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IPPNW

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Deutsche Welle, 18.08.2010

Hohe Sicherheitsrisiken bei deutschen Atomkraftwerken

Deutsche Atomkraftwerke sollen eventuell länger am Netz bleiben, als ursprünglich geplant. Jetzt wird heftig über neue Steuern für die Betreiber und vor allem über die Sicherheitslage der Atomkraftwerke diskutiert. 
Weltweit gibt es 212 Atomkraftwerke mit 438 Reaktorblöcken in 30 Länderrn mit einer Leistung von rund 400.000 Megawatt. In Deutschland existieren noch 12 Kernkraftwerke mit 17 Reaktorblöcken. 19 Reaktorblöcke wurden bereits stillgelegt. Sie waren zum Teil Anfang der 1960er und 1970er Jahren errichtet worden. Sie sind längst vom Netz genommen, weil ihr Betrieb nicht mehr den neusten Sicherheitsstandards entsprach.

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Frankfurter Rundschau, 16.08.2010

Gerangel um AKW-Laufzeiten

Berlin- In der FDP-Bundestagsfraktion regt sich Widerstand gegen den Vorstoß von Wirtschaftspolitikern für deutlich längere Atomkraft-Laufzeiten. Meldungen, wonach sich die Union mit dem FDP-geführten Wirtschaftsministerium und süddeutschen Atomländern auf 14 Jahre Zusatzlaufzeit geeinigt hätten, entsprächen nicht dem Diskussionsstand in der Koalition, sagte der FDP-Obmann im Umweltausschuss, Horst Meierhofer, der FR.

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Evangelischer Pressedienst, 16.08.2010

Flashmob von 100 IPPNW-Friedensaktivisten vor Kölner Dom

Köln (epd) Mit einem sogenannten Flashmob haben rund 100 Friedensaktivisten am Sonntag vor dem Kölner Dom gegen Atomwaffen demonstriert. Um Punkt zehn Uhr ließen sich die Teilnehmer hinfallen und blieben minutenlang wie tot am Boden liegen. Die Aktion solle ein Mahnung sein, dass zwei Jahrzehnte nach dem Ende des Kalten Krieges immer noch Atomwaffen in Europa stationiert seien, die auch deutsche Städte bedrohten, erklärte Alex Rosen von der Organisation Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs (IPPNW). An dem über Internet und per SMS aufgerufenen "Flashmob" seien 40 Teilnehmer vom IPPNW gewesen, die anderen 60 hätten sich spontan eingefunden.

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Westdeutsche Zeitung, 15.08.2010

Radtour von 33 jungen Ärzten gegen Atomwaffen

Düsseldorf. Es ist noch früh, allmählich verzieht sich der Dunst, der noch über den Wiesen am Apollo hängt. Auf den Beinen sind um diese Zeit nur ein paar Jogger und eine bunte Gruppe junger Menschen, die sich vor dem Landtag versammelt hat. Bunt deshalb, weil ihre Mitglieder aus den verschiedensten Ecken der Welt stammen. Es sind 33 Mediziner, die am Samstagmorgen zusammen frühstücken. „Wir brechen heute zu der ,Biking against Nuclear Weapons Tour’ auf“, erklärt Alexander Rosen, Kinderarzt aus Düsseldorf. Ziel der 740 Kilometer langen Fahrradtour: der Weltkongress der Internationalen Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) in Basel vom 25. bis 30. August.

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Münsterländische Volkszeitung, 13.08.2010

Radfahren gegen die nukleare Gefahr

-ak- Rheine. „Hallo, ich bin Nidia Rodriguez, eine junge Ärztin aus Quito, Equador.“ Mit diesem Satz stellte sich die junge Frau der Redaktion vor und berichtete darauf folgend über die am Samstag startende „IPPNW-BAN-Tour“ (IPPNW=International Physicians for the Prevention of Nuclear War, BAN=Biking against Nuclear Weapons). Es ist eine Fahrradtour von über 35 internationalen Ärzten und medizinischen Studenten, die am 14. bis 24. August den Weg von Düsseldorf nach Basel antreten. Anschließend werden sie Basel am IPPNW-Welt-Kongress teilnehmen.

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scharf-links, 13.08.2010

"Heroisierung des Krieges"

Der 65. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima, und, drei Tage später, auf Nagasaki war auch für uns Bremer(innen) wieder ein Anlaß, mit einer Mahnwache der Opfer zu gedenken, verbunden mit der Forderung, alle Atomwaffen in Deutschland und in aller Welt abzuschaffen. Diese Forderung gilt selbstverständlich auch für Atomkraftwerke und andere Atomanlagen. Wie aktuell und im wahren Wortsinn „brennend“ die Forderungen sind, zeigen gerade jetzt die außer Kontrolle geratenen Feuersbrünste in Russland, die auch Atomanlagen bedrohen und deren Folgen systematisch heruntergespielt und verharmlost werden.

