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Freitag, 25. Mai 2012

Neues Deutschland, 30.12.2008

Israel erklärt »Krieg ohne Gnade«

Immer mehr Palästinenser sterben durch Luftangriffe

Nicht gegen die Zivilisten, sondern gegen die Hamas führe Israel diesen Krieg, behauptete Verteidigungsminister Ehud Barak am Montag. »Wir haben nichts gegen die Bewohner des Gaza-Streifens, aber wir führen einen Krieg ohne Gnade gegen die Hamas und ihre Verbündeten«, so der Politiker vor dem Parlament in Jerusalem. Im Unterschied zur Hamas bemühe sich Israel, zivile Opfer zu vermeiden, und lasse humanitäre Hilfe im Gaza-Streifen zu.

[Artikel auf neues-deutschland.de]

Morgenpost, 29.12.2008

Steinmeier warnt vor Eskalation des Konflikts

Gazastreifen

Drei Tage nach Beginn der israelischen Luftangriffe hat sich die Zahl der Todesopfer im Gazastreifen nach palästinensischen Angaben auf mindestens 360 erhöht. Wie die Gesundheitsbehörde in Gaza weiter mitteilte, wurden mindestens 1650 weitere Menschen verletzt.

[Artikel auf morgenpost.de]

FR, 12.12.2008

Atommeiler kommt vor Gericht

Biblis

Atomkraftgegner haben am Freitag Klage gegen das Kernkraftwerk Biblis beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof eingereicht. Den 1976 in Betrieb gegangenen Reaktor am Netz zu lassen, sei unverantwortlich, sagt Henrik Paulitz von der Deutschen Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs (IPPNW).

[Artikel auf fr-online.de]

die tageszeitung, 12.12.2008

Verstrahlter Goldesel

Sicherheitsmängel in Biblis

12.12.2008 

Der Atomreaktor Biblis B soll erst 2013 vom Netz. Bürgerrechtler kritisieren, dass der Meiler schon jetzt eine große Gefahr darstelle. Ihre Klage hat gute Chancen, erfolgreich zu sein.

[Artikel auf taz.de]

Berliner Zeitung, 12.12.2008

Atomkraftgegner wollen Biblis B per Klage stilllegen

Schwerwiegende Sicherheitsmängel als Begründung

12.12.2008 

Atomkraftgegner wollen heute beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel eine Klage einreichen, um die Stilllegung des südhessischen Kernkraftwerkes Biblis B zu erreichen. Der Meiler entspreche seit langem nicht mehr dem Stand der Wissenschaft und Technik und stelle ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar, sagte Henrik Paulitz von der Organisation Ärzte gegen den Atomkrieg (IPPNW) der Berliner Zeitung. "Wir haben die Klage jahrelang vorbereitet und sind der Auffassung, dass die Anlage zwingend stillgelegt werden muss, weil ihr Weiterbetrieb gegen das Atomgesetz verstößt." Ein Sprecher des hessischen Umweltministeriums erklärte dagegen, er gehe davon aus, dass die Klage erfolglos bleibe.

[Artikel auf berlinonline.de]

Berliner Tagesspiegel, 12.12.2008

Ärztevereinigung klagt auf Stilllegung des Akw Biblis

12.12.2008 

Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW will mit einer heute eingereichten Klage beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel die vorzeitige Stilllegung des Blocks B im Atomkraftwerk Biblis erzwingen. Zur Begründung verwies Henrik Paulitz, der Kernkraftexperte der in Deutschland rund 7000 Mitglieder zählenden Ärztevereinigung, auf mehr als 200 Sicherheitsmängel der Anlage, die vor allem auf deren hohes Alter zurückzuführen seien. Der zweite Block des Akw Biblis mit 1300 Megawatt Leistung ist schon seit 32 Jahren in Betrieb und soll nach derzeitigem Stand des Atomgesetzes erst im Jahr 2013 den Betrieb beenden.

[Artikel auf tagesspiegel.de]

Frankfurter Rundschau, 19.11.2008

Raus aus der Defensive

Gastbeitrag von Horst-Eberhard Richter

19.11.2008 

Im Juli jubelten an der Berliner Siegessäule 200 000 Deutsche, darunter viele Jüngere, Barack Obama zu. "Yes we can" riefen sie, also wollen sie mitmachen.

