IPPNW.DE

www.ippnw.de  | Atomenergie | Atomenergie & Sicherheit
Donnerstag, 2. September 2010
http://www.ippnw.de/atomenergie/atomenergie-sicherheit.html

Biblis-Klage

Defizite im Notkühlsystem von Biblis B nachgewiesen

RWE und Atomaufsicht in Erklärungsnot

15.12.2009 

Nach Ansicht des vor Jahren in Biblis B tätigen Prüfingenieurs Wilfried Rindte gibt es in Biblis B erhebliche Mängel im Notkühlsystem. Jahrelang machte er die hessische Atomaufsicht auf die Probleme aufmerksam. Man ließ ihn auflaufen. Schließlich wandte er sich Anfang 2005 an die IPPNW. Diese machte Druck und reichte später Klage beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof ein. RWE und die hessische Atomaufsicht wiesen dennoch weiterhin alle Vorwürfe weit von sich. Die Bundesatomaufsicht hegte Zweifel, ließ sich aber mit den Nachforschungen unglaublich viel Zeit. Die IPPNW ließ nicht locker. Sie schaltete schließlich mit Dr. Ilse-Tweer selbst eine Werkstoff-Expertin ein. Diese bestätigte drei gravierende Sicherheitsmängel im Notkühlsystem. Dann kamen zwei weitere Experten hinzu: Professor Jörg Steinbach von der Technischen Universität Berlin und Werkstoff-Experte Norbert Meyer. Beide waren in der Atomwirtschaft tätig. Ihr Urteil: Die Sicherheitsmängel sind nicht zu tolerieren. Biblis B darf so nicht weiterbetrieben werden.

lesen ...

Gravierende Fehler bei Elektroarbeiten in Biblis A nachgewiesen

RWE und Atomaufsicht in Erklärungsnot

09.12.2009 

Nach Angaben eines vor einigen Jahren in Biblis A tätigen Elektromonteurs wurden dort bei sicherheitstechnischen Nachrüstungen gravierende Fehler gemacht. Da sein ehemaliger Arbeitgeber Siemens offenbar nichts unternahm, wandte sich der Elektromonteur schließlich an die IPPNW. Diese machte Druck bei der Atomaufsicht. Doch RWE und die hessische Atomaufsicht wiesen alle Vorwürfe weit von sich. Die IPPNW machte weiter Druck, bis von der Bundesatomaufsicht schließlich ein weiteres Gutachten in Auftrag gegeben wurde. Ergebnis: Die meisten Vorwürfe konnten nachweislich bestätigt werden.

lesen ...

Fakten statt Mythen

Wie sicher sind die deutschen Atomkraftwerke?

15.01.2010 

Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat angekündigt, die Laufzeiten für "sichere" Atomkraftwerke verlängern zu wollen. Das gelte nicht für "unsichere" Atomkraftwerke. Was aber sind sichere, was sind unsichere Atomkraftwerke? Kaum jemand kann diese Frage wirklich beantworten. Statements von Politikern und Lobbyisten erfolgen vielfach ohne tiefgreifende Kenntnisse. Aufsichtsbehörden und Gutachterorganisationen vermeiden es, sich gegenüber der Öffentlichkeit umfassend und differenziert zu äußern. Viele Atomkraftgegner sprechen über nichts anderes mehr als über einen möglichen Flugzeugabsturz. Jahrelange gründliche Recherchen der IPPNW können helfen, das Sicherheitsniveau der deutschen Atomkraftwerke besser zu beurteilen.

lesen ...

IPPNW klagt auf Stilllegung

Schwerwiegende Sicherheitsdefizite von Biblis B

11.12.2009 

Zum Thema Sicherheit von Atomkraftwerken ist viel Oberflächliches zu lesen, zu hören und zu sehen. Wer wirklich wissen und verstehen will, wie gefährlich deutsche Atomkraftwerke sind, kann sich am Beispiel von Biblis B ein umfassendes Bild machen. Denn für die Klage auf Stilllegung von Biblis B führte die IPPNW jahrelang gründliche Recherchen durch. Die Organisation verschaffte sich mit Nachdruck sogar Zugang zu einem Teil der Sicherheits-Akten bei der hessischen Atomaufsicht. Allein auf der Basis des so gewonnenen Materials konnten für Biblis B mehr als 200 schwerwiegende Sicherheitsmängel nachgewiesen werden. Hinzu kommt, dass sogar die atomenergie-freundliche hessische Atomaufsicht einräumt, dass Biblis B nicht mehr dem Stand von Wissenschaft und Technik entspricht. Das bedeutet nichts anderes als dass der Atommeiler sicherheitstechnisch hoffnungslos veraltet ist.

lesen ...