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zeit.de, 13.08.2010

Chemiewaffen gegen kurdische Widerstandsorganisation PKK eingesetzt

Politiker und Menschenrechtler fordern Aufklärung

Setzt die Türkei in der Auseinandersetzung mit der kurdischen Widerstandsorganisation PKK Chemiewaffen ein? Dies legen zumindest Fotos nahe, deren Authentizität nun durch einen deutschen Bildfälschungsexperten bestätigt wurde, wie Spiegel Online berichtet.
Auf den Fotos, die kurdische Aktivisten bereits Anfang März einer deutschen Menschenrechtsdelegation übergaben, sind verbrannte, verstümmelte und verätzte Körperteile zu sehen. Nach Angaben der türkisch-kurdischen Menschenrechtler handelt es sich dabei um die Leichen von PKK-Kämpfern, die im September 2009 getötet worden seien.

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Thurgauer Zeitung, 13.08.2010

Verstoß der Türkei gegen Chemiewaffenkonvention

IPPNW:Verdacht besteht seit Langem

Wie das deutsche Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» und die Tageszeitung «taz» am Donnerstag auf ihren Webseiten berichteten, wurde der Verdacht zunächst durch Fotografien erregt, die türkisch-kurdische Menschenrechtsaktivisten an eine deutsche Delegation auf Türkei-Experten, Journalisten und Politikern der Linkspartei übergeben hatten. Auf den Bildern, über die der «Spiegel» bereits im vergangenen Juli berichtet hatte, waren demnach Leichname zu sehen, die verbrannt, verstümmelt und verätzt waren.
Laut der «taz» zeigen sie vier von insgesamt acht toten Kämpferinnen und Kämpfern der kurdischen Untergrundorganisation PKK im Alter zwischen 19 und 33 Jahren. Sie sollen im September 2009 nahe der Stadt Cukurca ums Leben gekommen sein. Das Gebiet gilt als Hochburg der kurdischen Guerilla, und die türkische Armee ist dort seit Jahren mit starken Kräften im Einsatz.

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SPIEGEL, 12.08.2010

Einsatz von Chemiewaffen gegen Kurden

Menschenrechtler erheben schwere Vorwürfe gegen die türkische Regierung: Die Armee soll im Kampf gegen kurdische Rebellen Chemiewaffen eingesetzt haben. Gutachten stützen die Anschuldigung. Deutsche Politiker sind empört und verlangen eine internationale Untersuchung.

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Ruhr Nachrichten, 12.08.2010

Auf dem Fahrrad gegen Atomwaffen

Ärztin aus Ecuador schließt sich IPPNW-Aktion an

Die junge Frau aus Ecuador nimmt an einer Fahrradtour teil, bei der Ärzte aus aller Welt über die Gefahren nuklearer Waffen aufklären. Die Organisation „Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs“ (IPPNW) veranstaltet jährlich Aktionen, um auf soziale und damit verbundene medizinische Probleme aufmerksam zu machen. Und so schwingt sich Nidia, deren Name passenderweise „Hoffnung“ bedeutet, morgen in den Sattel – und radelt von Düsseldorf in Richtung Basel.

lesen ...[Artikel auf ruhrnachrichten.de]

Deutsches Ärzteblatt, 11.08.2010

Risiken radioaktiver Strahlung nach Atombombenabwurf unterschätzt

Die Gefahr radioaktiver Strahlung wurde aufgrund statistischer Auswertungsfehler der Daten von Hiroshima und Nagasaki über viele Jahre unterschätzt. Zu diesem Schluss kommen die Internationalen Ärzte gegen den Atomkrieg  (IPPNW) in einem Überblickspapier zu den gesundheitlichen Spätfolgen der Atombombenabwürfe. Mit dem Papier will die Organisation auch vor den Gefahren geringer radioaktiver Strahlung warnen.

[Artikel auf aerzteblatt.de]

Stuttgarter Nachrichten, 10.08.2010

Skepsis gegenüber Studie der Uni Mainz

IPPNW:Zusammenhang AKW und Leukämie-Erkrankungen bei Kindern

Bei Atomgegnern stößt die Untersuchung auf Skepsis. Die Organisation Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs (IPPNW) in Berlin kritisierte, dass die Studie aufgrund zu geringer Fallzahlen eine zu geringe statistische Nachweisstärke aufweise. Die Organisation erinnerte an eine Erhebung im Auftrag des Bundesamts für Strahlenschutz aus dem Jahr 2007.
Damals war zwischen 1980 bis 2003 in einem Umkreis von fünf Kilometern um die Reaktoren festgestellt worden, dass das Leukämie-Risiko für Kinder unter fünf Jahren wächst, je näher sie an einem Reaktor wohnen. Die Ursache für das erhöhte Risiko ist jedoch bis heute nicht nachgewiesen. Das BfS verweist darauf, dass sich der Anstieg nach derzeitigen Erkenntnisstand nicht allein aus der höheren Strahlenbelastung eines AKW erklären lässt. Andere Studien aus der Vergangenheit zum Thema Krebsrisiko bei Kindern konnten diese Frage auch nie abschließend beantworten.