Fast gleichzeitig mit Obamas Wahl Anfang November wollten in Deutschland die Hessen eine neue Regierung bilden: Ihr Thema war keine andere Welt, immerhin eine grundsätzliche Bestimmung ihrer politischen Zukunft. Die 200 000 im Berliner Tiergarten hätten ja eine Ermutigung sein können, wenigstens einen Lichtstrahl von jenem Geist einzufangen, der jenseits des Atlantik so hell aufleuchtet. Lebt doch in den Köpfen der älteren Deutschen immer noch der Traum eines Willy Brandt, der zu seiner Zeit, Anfang der 70er Jahre, auch in die Richtung einer versöhnten Weltgemeinschaft wies. "Compassion" nannte Brandt seine politische Vision. Mitfühlen mit den Schwächeren als Triebkraft zur Überwindung der Klüfte zwischen Arm und Reich, zwischen West und Ost und zwischen Nord und Süd.

 

[Artikel auf fr-online.de]

junge welt, 27.10.2008

Erneut Kurs auf Gaza

Permanente Herausforderung: Bewegung »Free Gaza« versucht zum zweiten Mal, die Isolation des Palästinsergebiets auf dem Seeweg zu durchbrechen

27.10.2008 

Am morgigen Dienstag wird sich die »Free-Gaza«-Bewegung erneut auf den Seeweg in Richtung des von Israel blockierten palästinensischen Gebiets machen. An Bord werden sich unter anderem eine Friedensnobelpreisträgerin, fünf Ärzte, ein Knessetabgeordneter sowie ein Mitglied des palästinensischen Legislativrates befinden – insgesamt besteht die Besatzung aus 26 Passagieren und einer Crew. Sie wollen versuchen, in den Hafen von Gaza zu gelangen.

[Artikel auf jungewelt.de]

WOZ, 9. Oktober 2008

Kinder, Krebs und Strahlung

Die Indizien sagen: Schuldig!

09.10.2008 

In der Umgebung von Atomkraftwerken treten bei Kindern überdurchschnittlich viele Krebsfälle auf. Das zeigte eine deutsche Studie, die aber auch behauptet, das habe mit den AKWs nichts zu tun. Falsch, sagen renommierte ExpertInnen.
Die Geschichte gleicht einem Thriller: Ein gemeingefährliches Monster treibt sich herum, hinterlässt üppig Opfer, bevorzugt kleine Kinder - aber keiner kriegt es zu fassen. Ende September trafen sich auf Einladung der Gesellschaft für Strahlenschutz in Berlin einige hochkarätige WissenschaftlerInnen, die dem Monster auf die Spur kommen wollen. Im Kern ging es um die deutsche Kinderkrebsstudie (KiKK), die im letzten Dezember publiziert worden war. Eine Studie, die für viel Aufsehen und noch mehr Verwirrung gesorgt hat.

[Artikel auf woz.ch]

Neue Rheinische Zeitung, 03.09.2008

"Symbol für gewalttätigen Terror"

Büchel: Großdemonstration gegen dei vorerst letzten Atomwaffen in Deutschland

03.09.2008 

Rund zweitausend Friedensaktivisten hatten sich am 30. September in der Südeifel, vor dem Bundeswehr Fliegerhorst Büchel versammelt, um gegen die wohl letzten US-amerikanischen Atomwaffen zu demonstrieren, die noch - mehr oder weniger fürsorglich bewacht - auf deutschem Boden lagern. Denn, "der Terror" ging trotz eindrucksvoller Polizeipräsenz nicht von den Demonstranten, sondern, wie von vielen Kriegsgegnern thematisiert, von eben diesen B-61 Bomben aus, die die Bundesregierung völkerrechtswidrig dort lagert.

[Artikel auf nrhz.de]

Neues Deutschland, 30.08.2008

Für eine Zukunft ohne Kernwaffen

Büchel gegen Atombomben

Im deutschen Trägerkreis »Atomwaffen abschaffen - bei uns anfangen« engagieren sich rund 50 Nichtregierungsorganisationen. Xanthe Hall ist Sprecherin der von ihnen ins Leben gerufenen Kampagne »unsere zukunft - atomwaffenfrei«, die für heute zu einer bundesweite Aktion am Atomwaffenlager Büchel aufgerufen hat. Mit der abrüstungspolitischen Koordinatorin der Internationalen Ärzte gegen den Atomkrieg (IPPNW) sprach Olaf Standke.

