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Friday, 24. October 2014

Für eine Welt ohne Atomwaffen

Das nukleare Erbe des Kalten Krieges ist nicht überwunden: Noch liegen weltweit mehr als 23.000 Atomwaffen in den Arsenalen. Trotz rechtsverbindlicher Abrüstungsverpflichtungen halten die Atomwaffenstaaten an einer großen Zahl von Atomwaffen fest, ja modernisieren sie sogar. Hinzu kommen immer mehr neue Atomwaffenstaaten. Die IPPNW recherchiert die aktuellen Entwicklungen bei der Herstellung neuer Atomwaffen, studiert die Einsatzfolgen und nimmt auf die Verhandlungen bei den Vereinten Nationen Einfluss. Unser Ziel: Die Abschaffung aller Atomwaffen. 


atomwaffenfrei.jetzt

Kampagne des Atomwaffen-Trägerkreises

Mit der Kampagne “atomwaffenfrei.jetzt” fordert die IPPNW gemeinsam mit über 40 weiteren unabhängigen Organisationen in Deutschland  einen wegweisenden Beitrag Deutschlands zu einer atomwaffenfreien Welt. Neun Länder besitzen zusammen mehr als 20.000 Atomwaffen. In Europa befinden sich noch rund 180 „taktische“ Atombomben, die die USA der NATO zur Verfügung stellen, darunter ca. 20 in Deutschland. Obwohl die Bundesregierung beschlossen hat, diese alten Relikte des Kalten Krieges abziehen zu lassen, werden sie demnächst modernisiert. Die Kampagne fordert daher: Abzug der Atomwaffen aus Deutschland. Keine Modernisierung von Atomwaffen. Verbot und Vernichtung aller Atomwaffen – weltweit!

[Kampagne "atomwaffenfrei.jetzt" ]

Atomwaffen abschaffen

Die deutsche IPPNW beteiligt sich an der internationalen Kampagne für die Abschaffung aller Atomwaffen „I CAN“, die eine Konvention zur Abschaffung der Atomwaffen fordert. In Deutschland trägt die IPPNW als Netzwerkpartner die Kampagne „unsere zukunft – atomwaffenfrei“ mit. Im Rahmen unserer internationalen Mitgliedschaft in der „Middle Powers Initiative“ reden wir mit EntscheidungsträgerInnen und DiplomatInnen über Wege zu einer atomwaffenfreien Welt.

[Mehr über ICAN]  [Kampagne "unsere zukunft - atomwaffenfrei"]

Gesundheitliche Folgen von Atomwaffen

Hiroshima und Nagasaki

Bis heute erkranken Überlebende der Atombombenabwürfe an Krebs und sterben daran - obwohl seit ihrer Strahlenexposition über 60 Jahre vergangen sind. Jedes Jahr am 6. und 9. August erinnern wir an die Opfer und klären über die Folgen des Einsatzes von Atomwaffen auf.

[Mehr zu Hiroshima und Nagasaki]

Atomtests
Seit dem ersten Atomtest am 16. Juli 1945 haben die Atomwaffenmächte 2.059 Atomwaffentests durchgeführt, davon 528 oberirdisch. Diese Tests haben zu einer weltweiten Strahlenbelastung der Erde geführt, die die Gesundheit der Menschen in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft beeinträchtigt hat und weiter beeinträchtigen wird.

[Mehr zu Atomtests]

Uranabbau

Uranbergbau zerstört die Lebensgrundlagen indigener Völker, ihre heiligen Stätten und auf viele Generationen hinaus ihre Gesundheit. Der Bergbau kontaminiert das Grundwasser, und in den anfallenden Abraumhalden bleiben große Mengen radioaktiven Strahlung erhalten. Die IPPNW macht über dieses Thema Aufklärungsarbeit und strebt eine Ächtung von Uranabbau an.

[Mehr zu Uran und Uranabbau]

Atomwaffenstaaten

Seit Anfang des 21. Jahrhunderts hat sich die Diskussion um die internationale Abrüstung von Atomwaffen in dramatischer Weise verschärft. Der Atomwaffensperrvertrag ist nach wie vor sehr belastet. Die Prager Rede von Barack Obama gibt uns zwar Hoffnung auf eine Welt ohne Atomwaffen. Allerdings müssen den Worten jetzt auch Taten folgen. Die USA planen - trotz Obamas Bekenntnis zu einer atomwaffenfreien Welt - ihre Atomwaffen im großen Stil weiterhin zu modernisieren.

[Mehr zu den Atomwaffenstaaten]

Weitergabe von Atomwaffen

Die zivile Nutzung der Atomenergie birgt die Gefahr der militärischen Nutzung. Aufgrund des Abschlusses des Atomwaffensperrvertrags im Jahr 1970 und die Kontrolle durch die IAEO gab es die Hoffnung, dass die Weitergabe von Atomwaffen in Grenzen zu halten sei. Doch inzwischen gibt es bereits neun Atomwaffenstaaten und den Verdacht auf geheime Atomprogramme. Der Vertrag enthält einen tückischen Artikel, der die Weitergabe von Atomenergie sichert. Die IPPNW bekämpft die zivile und militärische Nutzung der Atomenergie als zwei Seiten einer Medaille. 

[Mehr zur Weitergabe von Atomwaffen]

Raketenabwehr und Weltraum

Die IPPNW begrüßt den Verzicht Obamas auf das US-amerikanische Raketenschildprojekt von George W. Bush in Polen und Tschechien.  Allerdings sollen stattdessen Raketenabwehrsysteme auf Schiffe und mobile Träger in Europa stationiert werden, eventuell auch in Deutschland. IPPNW fordert einen Verzicht auf Raketenabwehr als gefährlicher Traum der Unverwundbarkeit.

[Mehr zur Raketenabwehr]