lesen ...[Artikel auf stuttgarter-nachrichten.de]

junge welt, 09.08.2010

»Es ist falsch, auf Philantropie zu bauen«

Reiche für Vermögensabgabe: Durch private Wohltätigkeit werden Spenden zur Gestaltungsmacht. Gespräch mit Dieter Lehmkuhl

Interview: Claudia Wangerin

Dieter Lehmkuhl ist Mitbegründer der Initiative »Appell für eine Vermögensabgabe«. Er ist selbst vermögend und Vorstandsmitglied der Ärzteorganisation IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges)

[Interview auf jungewelt.de]

tagesschau.de, 06.08.2010

"Die Angst vor der Bombe lässt nach"

Interview-Banner Hiroschima: "Das Grauen vor der Bombe lässt nach" 65 Jahre nach Atomangriff

Es dauerte nur Sekunden, bis die Atombombe über Hiroschima ihre tödliche Wirkung voll entfaltet hatte. 80.000 Menschen starben sofort. 65 Jahre danach lassen die abschreckenden Erinnerungen an die erste Bombe nach. Das bringe neue Risiken, sagt Xanthe Hall von der Organisation Ärzte gegen Atomkrieg im Gespräch mit tagesschau.de.

[Interview auf tagesschau.de]

RP Online, 05.08.2010

Lagerung von Atomwaffen in Europa

Die atomkraftkritische Ärzteorganisation IPPNW und das Berliner Informationszentrum für Transatlantische Sicherheit (BITS) schätzen die Zahl der US-Atomwaffen in Europa auf rund 240. Hinzu kommen die französischen und britischen Arsenale.

lesen ...[Artikel auf rp-online.de]

junge Welt, 05.08.2010

Tricksereien um Laufzeit

RWE-Konzern verschiebt Reststromkontingente zum hessischen Atomkraftwerk Biblis. Die Anlage gilt als eine der störanfälligsten überhaupt

Mit allerlei Drohungen, Erpressungen und Tricksereien versuchen die Stromkonzerne, ihre Atomkraftwerke vor dem Abschalten zu bewahren und längere Laufzeiten durchzusetzen. Jetzt erreichte RWE, daß Block B des AKW Biblis länger als geplant am Netz bleiben kann. Wie der Konzern mitteilte, wurden vom längst stillgelegten AKW Mühlheim-Kärlich 8100 Gigawattstunden Reststrom auf Biblis B übertragen.

[Artikel auf jungewelt.de]

taz, 27.07.2010

Strahlender Rohstoff mit dunkler Herkunft

Deutsche Reaktoren verbrauchen jährlich rund 4.300 Tonnen Uran. Doch woher stammt es?

Die Herkunft des in Deutschland angereicherten oder in Atomkraftwerken verwendeten Urans ist unklar. Das bemängelt die Vereinigung Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) in einer aktuellen Studie. Zwar veröffentlicht die Bundesregierung jährlich, aus welchen Ländern die deutschen Anreicherungsanlagen oder Atomkraftbetreiber ihren Rohstoff beziehen, anhand des Datenmaterials seien jedoch lediglich "die Lieferländer nachzuvollziehen, nicht aber die Ursprungsländer", schreibt der Autor der Studie, Benjamin Paaßen.

[Artikel auf taz.de]

Neues Deutschland, 23.07.2010

Krebs ja, Missbildung nein?

Neue Studie zu Kindern und Kernkraft löst Kontroversen aus

Verschiedene Studien, unterschiedliche Ergebnisse. Das ist zwar häufig so, im Falle zweier Untersuchungen zur Kindergesundheit im Umkreis von Atommeilern aber besonders bitter. Abschließend kann die wahre Gefahr nicht geklärt werden.

[Artikel auf neues-deutschland.de]

junge Welt, 15.07.2010

Streit um Spendenverein

Die internationale Ärzteorganisa­tion IPPNW hat vor einem Generalverdacht gegen islamische Organisationen gewarnt. Mit dem IHH-Verbot schaffe die Bundesregierung neue Feindbilder, kritisierte der IPPNW-Vorsitzende Matthias Jochheim am Mittwoch in Berlin. Statt dessen solle die Bundesregierung besser deutsche Waffenexporte und Rüstungsgütertransporte nach Nahost stoppen.

[Artikel auf jungewelt.de]

Ärzteblatt, 18.06.2010

Nahostkonflikt: „Ein gewaltsames Signal“

Der Angriff auf die „Freedom Flotilla“ hat ein Schlaglicht auf die humanitäre Lage im Gazastreifen geworfen. Ein deutscher Vertreter der IPPNW war an Bord.

Als die Friedens- und Menschenrechtsaktivisten der „Freedom Flotilla“, eines Verbands aus sechs Transport- und Passagierschiffen, am vorletzten Maitag aus Zypern Richtung Gazastreifen ablegten, mussten die Passagiere mit Konflikten rechnen. Ziel der Aktion war es, die Blockade des kleinen palästinensischen Küstenstreifens durch die israelischen Streitkräfte zu durchbrechen. Dass die Aktion in einem blutigen Desaster mit neun Toten enden würde, damit hatte auch Matthias Jochheim nicht gerechnet.