[Artikel auf neues-deutschland.de]

Junge Welt, 23.08.2008

Gegen atomare Teilhabe

Der letzte deutsche Atomwaffenstandort wird kommende Woche von Friedensgruppen belagert. Aktionen zivilen Ungehorsams

23.08.2008 

Der Besitz von Nuklearwaffen ist in Deutschland zwar verboten – aber Jets der Bundesluftwaffe trainieren regelmäßig den Abwurf amerikanischer Atombomben. Am Fliegerhorst Büchel in Rheinland-Pfalz wird die »nukleare Teilhabe« der Bundeswehr praktiziert. Dort lagern zwischen zehn und 20 Atombomben des Typs B-61, die genaue Zahl ist geheim. Sie gehören den USA, aber deutsche »Tornados« sollen sie ans Ziel bringen: Geplante Komplizenschaft im atomaren Massenmord.

[Artikel auf jungewelt.de]

Neues Deutschland, 15.08.2008

Friedensgruppen fordern »Kehraus« in Büchel

Konzept und Geschichte Kernwaffenfreier Zonen (Teil 5): Für ein atomwaffenfreies Deutschland

15.08.2008 

Die beiden deutschen Staaten gehörten während des Kalten Krieges zu den am dichtesten mit Atomwaffen bestückten Regionen. Auch heute lagern auf deutschem Boden noch immer Kernwaffen.

[Artikel auf neues-deutschland.de]

Junge Welt, 05.08.2008

Appell an Bundesregierung

05.08.2008 

Die Ärzteorganisation IPPNW verbreitet anläßlich des Hiroshima-Tages am 6. August die Stellungnahme »Erinnern, gedenken und vor der eigenen Türe kehren« der Kampagne »unsere zukunft – atomwaffenfrei«.

[Artikel auf jungewelt.de]

Welt online, 30.07.2008

Du sollst den Kern nicht spalten

Warum der frühere Anhänger der Atomenergie heute ein vehementer Verfechter regenerierbarer Energien ist und an ein „grünes“ Amerika glaubt.

30.07.2008 

Als Junge-Union-Kreisvorsitzender in Karlsruhe und CDU-Kandidat bei Landtagswahlen war ich in den 60er-Jahren und später ein Befürworter der Atomenergie. Ich glaubte jenen Fachleuten, die uns erzählten: Atomenergie ist sicher! Allenfalls alle 10000 Jahre könne etwas passieren!

[Artikel auf debatte.welt.de]

faz.net, 10. Juli 2008

Dübel-Panne in Biblis könnte für RWE zum Segen werden

Nach erfolgter Nachrüstung

10.07.2008 

Vieles deutet derzeit darauf hin, dass aus dem Dauerstreit um den Atomausstieg ausgerechnet Deutschlands ältester aktiver Reaktor im südhessischen Biblis als Etappensieger hervorgeht. Und dafür wäre dann zunächst weder Rückendeckung aus der Politik noch die derzeit angeblich wegen steigender Energiekosten wachsende Unterstützung aus der Bevölkerung nötig. Denn der Biblis-Betreiber RWE hat für 2009 lange Revisionszeiten von Mai bis September angekündigt. So bliebe Block A auch ohne Laufzeitverlängerung bis 2010 am Netz - und könnte sich in die Zeit nach der Bundestagswahl retten.

[Artikel auf faz.net]

Neues Deutschland, 25.6.2008

1000 Mann auf Jungs Befehl

Regierung will Afghanistan-Einsatz mit neuem Mandat ausweiten

25.06.2008 

Die Bundesregierung will das deutsche Kontingent für den NATO-geführten ISAF-Einsatz in Afghanistan um 1000 auf 4500 Soldaten erhöhen. Die parlamentarische Zustimmung im Herbst scheint sicher, da Union und SPD die Ankündigung der Regierung am Dienstag begrüßten. Der Minister – in Friedenszeiten Chef der Bundeswehr.

 

[Artikel auf neues-deutschland.de]

taz, 26. April 2008

"AKWs werden verharmlost"

Dass die Regierung den Zusammenhang zwischen Leukämie und Radioaktivität noch immer leugnet, ist ein Skandal, sagt der Kinderarzt Winfrid Eisenberg.

[Artikel auf taz.de]

NRhZ online, 12. März 2008

Tabuthema Uranmunition - warum spielen unsere Medien da mit?

Das leise Sterben nach dem Krieg

Über die Gefahren von Uranmunition debattierten deutsche Medien zuletzt vor sieben Jahren. Seitdem herrscht nahezu Schweigen - obwohl USA und Nato die umstrittenen Geschosse weiter in Kriegen verwenden. Warum das so ist - dieser Frage ist Dr. Sabine Fischer, Gründerin und Leiterin des Instituts für Medienverantwortung in Erlangen, nachgegangen.