Isar-2, Emsland, Neckarwestheim-2

Sicherheitsdefizite der Konvoianlagen

01.12.2009 

Die zuletzt in Deutschland errichteten Atomkraftwerke werden als "Konvoianlagen" bezeichnet. Es handelt sich hierbei um die Atomkraftwerksblöcke Isar-2, Emsland und Neckarwestheim-2. Laut Klassifikation der Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS) zählen sie zur vierten deutschen Druckwasserreaktor-Generation (4. DWR-Generation). Sie gelten gemeinhin als vergleichsweise sicher, weil bei ihnen einige konzeptionelle Schwachstellen der Vorläufergenerationen behoben wurden. Aktuelle Analysen der GRS zeigen allerdings, dass auch die Konvoianlagen schwerwiegende Sicherheitsdefizite aufweisen.

lesen ...

IPPNW-Presseinfo vom 19. September 2008

Vertuschte Explosion in chinesischem Atomkraftwerk Tianwan

Siemens war an Bau beteiligt / Kraftwerk ging 2006 ans Netz

19.09.2008 

Wie erst jetzt bekannt wurde, explodierte am 26. August im neu errichteten chinesischen Atomkraftwerk Tianwan-1 ein Transformator. Der Reaktor musste daraufhin schlagartig abgeschaltet werden. Nach Angaben des österreichischen Nachrichtendienstes new.com dauerte es offenbar 5 Stunden, bis die brennenden Transformatoren des Kraftwerks gelöscht werden konnten. Auch die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti meldete den Vorfall. Eine Person soll verletzt worden sein. Die Transformatoren stammen aus ukrainischer Fertigung.

lesen ...

IPPNW-Presseinformation

Atomkraftwerk Krsko: Kühlmittelverlust nicht verharmlosen!

Kaltfahren des Atomkraftwerks offenbar noch nicht abgeschlossen

05.06.2008 

Anlässlich des Zwischenfalls im slowenischen Atomkraftwerk Krsko weist die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW darauf hin, dass ein so genannter „Kühlmittelverlust“ aus dem Primärkreis von Druckwasserreaktoren (Primärkreisleck) potenziell zu einem schweren Kernschmelz-Unfall mit massiven radioaktiven Freisetzungen führen kann. Nach Angaben der slowenischen Atomaufsichtsbehörde SNSA kam es in Krsko am Mittwoch um 15.07 Uhr zu einem Leck in der Nähe einer Hauptkühlmittelpumpe.

lesen ...

IPPNW-Pressemitteilung vom 17. September 2007

Atomausstieg jetzt statt Panikmache!

Gefahr des Atomterrorismus

17.09.2007 

Die Ärzteorganisation IPPNW gratuliert Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble zu seiner Einsicht hinsichtlich der akuten Gefahr von terroristischen Atomanschlägen. „Wenn Schäuble jetzt konsequent weiterdenkt, haben wir in ihm bald einen weiteren prominenten Atomkraftgegner gewonnen, denn der vielleicht größte Risikofaktor für Atomterror ist die zivile Atomenergie selbst”, sagte der IPPNW-Pressesprecher Sven Hessmann. Gestern hatte Schäuble in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vor Terroranschlägen mit nuklearem Material gewarnt.

lesen ...

IPPNW Presseinformation vom 7. August 2006

Fast-Unfälle in deutschen Atomkraftwerken

Eine Chronik aus 30 Jahren

07.08.2006 

Ebenso wie im schwedischen Atomkraftwerk Forsmark ein Kurzschluss außerhalb der Anlage einen Beinahe-GAU auslöste, ist auch vor knapp 30 Jahren ein externer Kurzschluss die Ursache für den Großunfall und Totalschaden von Block A des deutschen Atomkraftwerks Gundremmingen gewesen. Am 13. Januar 1977 kam es in den beiden abführenden Stromleitungen dieses Akws nach einem Kälteeinbruch und einem Blitzschlag zu Kurzschlüssen, so dass das Atomkraftwerk seinen Strom nicht mehr ableiten konnte. Aufgrund von mehreren Fehlern in der Steuerung des Atomkraftwerks kam es zur Schnellabschaltung, was zu einem schnellen Druckanstieg und zur Dampfabblasung ins Reaktorgebäude führte und in Folge dessen zu Rissen in Sicherheitsventilen und Rohrleitungen.

lesen ...