[Artikel auf aerzteblatt.de]

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.06.2010

Mediziner auf Friedensmission

Engagement für Gaza

Der Frankfurter Arzt Matthias Jochheim wollte Hilfsgüter nach Gaza bringen und hat den Angriff auf der „Mavi Marmara“ miterlebt. Nun ist er wieder daheim und will sein Engagement fortsetzen.

Matthias Jochheim hatte Wache gehalten in jener Nacht. Von zwei bis vier. Regelmäßig hatte er auf dem Deck nach dem Rechten gesehen, und als endlich die Ablöse kam, ist er nach unten auf das Zwischendeck gegangen, hat sich auf eine Matratze gelegt, um sich ein wenig auszuruhen. Jochheim weiß nicht mehr, wie lange er geschlafen hatte, vielleicht waren es fünf Minuten, vielleicht auch dreißig. Doch er erinnert sich an den Knall einer Schockgranate, von der er aufgeschreckt worden war, und an die Schreie der Menschen auf dem Deck, die kurz darauf die Toten und Verletzten nach unten brachten, in große weiße Laken gehüllt.

[Artikel auf faz.net]

Kölner Stadtanzeiger, 02.06.2010

„Der Angriff war politisch kalkuliert“

Interview mit Matthias Jochheim

Matthias Jochheim war an Bord des Gaza-Hilfskonvois, der von den Israelis angegriffen wurde. Im Interview mit ksta.de erzählt der Frankfurter Mediziner vom Kampf um die Kontrolle des Decks, über Provokation und Hamas-Sympathisanten.

[Interview auf ksta.de]

Frankfurter Rundschau, 01.06.2010

"Dann war plötzlich Krieg"

Angriff auf Schiffe vor Gaza-Küste

Der alte Mann da vorne hat offenkundig nicht geschlafen. Er trägt eine Stoffhose und ein weißes T-Shirt, die grauen Haare sind zerzaust, über den Schultern baumelt eine dunkelblaue Decke, die er im Flugzeug bekam. Alles andere hat man ihm genommen. "Wir sind im Grunde unter die Räuber gefallen", sagt Norman Paech. Dann berichtet er so detailliert wie möglich von den Ereignissen der letzten 36 Stunden, die für ihn vor allem eines sind: "ein Kriegsverbrechen".

Paech war dabei, als die israelische Armee in den frühen Morgenstunden des Montags einen schwimmenden Hilfskonvoi auf dem Weg nach Gaza stürmte. Als der Völkerrechtler am Dienstag mit zwei Abgeordneten der Linken und zwei weiteren Mitstreitern unter der Berliner Reichstagskuppel steht, ist das Interesse gewaltig. Nach einem Tag voller Rätsel sprechen nun zum ersten Mal Zeugen einer militärischen Attacke, von der nach wie vor unklar ist, wie viele Menschenleben sie gefordert hat.

[Artikel auf fr-online.de]

die tageszeitung, 27.05.2010

800 Helfer nach Gaza aufgebrochen

Protest gegen Israels Blockade

Die bislang größte Hilfsaktion für den Gaza-Streifen hat begonnen: Von Schweden aus sind 800 Menschen auf Schiffen aufgebrochen, darunter Autor Henning Mankell.

"Es ist, als ob ein Gespenst aus dem Grab steigt", sagt der schwedische Schriftsteller Henning Mankell. "Als ob das südafrikanische Apartheidsystem vom Müllplatz der Geschichte wiederauftaucht, wohin es vor 15 Jahren abgeladen wurde." Mankell, der selbst mehrere Reisen durch Israel und Palästina unternommen hat, ist jetzt an Bord des Frachters "Sofia" auf dem Weg nach Gaza.

[Artikel auf taz.de]

Der Tagesspiegel, 20.05.2010

Schiffe nach Gaza

Hilfslieferungen

Acht Schiffe sollen am Wochenende Hilfsgüter in den von Israel und Ägypten fast hermetisch abgeriegelten Gazastreifen bringen. Doch Israel will die Flotille abfangen und nicht in Gaza anlegen lassen.

Die Medikamente gegen die Seekrankheit muss sie noch besorgen, die Reisetasche mit höchstens acht bis zehn Kilo Gepäck noch packen. Damit will die Bundestagsabgeordnete Annette Groth (Linke) am Wochenende im griechischen Heraklion eines der acht Schiffe der „Gaza-Flotille“ besteigen, die Hilfsgüter in den von Israel und Ägypten fast hermetisch abgeriegelten Gazastreifen bringen will. „Wir wollen mit der Aktion aber auch endlich die Öffentlichkeit aufrütteln und Druck auf die europäischen Parlamente machen, sich für die Einhaltung der Menschenrechte einzusetzen“, sagt Groth dem Tagesspiegel.

