Gruppen, die für ein paar Stunden oder zum Abendessen geblieben sind. Für mich war es eine ganz besondere und lehrreiche Erfahrung. Im Team war immer ein Arzt dabei, der medizinische Hilfe geleistet und mir alles erklärt hat, und ich durfte auch ein bisschen mithelfen. Im Lager hatte man auch sonstige Aufgaben wie das Aussortieren von Kleidung. Man fährt aus Skopje vom Hauptbahnhof um ca. 7:30 Uhr los und kommt um 20 Uhr an. Das sind lange Tage, aber man kann ab und zu freie Tage nehmen und ein bisschen reisen. Mir wurde auch angeboten, in einem anderen Migrantenlager mitzuarbeiten.

Man hat sowohl für den Projektteil als auch für die Famulatur ziemlich viel Spielraum, um den Teil individuell zu gestalten. Mir wurde zum Beispiel vorgeschlagen, beim Obdachlosenhilfen oder in anderen Bereichen des Roten Kreuzes mitzuarbeiten.

Man ist mit dem Programm gut begleitet, man hat eine Ansprechperson, die im vorletzten Jahr bereits in das Zielland gereist ist und ihre Erfahrungen und hilfreiche Ratschläge geben kann. Man hat auch ein Vorbereitungs- und ein Nachbereitungswochenende, was sich als hilfreich erwiesen hat, um eine gelungene und reflektierte Zeit im Ausland zu haben. An diesen Wochenenden sind auch "Teamer*innen", die im vorletzten Jahr gereist sind und die neuen Teilnehmer unterstützen. Bei der Unterkunft wurde mir von einer Studentin in Skopje geholfen, und so konnte ich ein Zimmer im Studentenwohnheim bekommen. Das hat sich als sehr schön herausgestellt, da dort die ganze IFMSA-Gruppe gewohnt hat und man dadurch viel unternehmen konnte.

Ich kann das Programm als Ganzes sehr empfehlen, da man die Möglichkeit hat in einer Projekt vor Ort außerhalb der Krankenhaus mitzuerleben, mit alles organisatorisches geholfen wird und vor Ort eine Ansprechperson hat. Als Reiseland kann ich Nordmazedonien empfehlen. Obwohl es gar nicht so weit von uns entfernt ist, findet man dort unterschiedliche Lebensweisen, eine andere Küche und Kultur, und auch das Krankenhaus ist anders gestaltet. Der Projektteil im Migrantenlager war auf jeden Fall sehr empfehlenswert, da man dort sehr gut unterstützt wird und viel lernt.

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