[Artikel auf nrhz.de]

Flüchtlingsrechte: Politik ohne Würde

Ärzteblatt, 8. Februar 2008

Drohende Sanktionen halten Migranten ohne Papiere vom Arztbesuch ab. Ärzteorganisationen kritisieren die staatlich auferlegte Meldepflicht. Diese sei eine eklatante Verletzung der ärztlichen Schweigepflicht.

[Artikel auf aerzteblatt.lnsdata.de]

Atomlobbyisten sind keine Klimaschützer

Neues Deutschland, 6. Februar 2008

Anlässlich einer Zusammenkunft der Atomlobby in Berlin melden sich auch die ungeladenen Gäste zu Wort. Heute Abend beginnt in Berlin die Wintertagung des Deutschen Atomforums, zu der rund 1000 Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Industrie erwartet werden. Laut Tagungsprogramm wird Ex-Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD), inzwischen im Aufsichtsrat von RWE, darüber referieren, dass eine sichere Energieversorgung ohne Atomstrom und Kohle nicht möglich ist.

 

[Artikel auf neues-deutschland.de]

Gesundheitsexperte über Krebsimpfung - Mehr Früherkennung statt Impfung

taz, 31. Januar 2008

Die Impfung gegen den Gebärmutterhalskrebs wurde anfangs als Sensation gefeiert. Nun gibt es Zweifel, ob nicht vor allem Pharmafirmen von der Impfung profitieren, so Gesundheitsexperte Joachim Both. Joachim Both arbeitet seit langem als Neurologe in Kliniken und einer eigenen Praxis. Er ist Mitglied der deutschen Sektion der "Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges" IPPNW und der Bundesarbeitsgemeinschaft Gesundheit der Bündnisgrünen.

[Artikel auf taz.de]

Verlockende Daten

Neues Deutschland, 26. Januar 2008

Bürgerrechtsorganisationen, Patienten und Ärzteverbände wollen die geplante Einführung der neuen Krankenkarte verhindern. Die elektronische Gesundheitskarte führt ein ungewöhnlich breites Bündnis zusammen. Eher linke Verbände wie die ärztliche Friedensorganisation IPPNW und der Chaos Computerclub (CCC) kämpfen an der Seite von konservativen Standesorganisationen wie dem Virchow-Bund dafür, die Gesundheits-e-Card zu stoppen. Auch Patientenvertreter sind dagegen, dass sie nach dem Willen des Bundesgesundheitsministeriums noch dieses Jahr eingeführt wird.

 

[Artikel auf neues-deutschland.de]

Gericht soll Biblis B endlich stilllegen

taz, 21. Januar 2008

Die Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) reichte am Montag beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel Klage auf Stilllegung des AKW Biblis Block B ein. Die Organisation reagiert damit auf die "Verschleppung" ihres schon im September 2005 bei dem für die Atomaufsicht zuständigen Hessischen Wirtschaftsministerium eingereichten Antrags auf Entzug der Betriebserlaubnis für den Atommeiler im hessischen Ried, sagte die für IPPNW tätige Anwältin und Verwaltungsrechtlerin Wiltrud Rülle-Hengesbach.

 

[Artikel auf taz.de]

Hilfe ist Sache persönlicher Courage

Neues Deutschland 21. Januar 2008

Trotz eines Prüfauftrages, den sich die Große Koalition zum Thema »Illegalität« selbst verordnet hatte, hat sich die Lage betroffener Migranten nicht gebessert. Und immer noch sind es vor allem Nichtregierungsorganisationen, die sich ihren Nöten widmen. Ein Tuberkulose-Kranker ohne Papiere wird im Krankenhaus behandelt. Nach der Entlassung erhält er die Aufforderung der Ausländerbehörde, sich unverzüglich zu melden. Noch nicht ganz kuriert, verläßt der Mann mit seiner Familie die Wohnung und taucht unter. Von diesem Fall berichtete Dr. Cornelia Goesmann, Vizepräsidentin der Bundesärztekammer auf einer Tagung der IPPNW.


[Artikel auf neues-deutschland.de]

Krebs bei Kindern: Zusammenhang mit Strahlung denkbar

Deutsches Ärzteblatt, Januar 2008

Für nicht ausgeschlossen halten Mitglieder des Expertengremiums der KiKK-Studie („Epidemiologische Studie zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken“) einen Zusammenhang zwischen den erhöhten Raten von Krebserkrankungen bei Kindern unter fünf Jahren und der vom Atomkraftwerk abgegebenen Strahlung. Die Leitung der Untersuchung am Deutschen Kinderkrebsregister in Mainz verneint dagegen einen ursächlichen Zusammenhang.

[Artikel auf aerzteblatt.lnsdata.de]