[Artikel auf tagesspiegel.de]

die tageszeitung, 6.5.2010

Kritik an deutschem Staatsminister

Nach Rede vor Atomwaffenkonferenz

Die Friedensbewegung kritisiert Staatsminister Hoyers Rede vor der New Yorker Atomwaffenkonferenz. Er setze sich nicht genug für eine Welt ohne Atomwaffen ein. Die Rede des Staatsministers im Auswärtigen Amt, Werner Hoyer (FDP) vor der New Yorker Überprüfungskonferenz zum "Vertrag über die Nichtverbreitung von Atomwaffen" (NPT) hat bei der Kampagne "Für eine Zukunft ohne Atomwaffen" - einem breiten Bündnis aus Organisationen der Friedensbewegung, Kirchen, Gewerkschaften und Politik - große Enttäuschung und Kritik ausgelöst.

[Artikel in der taz]

Ärzte Zeitung, 28.04.2010

E-Card-Rollout hängt noch an der Finanzierung

Ärztevertreter wären gesprächsbereit, Krankenkassen lassen jedoch auf sich warten

Dass sich die Spitzenverbände der Selbstverwaltung nun in Sachen elektronische Gesundheitskarte (eGK) grundsätzlich geeinigt haben, bringt die eGK nur bedingt voran. Denn die Frage der Finanzierung steht noch aus.

"Das Ministerium hat die Partner in der Betreibergesellschaft von einem gemeinsamen Vorgehen überzeugt", so die Aussage von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) gegenüber der WAZ-Mediengruppe. Damit habe die Betreibergesellschaft das weitere Vorgehen in der Hand.

[Artikel auf aerztezeitung.de]

Südkurier, 24.04.2010

Mit Helm und Stift gegen Atomwaffen

Schwarzwald-Baar-Kreis

Unter dem Motto „Radeln für den Frieden“ haben gestern ungefähr 30 Radfahrer an einer Sternfahrt durch den Schwarzwald teilgenommen, um für eine Welt ohne Atomwaffen zu werben. Anlass für die Aktion war die internationale Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag.

Sie findet demnächst in New York statt. Der Kundgebung, die von der Organisation IPPNW, einem Ärztebündnis gegen den Atomkrieg, ausgerichtet wurde, wohnten etwa 60 Zuhörer auf dem Münsterplatz bei. Viele unterzeichneten auch ein Transparent mit entsprechenden Forderungen. Als Mitglied der internationalen Organisation „Bürgermeister für den Frieden“ sprach auch Oberbürgermeister Rupert Kubon. Atomwaffen seien „Ausdruck einer hochgerüsteten, friedlosen Welt“, sagte Kubon.

[Artikel auf suedkurier.de]

junge Welt, 21.04.2010

Protest gegen Freispruch

Mit scharfen Worten kritisierten Linkspartei, außerparlamentarische Organisationen und Anwälte am Dienstag die am Tag zuvor von der Bundesanwaltschaft verkündete Einstellung des Ermittlungsverfahrens gegen Bundeswehr-Oberst Georg Klein. Er hatte in der Nacht zum 4.September 2009 einen Luftschlag gegen zwei im Sand des Kundusflußtales in Nordafghanistan festsitzende Tanklaster angeordnet, um die dort anwesenden Menschen zu »vernichten«, wie er notierte. Gegenüber den US-Piloten zweier Bombenflugzeuge, die an dieser Stelle zahlreiche Zivilisten vermuteten, machte er laut Untersuchungsberichten falsche Angaben über eine angebliche Bedrohung des deutsche Camps in Kundus und bestand auf seinem Befehl zur Bombardierung. Dabei kamen bis zu 142 Menschen ums Leben, darunter zahlreiche unbewaffnete Zivilisten.

[Artikel auf jungewelt.de]

junge Welt, 16.04.2010

Palästinenser von Ausweisung bedroht

Offener Brief an Angela Merkel

Die Ärzteorganisation IPPNW appellierte am Donnerstag in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel, sich gegenüber der israelischen Regierung für die Rücknahme der Änderungen zweier israelischer Militärverordnungen einzusetzen, auf deren Grundlage Zehntausende Palästinenser des Landes verwiesen werden können (siehe auch jW vom 14. April).

Am 13. April 2010 sind die Änderungen zweier israelischer Militärverordnungen in Kraft getreten. Die geänderten Verordnungen »Prevention of Infiltration« und »Security Provi­sions« definieren u.a. den Begriff »Infiltrant« neu. »Infiltrant« erfaßt jetzt jede Person, die sich in der Westbank aufhält und keine »Erlaubnis« besitzt. Zugleich geben die Militärverordnungen nicht an, was diese »Erlaubnis« ist. Damit werden unter die neue Regelung alle jene Palästinenser und Palästinenserinnen fallen, die keine israelische »Erlaubnis« besitzen, weil sie auch vorher nicht im Besitz einer solchen waren, zum Teil aber schon Jahrelang dort leben.