GRS-Studie

Fehlende Kernschmelzfestigkeit von Philippsburg-1, Isar-1 und Brunsbüttel

30.11.2006 

Die Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS) sieht bei den älteren deutschen Siedewasserreaktoren der Baulinie 69 (900 Megawatt-Klasse) erhebliche Sicherheitsprobleme. Referenzanlage einer Untersuchung war das Atomkraftwerk Philippsburg-1. Das Kraftwerk ist mit einer Kondensationskammer und - wie die meisten anderen deutschen Anlagen - mit einem sicherheitstechnisch nachteiligen Sicherheitsbehälter (Containment) aus Stahl ausgestattet.

lesen ...

IPPNW Presseinformation vom 4. August 2006

GAU durch Unwetter in Deutschland möglich

Sicherheitsüberprüfungen reichen nicht

04.08.2006 

Nach Einschätzung der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW kann bereits ein Kurzschluss, beispielsweise infolge eines Unwetters, in Deutschland jederzeit zum Super-GAU führen. "Der Kurzschluss außerhalb des schwedischen Atomkraftwerks Forsmark hat dazu geführt, dass in der Anlage alles aus dem Ruder lief und nur wenige Minuten bis zum Super-GAU gefehlt haben", so Henrik Paulitz, Atomexperte der IPPNW. In Biblis B habe am 8. Februar 2004 ein wetterbedingter Kurzschluss außerhalb der Anlage dazu geführt, dass es zum gefürchteten "Notstromfall" kam. "Hierbei handelt es sich um eine ganz grundlegende, nicht lösbare Sicherheitslücke."

lesen ...

03.08.2006  Beinahe-Atom-Unfall in Schweden

Rede auf dem IPPNW-Weltkongress

Warnsignal Forsmark

Der Vorfall in Schweden

10.10.2006 

Ich habe während meines Urlaubs morgens in der Zeitung vom Zwischenfall in Forsmark gelesen und mir war sofort klar, dass es sich um eines der schwerwiegendsten Vorkommnisse in einem Atomkraftwerk handeln muss. Die Zeitung schien dies aber nicht so zu sehen. Also schickte ich eine E-Mail an UNT (Uppsala Nya Tiding), eine Lokalzeitung in der Nähe von Forsmark. UNT stellte Nachforschungen an und schrieb einen Artikel, in dem meine Sichtweise der Geschehnisse in Forsmark geschildert wurde. Zu meiner Überraschung belebte dieser Artikel die Debatte um die Atomenergie in Schweden wieder und erregte noch stärkere Aufmerksamkeit in Deutschland.

lesen ...

Rheinhochwasser kann Katastrophe im Atomkraftwerk Biblis auslösen

Die Atomaufsicht reagiert nicht

17.08.2005 

Bei Hochwasser am Rhein laufen immer wieder die Keller von Wohnhäusern mit Wasser voll. Auch in den "Kellerräumen" des Atomkraftwerks Biblis B dringt bei Hochwasser offenbar immer wieder Wasser ein. Steigt das Wasser einmal noch höher, dann müsste die Anlage abgeschaltet werden, um den Reaktorkern über die so genannten Nachkühlpumpen zu kühlen. Dummerweise aber stehen diese Pumpen im Keller des Atomkraftwerks und könnten bei entsprechenden Hochwasserständen möglicherweise "absaufen". Dann könnte es zum Super-GAU kommen.

lesen ...

Folgenschwerer Traumstart von Siemens

Digitale Leittechnik

22.07.2005 

Im Jahr 1998 hat Siemens im Atomkraftwerk Neckarwestheim-1 die Kraftwerkssteuerung in sicherheitsrelevanten Bereichen auf digitale Leittechnik umgerüstet. Am 10. Mai 2000 war diese digitale Leittechnik dafür verantwortlich, dass mit der Reaktorschnellabschaltung das zentrale Sicherheitssystem des Reaktors blockiert war. Obwohl die neue Technik noch in den Kinderschuhen steckt, wird überall auf sie umgerüstet. Fachleute des TÜV Süd und die Reaktorsicherheitskommission sehen offenbar gravierende Sicherheitsrisiken.

lesen ...

