IPPNW.DE

www.ippnw.de  | Atomenergie
Mittwoch, 8. Februar 2012

Stellungnahmen der IPPNW

Atomgesetz-Novelle nach Fukushima

Der Super-GAU in Fukushima verändert die Welt. In Deutschland kommt es zu einem Teil-Atomausstieg. Das Vorhaben entpuppt sich bei näherem Hinsehen als Mogelpackung mit Tücken, Hintertürchen und unnötigem Kostenrisiko. Lesen Sie die Stellungnahmen der IPPNW.

lesen ...

Energiepolitik nach Fukushima

"Energiewende" für Energiekonzerne

Nach dem Super-GAU in Fukushima modifizierte die schwarz-gelbe Bundesregierung ihre Energiepolitik. Sie beschloss einen Teil-Atomausstieg, den Weiterbetrieb von neun Atomkraftwerksblöcken, die Errichtung neuer konventinoeller Großkraftwerke, neue überflüssige Verbundstromtrassen, die einseitige Begünstigung der Offshore-Windenergie, die fortgesetzte Behinderung des Ausbaus der Windenergie an Land und der Photovoltaik. Kurz: Die Regierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel setzt alles auf eine Begünstigung weniger Großkonzerne. Von einer echten "Energiewende" kann nicht die Rede sein. Lesen Sie die wichtigsten Stellungnahmen der IPPNW zur Energiepolitik nach Fukushima.

lesen ...

Kinderkrebs um Atomkraftwerke

02.12.2011 

Im Dezember 2007 sorgte das Ergebnis einer Studie des Deutschen Kinderkrebsregisters in Mainz bundesweit für Schlagzeilen: Je näher ein Kind an einem Atomkraftwerk wohnt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es an Krebs oder Leukämie erkrankt. Die so genannte KiKK-Studie ist die aufwändigste und exakteste Studie, die zum Thema Krebserkrankungen um Atomkraftwerks weltweit durchgeführt wurde. Auf den Weg gebracht wurde sie maßgeblich von Reinhold Thiel, niedergelassener Arzt und Vorstandsmitglied der IPPNW. Aktuelle Recherchen aus dem Jahr 2011 ergaben: Beim Brennelement-Wechsel werden gravierend erhöhte Mengen an radioaktiven Isotopen emittiert. 

lesen ...

Stillgelegt

IPPNW klagt(e) auf Stilllegung des Atomkraftwerks Biblis B

01.12.2011 

Nicht zuletzt auch wegen der erheblichen Erdbebengefahr klagte die IPPNW jahrelang beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof auf Stilllegung des Atomkraftwerks Biblis B. Es konnten zahlreiche Zwischenerfolge verbucht werden. Der Wichtigste: Das beklagte Ministerium musste in einem internen Vermerk einräumen, dass der zentrale Vorwurf der IPPNW zutreffend war: Biblis B entsprach nicht mehr dem gesetzlich geforderten Stand von Wissenschaft und Technik. In dem Atomkraftwerk konnte es jederzeit zum Super-GAU kommen. Nach dem Super-GAU in Fukushima wurde Biblis B endgültig stillgelegt. RWE erwägt allerdings rechtliche Schritte gegen die jüngste Atomgesetz-Novelle.

lesen ...

Ihre Fragen - Unsere Antworten

Energiepolitik

Hier finden Sie ein neues Informations-Angebot (derzeit im Aufbau!!): Auf einer einzigen Website wollen wir Ihnen Antworten zu fast allen Ihren Fragen geben. Schauen Sie mal rein!

lesen ...

Sofort volle Haftpflichtversicherung für die deutschen Atomkraftwerke

Kampagne der IPPNW

26.04.2000 

Die deutschen Atomkraftwerke sind extrem unterversichert. Der Gesetzgeber verlangt für den Fall einer Katastrophe in einem Atomkraftwerk lediglich eine Schadensdeckung, die weniger als 0,1% der möglichen Sach- und Vermögensschäden abdeckt. Die Bevölkerung trägt daher neben dem gesundheitlichen Risiko auch das volle wirtschaftliche Risiko für alle Folgeschäden selbst. Mit einer Unterschriftenaktion fordern IPPNW, BUND und Neue Richtervereinigung daher unverzüglich als Risikovorsorge für den Betrieb von Atomkraftwerken eine Betriebshaftpflichtversicherung mit unbegrenzter Deckung für alle Gesundheits-, Sach- und Vermögensschäden. Die Aktion wird von vier ehemaligen Bundesministern, zahlreichen Prominenten, Professoren und Unternehmen unterstützt.

[Unterschriftenliste zum Downloaden]  [www.atomhaftpflicht.de]

Gesundheitliche Folgen von Tschernobyl

19.06.2011 

Die Katastrophe von Tschernobyl hat die Welt verändert. Millionen Menschen wurden über Nacht zu Opfern. Eine von der IPPNW und der Gesellschaft für Strahlenschutz am 6. April 2006 veröffentlichte und am im April 2011 aktualisierte Studie belegt das katastrophale Ausmaß des Reaktorunfalls in Tschernobyl vor 25 Jahren. Die Metaanalyse mit dem Titel "Gesundheitliche Folgen von Tschernobyl - 25 Jahre nach der Reaktorkatastrophe" stützt sich auf zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten, Einschätzungen von Fachleuten und offizielle Angaben von Behörden.

Lesen Sie mehr auf der Tschernobylfolgen-Seite.

Für den Atomausstieg und Erneuerbare Energien

Die IPPNW fordert den vollständigen Ausstieg aus der zivilen Nutzung der Atomenergie. Wir halten sie aus ärztlicher Sicht für nicht verantwortbar wegen der Gefahr eines erneuten Super-GAUs, des weltweit ungelösten Atommüllproblems und des Risikos der Weiterverbreitung von Atomtechnologie (Proliferationsgefahr). Anstelle von Großkraftwerken in der Hand großer Energiekonzerne fordert die IPPNW eine Energieversorgung in Bürgerhand auf der Basis von 100% erneuerbarer Energie. 



"Wenn wir Ärzte einen Kunstfehler machen, dann droht ein Mensch zu sterben. Wenn Flugzeugpiloten Fehler machen, dann können hunderte Menschen sterben. Wenn die Bedienungsmannschaft in einem Kernkraftwerk Fehler macht, dann steht das Leben von Hunderttausenden von Menschen auf dem Spiel." (Dr. med. Angelika Claußen, ehem. Vorsitzende der Ärzteorganisation IPPNW)