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Donnerstag, 24. Mai 2012

IPPNW beteiligt sich an Ostermärschen

Für Frieden und Abrüstung

Mehrere zehntausend Menschen haben an Ostern für Frieden und Abrüstung sowie gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr demonstriert. An den traditionellen Ostermärschen beteiligten sich wie in jeden Jahr auch IPPNW-Mitglieder und Regionalgruppen. Prof. Dr. Ulrich Gottstein kritisierte in Frankfurt den Beschluss des Bundestages zum Tornado-Einsatz in Afghanistan. "Warum nimmt unsere Regierung die Meinung der Deutschen zum Tornadoeinsatz nicht ernst, denn vor 9 Wochen haben sich in einer FORSA-Befragung 77% der Bürgerinnen gegen den Tornadoeinsatz ausgesprochen, selbst 68% der CDU-Wähler, 78 % der SPD-Wähler, 69% der FDP-Wähler, 81 % der Grünen-Wähler und 95% der Wähler der Linken, also quer durch alle Parteien", so Gottstein. "Der Tornado-Einsatz in Afghanistan zieht uns in den von den USA begonnenen Krieg hinein. Das ist gegen unseren Willen. Wir sind enttäuscht, dass der Bundesgerichtshof den Einsatz nicht für illegal erklärt hat. Die Welt aber soll wissen: Wir lehnen die Beteiligung am Afghanistan-Krieg und den Einsatz deutscher Tornados ab!", betonte das IPPNW-Ehrenvorstandsmitglied Gottstein.

IPPNW-Mitglied Elke Koling beschäftigte sich in ihrer Rede in Bochum mit der virtuellen Kriegsvorbereitung durch Fernsehen und Computerspiele: "Es wird geschätzt, dass Kinder, die in Haushalten mit Kabelanschluss oder Videorekorder aufwachsen, bis zum 18. Lebensjahr 32.000 Morde und 40.000 versuchte Morde gesehen haben", sagte sie und forderte die Friedensbewegung auf, das Problem der Kriegs- und Gewaltvorbereitung durch Fernsehen und Computerspiele zum Thema zu machen. 

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