Sicherheitstechnische Defizite des Europäischen Druckwasser-Reaktors (EPR)

Eine erste Einschätzung

09.12.2003 

Angesichts der Planungen in Frankreich und in Finnland für den Bau neuer Atomkraftwerke vom Typ "Europäischer Druckwasser-Reaktor" legte die IPPNW am 9. Dezember 2003 eine Expertise zu den Sicherheitsdefiziten des von Siemens und Framatome (AREVA) entwickelten Reaktors vor. Nach der Expertise, stellt der geplante Einsatz digitaler Leittechnik vor dem Hintergrund eines Störfalls in Deutschland ein "gefährliches Großexperiment mit einer unausgereiften Steuerungstechnik" dar. Der Einsatz vornehmlich "aktiver" statt "passiver" Sicherheitssysteme und die gewaltige Leistung von 1600 Megawatt entspricht nicht dem Stand der sicherheitstechnischen Diskussion. Der Verzicht auf einen "kernschmelzfesten Sicherheitsbehälter" dokumentiert das Prinzip Kostensparen statt Risikovorsorge. Die IPPNW warnt, dass gerade die zentrale sicherheitstechnische Neuerung, das Auffangbecken für die Kernschmelze, zur Zerstörung des neuen "Superreaktors" durch Dampfexplosionen führen kann. 

lesen ...

In Europa kommt es mit einer 16-Prozent-Wahrscheinlichkeit zum Super-GAU

Risikotechnik Atomkraft

09.09.2004 

Zahlreiche Sicherheitsstudien haben gezeigt, dass es in allen Atomkraftwerken zu schweren Unfällen ("Super-GAU") kommen kann, bei denen ein Großteil der lebensbedrohlichen radioaktiven Stoffe in die Umgebung freigesetzt wird. Die technischen Einrichtungen können versagen und auch die Menschen, die in den Kraftwerken arbeiten, können schwerwiegende Fehler machen, die zum Super-GAU führen. Hinzu kommt die Gefahr terroristischer Anschläge auf Atomkraftwerke.

lesen ...

Zur Diskussion

Die Legende von den sichersten Atomkraftwerken der Welt

18.03.2004 

"Auch in deutschen Atomkraftwerken kann zwar ein schwerer Kernschmelzunfall nicht ausgeschlossen werden, doch kein Zweifel: zumindest haben wir die sichersten Atomkraftwerke der Welt." Diese Meinung ist nicht nur bei den Befürwortern, sondern auch bei Gegnern der Atomenergie in Deutschland weit verbreitet. Die OECD hat bereits 1997 einen internationalen Vergleich veröffentlicht, der diese Auffassung ins Wanken bringt.

lesen ...

Terrorrisiko Zwischenlager

Videoanimation bietet plastischen Eindruck

10.12.2003 

Die erstellten Gutachten über die Sicherheit der standortnahen Zwischenlager für Atommüll bei einem gezielten Terroranschlag mit einem Grossflugzeug werden von den zuständigen Behörden und Ministerien immer noch unter Verschluss gehalten. Dabei ist es mittlerweile ein offenes Geheimnis, dass allein durch die Grösse und das Gewicht Grossflugzeuge ungebremst durch die dünnen Wände und Decken der Lagerhallen für Atommüll hindurch fliegen würden. Auch ohne eine Veröffentlichung der Gutachten ist es offensichtlich, dass die aufrecht gelagerten Castoren abgeräumt werden würden, wie Kegel. Die Flügel könnten mit ihrer Spannweite dabei alle eingelagerten Castoren erfassen. Trotzdem versuchen Politik, Betreiber und Genehmigungsbehörden unisono den Eindruck entstehen zu lassen, dass bei einem solchen Anschlag alle Catoren einwandfrei und unversehrt bleiben und dicht halten würden.