[Artikel auf jungewelt.de]

Frankfurter Rundschau, 15.04.2010

Die Bombe tickt im Meiler

Angst vor Atomterror

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe beim Nukleargipfel in Washington gemeinsam mit 46 weiteren Staatschefs versprochen, gegen die wachsende Atomterror-Gefahr zu kämpfen - tue aber in Deutschland genau das Gegenteil. Das werfen ihr deutsche Atomexperten und Umweltschützer vor. "Jedes laufende Atomkraftwerk erhöht die Menge an nuklearem Material, das abgebaut, weiterverarbeitet, gehandelt, transportiert und gelagert wird", sagte Angelika Claußen, Vorsitzende der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW, der FR. "Auf jeder Stufe besteht die Gefahr, dass Material für eine schmutzige Bombe abgezweigt wird." Einen wirklichen Schutz biete nur "der schnellstmögliche Ausstieg aus der Atomenergie".

[Artikel auf fr-online.de]

Neues Deutschland, 12.04.2010

Obama will Atomterroristen das Handwerk legen

Nuklearsicherheit – zentraler Baustein für eine kernwaffenfreie Welt

Staats- und Regierungschefs aus über 40 Ländern hat USA-Präsident Barack Obama zum heute beginnenden Gipfel über Nuklearsicherheit nach Washington eingeladen. Schwerbewaffnete Kämpfer dringen in eine Lagerstätte für Kernwaffen ein, sammeln ein halbes Dutzend Atomsprengsätze ein und verschwinden ins Nirgendwo – das sind Horrorvorstellungen für jeden Anti-Terrorspezialisten. Alternativ könnte der Schauplatz auch ein nuklearer Forschungsreaktor oder ein Strahlenlabor sein. Ebenso Furcht einflößend wäre es, wechselten auf einem Flughafen oder einem grenznahen Autobahnparkplatz Container mit radioaktivem Spaltmaterial und einige Hunderttausend Dollar die Besitzer. Um derartige Szenarien zu verhindern, hat USA-Präsident Barack Obama Spitzenpolitiker aus über 40 Staaten nach Washington eingeladen. Denn dass Terroristen Zugang zu Atomwaffen oder nuklearem Spaltmaterial erlangen könnten, hält er für »die unmittelbarste und extremste Bedrohung

[Artikel auf neues-deutschland.de]

Frankfurter Rundschau, 07.04.2010

Nur noch Atommächte im Visier

Obamas neue Nuklearstrategie

Die wichtigste Änderung der neuen Atomstrategie der USA sind die weißen Flecken auf den Weltkarten der Militärs. Bis Dienstag hatte Washington auch dann potenziellen Gegnern mit nuklearer Vernichtung gedroht, wenn diese selbst keine Atomwaffen besitzen. Angriffe mit chemischen oder biologischen Kampfstoffen gegen die USA oder ihre Verbündeten konnten ebenso Amerikas nuklearen Zorn heraufbeschwören wie nebulöse "überraschende militärische Entwicklungen". Selbst um Bunker zu knacken, die konventionellen Angriffen standhalten, behielt sich Washington den Einsatz von Atomwaffen vor. Damit war theoretisch jeder Winkel dieser Erde, jeder unterirdische Kommandostand eines Gegners ein potenzielles Ziel für US-Atomschläge.

[Artikel auf www.fr-online.de]

n-tv.de, 19.03.2010

Neue US-Nuklearstrategie

Ende März will US-Präsident Obama die neue Atomwaffenstrategie seines Landes verkünden. Es geht um nukleare Abrüstung und um die Kernfrage, ob die atomare Abschreckung mehr oder weniger Frieden bringt.

Eine Welt frei von Atomwaffen, seit der Rede von US-Präsident Barack Obama im April 2009 in Prag scheint dies tatsächlich wieder möglich. "Wir werden damit anfangen, unser Atomwaffenarsenal zu reduzieren", sagte Obama vor fast einem Jahr an der Prager Burg unter dem tosenden Beifall von gut 30.000 Menschen. Seitdem bastelt die US-Administration hinter den Washingtoner Kulissen an einer neuen Atomstrategie. Ende März soll sie fertig sein. Xanthe Hall, Abrüstungsexpertin der atomkritischen Ärzte-Organisation IPPNW, vermutet, dass Obama nach seiner Ankündigung vor allem mit Widerstand aus dem Ausland gerechnet  hat. "Er hat nicht erwartet, dass so viel Gegenwind vor allem aus dem Pentagon kommen würde", sagt sie n-tv.de.

 

[Artikel auf n-tv.de]

jungewelt.de, 19.03.2010

»In der Eifel liegen rund 30 Atomsprengköpfe«

Kernwaffen bleiben Gefahr für die Menschheit. Friedenskongreß am Wochenende in Essen. Ein Gespräch mit Werner Strahl

Dr. Werner Strahl von den »Internationalen Ärzten gegen den Atomkrieg (IPPNW)« arbeitet als Kinderarzt in Essen

Die »Ärzte gegen den Atomkrieg« sind Mitorganisatoren des heute beginnenden Kongresses »Friedenskultur 2010« in Essen. Warum findet die Veranstaltung gerade dort statt?

