An einem Freitagmittag wollte ich wegen einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung zum Arzt - alle drei Praxen in für mich erreichbarer Nähe waren schon um 12 Uhr freitags geschlossen. Also musste ich ins Krankenhaus. Das erste behandelt keine Patienten von außerhalb, auch nicht nur für ein Antibiotika-Rezept. Im nächsten war kein HNO-Arzt da, so musste ich ins dritte, wo ich 2,5 Stunden warten musste, bis ein HNO-Arzt zur Verfügung stand. Dort musste ich die 10 Euro Krankenhaus-Gebühr zahlen und bekam ein privates Rezept für das Antibiotikum - die 16 Euro dafür musste ich auch erst mal selbst zahlen. Der Apotheker sagte, ich müsse mir beim Hausarzt ein Kassenrezept besorgen, dann bekäme ich die 16 Euro zurück (minus 5 Euro Zuzahlung).
Die Sprechstundenhilfe meiner Ärztin aber sagte mir, dafür müsste mich die Ärztin noch mal untersuchen, sonst könne sie mir das Rezept nicht ausstellen (obwohl ich das Medikament ja schon eingenommen hatte und den Befund vom HNO hatte). Und ich sollte noch einmal 10 Euro Praxisgebühr zahlen.
Hätte ich das getan, hätte ich das Rezept in der Apotheke auch nicht mehr umtauschen müssen, denn dann hätte ich grade mal 1 Euro gespart (Praxisgebühr + Zuzahlung).. Und das Gesundheitssystem hätte eine völlig überflüssige Doppeluntersuchung zahlen müssen...
Wütend rief ich bei meiner Kasse an, um zu fragen, ob das stimme. Nein, 3 Stellen hatten versagt: weder das Krankenhaus, noch die Apotheke, noch die Sprechstundenhilfe hatten gewusst/bzw. mir gesagt, dass ich das Privatrezept einfach meiner Kasse schicken sollte, die es mir dann erstatten wird.
Vielleicht wusste man es in der Praxis, wollte aber mit einer weiteren Untersuchung Geld verdienen...
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