[Videoanimation]

Biblis B am 8. Februar 2004: Notstromfall nach Unwetter

Beinahe-GAU

12.09.2005 

Am Sonntag, den 8. Februar 2004, ist es in Biblis B beinahe zum Super-GAU gekommen. Kurz vor 13 Uhr fielen in Folge eines Unwetters in Biblis B mindestens 5 Stromsysteme aus. Es kam es zum gefürchteten "Notstromfall", laut Deutscher Risikostudie Kernkraftwerke einer der gefährlichsten Störfälle. Schon 1989 war in der Risikostudie offiziell festgestellt worden, dass die Verbindung von Biblis B zum Strom-Verbundnetz Sicherheitsmängel aufweist. Im Dezember 2003 hat die IPPNW die hessische Atomaufsicht noch einmal auf dieses gravierende Sicherheitsdefizit hingewiesen. Und dann, nur zwei Monate später, kam es in Biblis B beinahe zur Atomkatastrophe.

lesen ...

Atomkraftwerks-Service: 40 Prozent Hilfskräfte, 10-Stunden-Schichten und die Verringerung von Prüfungen

07.01.2000 

Die im Bereich Herstellung und Wartung von Atomkraftwerken tätige Siemens AG bzw. die Beteiligungsgesellscahft Framatome ANP setzt bei der Wartung der deutschen Atomkraftwerke bis zu 40% "Hilfskräfte" ein. Die Arbeiter werden oft in 10-Stunden-Schichten in den Strahlenbereichen eingesetzt. Der zunehmende Kostendruck aufgrund der Teil-Liberalisierung der Strommärkte führen obendrein dazu, dass Wartungsarbeiten, Prüfungen und Revisionszeiten reduziert werden.

lesen ...

Aus IPPNW-Forum 101/06

Kein Glasnost in "geschlossenen Städten"

Ein Blick hinter die Fassade

10.10.2006 

Russische Umweltschützer sind der Auffassung, dass der Kampf für eine ökologische Umwelt und eine demokratische Gesellschaft zusammengehören. Solange zentrale Prozesse der Atomwirtschaft in „Geschlossenen Städten“ abgewickelt werden, habe die Zivilgesellschaft keine Möglichkeit, diese gefährliche Technik einer gesellschaftlichen Kontrolle zu unterwerfen. Der deutschen Atomindustrie scheint eine Zusammenarbeit mit alten aus der Stalinzeit überlieferten Strukturen dagegen nicht viel auszumachen, lässt sich dadurch doch verhindern, dass die Gesellschaften in Deutschland und Russland nachvollziehen können, was mit dem strahlenden Material aus Deutschland geschieht.

lesen ...

Atomare Zwischenlager

Was passiert, wenn ein CASTOR-Behälter umfällt?

01.12.2003 

An allen deutschen Atomkraftwerken sind Zwischenlager geplant, in denen der zukünftig anfallende radioaktive Abfall für mindestens 40 Jahre gelagert werden soll. Ein Endlager ist nicht in Sicht. Bereits die Bundeskanzler Helmut Schmidt und nach ihm Helmut Kohl haben zu Beginn ihrer jeweiligen Regierungszeit erklärt, daß die Endlagerfrage schnell geklärt werde. Bis heute ist aber noch immer vollkommen unklar, was mit dem radioaktiven Müll geschehen soll. In jedem Castor ist diesselbe Menge an Radioaktivität eingeschlossen, wie bei dem GAU in Tschernobyl freigesetzt wurde. Für die Sicherheit der Zwischenlager sind allein die Castoren maßgeblich. Die Gebäude dienen nur dem Wetterschutz. Ein zweites Sicherheitssystem existiert nicht!

lesen ...

Hintergründe zum Risiko eines Terroranschlags auf Atomkraftwerke

17.09.2001 

Ein Schutz von Atomkraftwerken und Zwischenlagern vor Flugzeugabstürzen und Terroranschlägen ist nicht möglich. Hintergründe zum Risiko eines Terroranschlags auf Atomkraftwerke.

lesen ...

Siemens lieferte schadhafte AKW-Bauteile

Reaktorsicherheit

28.11.2002 

Das niedersächsische Umweltministerium hat "vorsorglich" die Staatsanwaltschaft Hannover darüber informiert, dass eine Tochtergesellschaft von Siemens Bauteile für das Atomkraftwerk Unterweser geliefert hat, deren Qualität offenbar nicht den geforderten sicherheitstechnischen Ansprüchen genügt. An drei von vier dieser für die Kühlung des Atomreaktors wichtigen Komponenten wurden kürzlich Risse mit bis zu 26 Zentimeter Länge gefunden.

lesen ...