Die IPPNW will gemeinsam mit Pax Christi, der Deutschen Friedensgesellschaft DFG-VK und dem Essener Friedensforum einen besonderen Akzent im Jahr der Kulturhauptstadt 2010 in Essen und dem Ruhrgebiet setzen. Wir waren verärgert, daß lediglich künstlerische Projekte gefördert werden. Für unsere Konferenz bekamen wir mit dieser Begründung kein Geld aus dem Kultursäckel. Die »Friedenskultur 2010« bietet jetzt in der Volkshochschule und in der »Lichtburg« ein Programm mit Diskussionen und Kultur über das gesamte Wochenende. Künstler wie Konstantin Wecker und Stoppok unterstützen uns mit ihren Auftritten.

[Das ganze Interview auf www.jungewelt.de]

taz, 14.03.2010

Afghanistan

Nur schleppende Entschädigung

Die Ärzte gegen den Atomkrieg (IPPNW) und das Bremer Informationszentrum für Menschenrechte (biz) haben am Freitag Vertreter der paschtunischen Volksgruppe Afghanistans zu einer Diskussion ins Überseemuseum eingeladen.

Unter ihnen war der Bremer Anwalt Karim Popal, der die Familien der Opfer des Tankwagen-Bombardements von Kunduz vertritt. Popal war früher Anhänger der antirussischen Mudjaheddin. Den Warlord Heckmatyar, der für die grausame Zerstörung von Kabul nach dem Abzug der Sowjets verantwortlich gemacht wird, hat er einen "sozialdemokratischen Reformer" genannt, der noch heute Anhänger im Kabinett von Präsident Hamid Karsai habe.

[Artikel auf taz.de]

junge Welt, 05.03.2010

Zukunft ohne Atomwaffen

Appell an die Bundesregierung

Wenige Wochen vor der Überprüfung des Atomwaffensperrvertrags in New York fordert ein breites gesellschaftliches Bündnis »mutige Schritte« zu einer atomwaffenfreien Welt. Der Koordinationskreis »NPT2010«, der IALANA, die Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), die Bürgermeister für den Frieden, GEW, die Kampagne »Unsere Zukunft atomwaffenfrei« und pax christi angehören, sammelt Unterschriften unter den Appell »Für eine Zukunft ohne Atomwaffen«.

[Artikel auf jungewelt.de]

Neues Deutschland, 22.02.2010

Protest gegen den Krieg

Kundgebung und Demonstration »Kein Soldat mehr« in Berlin

Aktion gegen den Krieg in Afghanistan. Lediglich 2000 Friedensbewegte demonstrierten in Berlin, obwohl die Ablehnung des Bundeswehreinsatzes in der Bevölkerung weiter verbreitet ist.

Rund 2000 Menschen demonstrierten am Sonnabend in Berlin für den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan. »Kein Soldat mehr. Dem Frieden eine Chance – Truppen raus aus Afghanistan« hieß das Motto der Aktion, zu der bundesweit aufgerufen worden war. Unter den Teilnehmern befanden sich auch Bundes- und Landtagsabgeordnete der Linkspartei und einige Gewerkschafter, die mit der Fahne der IG Bauen Agrar Umwelt Flagge zeigten. »Krieg wird niemals Frieden, wie auch eine Katze niemals ein Hund wird«, widersprach der Theologe Eugen Drewermann unter Applaus den Beteuerungen der Bundesregierung, der Einsatz der Bundeswehr diene dem Frieden in Afghanistan. Drewermann schloss seinen Beitrag mit einem literarischen Klassiker der deutschen Friedensbewegung ab, indem er das Gedicht »Sag nein«, von Wolfgang Borchert rezitierte.

[Artikel auf neues-deutschland.de]

neues-deutschland.de, 17.02.2010

Einmischen, eingreifen

25 Jahre Friedensfilmpreis

Friedensfilmpreis. Ein schönes Wort. Es klingt rein und sanft. Diejenigen aber, die ihn vergeben und die ihn erhalten, sind kämpferisch, unduldsam gegen das Schmutzige in der Welt. Das meint nicht nur den Krieg. Verliehen wird der Preis an einen Film, der »die ästhetischen Mittel in besonderer Weise in den Dienst des friedlichen Miteinanders und des sozialen Engagements stellt«. Gestiftet wurde er von Berliner Friedensgruppen, 1986 im UNO-Jahr des Friedens. Eine der Gründerinnen, Marianne Wündrich-Brosien: Als Querulanten seien sie damals beschimpft worden; in der Frontstadt des Westens inmitten des Kalten Krieges habe dieser Preis nichts zu suchen.

[Artikel auf neues-deutschland.de]

RP online, 15.02.2010

Appell für "Zukunft ohne Atomwaffen"

Internationale Kampagne

Auf eine weltweite Vernichtung von Atomwaffen drängen Nichtregierungsorganisationen mit einer internationalen Kampagne. Deutsche Vertreter der Aktion forderten am Montag in Berlin im Vorfeld einer UN-Konferenz zur Überprüfung des Atomwaffensperrvertrags Anfang Mai in New York mehr Engagement der Bundesregierung für nukleare Abrüstung.

