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Donnerstag, 24. Mai 2012

Pannen in der Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield

Plutonium-Fabrik

11.05.2005

Wiederaufarbeitungsanlagen sind schmutzige Atom-Chemie-Fabriken, in denen vor allem Uran und Plutonium mit Hilfe von Chemikalien aus hochradioaktiven Brennelementen herausgelöst werden. In der britischen Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield (früher: Windscale) werden auch Brennelemente aus deutschen Atomkraftwerken chemisch aufgelöst und Plutonium daraus gewonnen. In der Anlage kam es immer wieder zu schweren Pannen. Zuletzt im Jahr 2005.

1955: Bei Reparaturarbeiten werden 251 Arbeiter verstrahlt.

1957:
Der Reaktorkern brennt tagelang, Radioaktivität wird frei. Nach offiziellen Angaben sterben 33 Menschen, nichtstaatliche Stellen gehen von wesentlich mehr Toten aus.

1973:
Explosion, 35 Arbeiter verseucht.

1983:
Radioaktive Substanzen werden in die Irische See geleitet, weite Strandabschnitte müssen gesperrt werden.

1986:
Elf Menschen werden verstrahlt.

1993:
Unfallserie, die Aufarbeitungsanlage muss zum Teil evakuiert werden.

1997:
Sechs Arbeiter werden verstrahlt.

2005:
Nach einem Rohrbruch fließen 20 Tonnen eines Uran-Plutonium-Gemischs in eine Auffangwanne in der Anlage.
pit


Quelle: Frankfurter Rundschau vom 11.05.2005

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