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Der atomaren Bedrohung entgegentreten - Atomwaffen abschaffen
Statement von Prof. Dr. Horst-Eberhard Richter am 20.3.2010
Seit genau 30 Jahren habe ich engagierte Reden über Atomwaffen und Friedenskultur gehalten, in Deutschland, Washington und Moskau. Es geht immer um eine ganz einfache Wahrheit, die gar keiner großen Erläuterung bedarf. Es ist eine Wahrheit des Entweder-Oder. Ich beginne mit Freud. Der schrieb 1930: „Die Menschen haben es jetzt in der Beherrschung der Naturkräfte so weit gebracht, dass sie es mit deren Hilfe leicht haben, einander bis auf den letzten Mann (er meinte Menschen) auszurotten. “
Nukleare Rüstung als friedensethische und friedenspolitische Herausforderung
Rede von Prof. Ulrich Gottstein am 20.3.2010
„Wenn du Frieden willst, bereite den Krieg vor“ (si vis pacem para bellum), das ist seit Jahrhunderten die Lehrmeinung der Staatslenker und Militärs. Doch starke Waffen haben immer zum Einsatz verleitet, nicht zum Friedenserhalt, sondern zum Durchsetzen eigener Ziele. Als Hitler seine starke Panzer- Armee und die Sturzkampfbomber hatte, begann er den Eroberungskrieg. Und als die USA die Atomwaffen hatten, zögerten sie nicht, sie einzusetzen. Das Wort „ Friedensethik“ existierte nicht im Sprachgebrauch.
Atomwaffenfreie Zone - realistisch auch für Europa?
Vortrag von Xanthe Hall am 20.3.2010
Insgesamt 113 Staaten haben sich seit 1959 vertraglich verpflichtet, keine Atomwaffen auf ihren Territorien zu lagern, zu produzieren und zu entwickeln. Bis auf Indien und Pakistan ist die südliche Hemisphäre atomwaffenfrei. Regionale Verträge des Verzichts auf Nuklearwaffen und ihre Weiterverbreitung sind wichtige Schritte in eine atomwaffenfreie Welt. Im "Gemeinsamen Haus Europa" sind weder Russland, noch Frankreich und England bereit, auf nukleare Abschreckung und die Drohung mit dem Ersteinsatz zu verzichten.


