
www.ippnw.de | Atomenergie
Mittwoch, 8. Februar 2012
Sofort volle Haftpflichtversicherung für die deutschen Atomkraftwerke
Kampagne der IPPNW
26.04.2000 Die deutschen Atomkraftwerke sind extrem unterversichert. Der Gesetzgeber verlangt für den Fall einer Katastrophe in einem Atomkraftwerk lediglich eine Schadensdeckung, die weniger als 0,1% der möglichen Sach- und Vermögensschäden abdeckt. Die Bevölkerung trägt daher neben dem gesundheitlichen Risiko auch das volle wirtschaftliche Risiko für alle Folgeschäden selbst. Mit einer Unterschriftenaktion fordern IPPNW, BUND und Neue Richtervereinigung daher unverzüglich als Risikovorsorge für den Betrieb von Atomkraftwerken eine Betriebshaftpflichtversicherung mit unbegrenzter Deckung für alle Gesundheits-, Sach- und Vermögensschäden. Die Aktion wird von vier ehemaligen Bundesministern, zahlreichen Prominenten, Professoren und Unternehmen unterstützt.
Gesundheitliche Folgen von Tschernobyl
19.06.2011 Die Katastrophe von Tschernobyl hat die Welt verändert. Millionen Menschen wurden über Nacht zu Opfern. Eine von der IPPNW und der Gesellschaft für Strahlenschutz am 6. April 2006 veröffentlichte und am im April 2011 aktualisierte Studie belegt das katastrophale Ausmaß des Reaktorunfalls in Tschernobyl vor 25 Jahren. Die Metaanalyse mit dem Titel "Gesundheitliche Folgen von Tschernobyl - 25 Jahre nach der Reaktorkatastrophe" stützt sich auf zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten, Einschätzungen von Fachleuten und offizielle Angaben von Behörden.
Für den Atomausstieg und Erneuerbare Energien
Die IPPNW fordert den vollständigen Ausstieg aus der zivilen Nutzung der Atomenergie. Wir halten sie aus ärztlicher Sicht für nicht verantwortbar wegen der Gefahr eines erneuten Super-GAUs, des weltweit ungelösten Atommüllproblems und des Risikos der Weiterverbreitung von Atomtechnologie (Proliferationsgefahr). Anstelle von Großkraftwerken in der Hand großer Energiekonzerne fordert die IPPNW eine Energieversorgung in Bürgerhand auf der Basis von 100% erneuerbarer Energie.

"Wenn wir Ärzte einen Kunstfehler machen, dann droht ein Mensch zu sterben. Wenn Flugzeugpiloten Fehler machen, dann können hunderte Menschen sterben. Wenn die Bedienungsmannschaft in einem Kernkraftwerk Fehler macht, dann steht das Leben von Hunderttausenden von Menschen auf dem Spiel." (Dr. med. Angelika Claußen, ehem. Vorsitzende der Ärzteorganisation IPPNW)




