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IPPNW

Verantwortliches Verhalten und mutiges Handeln

Clara-Immerwahr-Auszeichnung der IPPNW

Die Absicht ist, verantwortliches Verhalten und mutiges Handeln zu fördern. Die größten Gefahren für die Menschheit und für Menschlichkeit sind von Menschen selbst gemacht. Natürliche Reichtümer, Wissen und Intelligenz werden immer noch - besonders für Rüstungszwecke - vergeudet, während weite Regionen der Erde mit allen grausamen Folgen für die Bewohner verarmen. Die Herausforderung an soziale Verantwortung verschärft sich durch den Kampf um Rohstoffe, religiöse Feindschaften und dem ökonomischen Gefälle zwischen Erster und Dritter Welt. Hinzu kommt die globale Unvereinbarkeit von Wachstumsdenken und Schutz der Ressourcen.

Als Folge solchen Wirtschaftens werden in der Gegenwart weltweit naturgegebene Grundlagen und soziale Bedingungen für Leben und Gesundheit ohne Rücksicht auf kommende Generationen schleichend verseucht und vernichtet. Damit gilt nicht nur mehr die Folgen eines Atomkrieges ärztlich zu betrachten, auch die Wirkung konventioneller Massenvernichtungsmittel und Zusammenhänge zwischen schleichender Umweltverseuchung und Krankheitsbildern sind aufzuzeigen. "Unsere Aufgabe als Arzt und Ärztin ist es, jede Bedrohung von Leben und Gesundheit abzuwenden."

Jeder Krieg ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, und er behindert Problemlösungen. Atomwaffen, chemische und biologische Kampfstoffe sind nicht nur Instrumente für Völkermord; sie bedrohen das Leben auf der Erde überhaupt. Sogenannte konventionelle Waffen können in hoch industrialisierten Gebieten ähnlich wirken.

Frieden wird von uns nicht alleine als zu erreichender Zustand begriffen, sondern als Prozess, der die prinzipiell konflikthafte Begegnung zwischen den Menschen einerseits und zwischen Mensch und Umwelt andererseits in der Art und Weise löst, dass die Grundlage der Ethik, die "Ehrfurcht vor dem Leben" bestimmend ist.

Wenn die globalen Gefahren abgewendet werden sollen, kommt es auf das Bewusstsein und die mutige Verantwortung der Einzelnen in ihren jeweiligen Lebens- und Arbeitszusammenhängen an.

Die Clara-Immerwahr-Auszeichnung wurde von der Sektion Deutschland der IPPNW geschaffen, um Personen zu würdigen und hervorzuheben, die sich in ihrem Beruf, an ihrem Arbeitsplatz ungeachtet persönlicher Nachteile aktiv gegen Krieg, Rüstung und gegen die anderen Bedrohungen für die Grundlagen menschlichen Lebens eingesetzt haben. Gleichzeitig sollen all jene, die lebensfeindliche Folgen ihrer Arbeit erkennen, ermutigt werden, aus der Sprachlosigkeit herauszutreten und mitzuhelfen bei der Erhaltung unserer Welt.

Der Name der Auszeichnung erinnert an die Chemikerin Clara Immerwahr (1870-1915), die sich als Ehefrau von Fritz Haber entschieden und mit höchstem persönlichen Einsatz gegen die Entwicklung und Anwendung von Giftgas verwahrte, welche ihr Mann vorantrieb. Sie nannte dies "eine Perversion der Wissenschaft".

Bitte Anfragen und Hinweise an:
IPPNW-Geschäftsstelle
Körtestraße 10
10967 Berlin
Tel.: 030/69 80 74 - 0
Fax: 030/693 8166
E-mail: ippnw@ippnw.de
Internet: www.ippnw.de

Spenden erbitten wir auf das Konto der IPPNW, Nr.: 502 303 33
Stadtsparkasse Gaggenau, BLZ: 665 512 90
mit dem Vermerk "Clara-Immerwahr-Auszeichnung"

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