[Artikel auf RP online]

Hannoversche Allgemeine, 29.01.2010

USA schicken 5000 Soldaten ins Einsatzgebiet der Bundeswehr

Die USA schicken bis zu 5000 zusätzliche Soldaten in das Einsatzgebiet der Bundeswehr in Nordafghanistan - darunter auch Kampftruppen und Hubschrauber. Bei Gefechten wurde unterdessen ein Bundeswehrsoldat verwundet.

[Artikel auf haz.de]

n-tv.de, 29.01.2010

Bundeswehr bangt um Führung

Mehr US-Soldaten in Nord-Afghanistan

Eine US-Truppenaufstockung auf 5000 Soldaten im deutschen Einflussgebiet könnte die Führungsrolle der Bundeswehr in Nord-Afghanistan gefährden. Zwar betont das US-Militär, dass der Norden unter deutschem Kommando bleiben soll, doch könnte es bei gleicher Truppenstärke zu Kompetenzgerangel kommen. Nach Gesprächsbemühungen des Westens mit den Taliban zögern diese mit einer Antwort.

[Artikel auf n-tv.de]

ngo.online.de, 24.01.2010

Krieg oder Menschenrechte?

Plädoyer für staatliche Souveränität und Völkerrecht

Nach dem Erdbeben in Haiti entbrannte eine Debatte über eine Neubewertung kolonialer Herrschaft. Der Begriff "Kolonie" könne positiv gewertet werden, so die These einiger Medien. Mit einfachen Worten: Der Westen soll’s richten, notfalls mit Gewalt, Krieg und Besatzung - alles selbstverständlich allein aus humanitären Gründen. Christoph Krämer, Vorstandsmitglied der Deutschen Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), hält das Konzept, mit westlichen Militärinterventionen Völkermord und Menschenrechtsverbrechen verhindern zu wollen, für nicht realitätstauglich. Im Gespräch mit ngo-online widerspricht Krämer der offiziellen Kriegs-Propaganda. Die Frauenrechte in Afghanistan wurden seiner Meinung nach am schlimmsten durch die USA beschnitten, als sie vor etlichen Jahren in die Aufrüstung "islamistischer Krieger" für einen Stellvertreter-Krieg gegen die damalige Sowjetunion investierten.

[Artikel auf ngo-online.de]

spiegel online, 20.01.2010

Entscheidung zu Chef-Arzneimittelprüfer vertagt

IQWiG-Chef Sawicki

Der Krimi um die Vertragsverlängerung von IQWiG-Chef Peter Sawicki geht weiter: Die entscheidende Vorstandssitzung des Arzneiprüfinstituts ging ohne Ergebnis zu Ende. Einen Termin für neue Gespräche gibt es noch nicht.

[Artikel auf spiegel online]

aerzteblatt.de, 12.01.2010

Interview mit Dr. med. Angelika Claußen, IPPNW-Vorsitzende: „Krieg macht krank“

Was bewegt Ärztinnen und Ärzte, sich für den Frieden einzusetzen? Angelika Claußen über die steigende Zahl traumatisierter Soldaten und die IPPNW-Forderung nach einer Exitstrategie für Afghanistan.

[Artikel auf aerzteblatt.de]

Evangelischer Pressedienst, 06.01.2010

Afghanistan: Ärzteorganisation verteidigt Käßmann

Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW hat die Äußerungen der Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, zum Afghanistan-Krieg verteidigt. "Nicht das Votum von Frau Käßmann gegen diesen Krieg, sondern das Votum der Politiker für dessen Fortsetzung gegen den Willen der Volksmehrheit ist unmoralisch", erklärte der Gründer der Organisation, Horst-Eberhard Richter, am Mittwoch in Berlin.

[Link auf epd.de]

fr-online, 18.12.2009

Wirbel um Sawicki

Der Pharmakritiker Peter Sawicki muss möglicherweise seinen Hut nehmen: Der Leiter des Kölner Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) steht unter der neuen schwarz-gelben Bundesregierung zur Disposition. In einem außerordentlich anberaumten Termin Mitte Januar soll der Vorstand des Instituts über die Zukunft des Mediziners entscheiden. Sawickis Vertrag läuft im August 2010 aus.

[Artikel auf fr-online.de]

Ärzte Zeitung, 09.12.2009

"Der Klimawandel ist die größte globale Gesundheitsbedrohung des 21. Jahrhunderts"

Ärzte in aller Welt warnen vor wachsenden Gesundheitsrisiken als Folge des Klimawandels und fordern die Teilnehmer des Weltklimagipfels in Kopenhagen zum Handeln auf.

[Artikel auf Ärzte Zeitung]

Medical Tribune online, Dezember 2009

Krise bremst weltweit Gesundheitsprojekte

World Health Summit zu globalen Problemen

Die globalen Akteure müssen koordiniert handeln, um die weltweiten Gesundheitsstandards anzuheben. Diese Auffassung vertraten die Teilnehmer des ersten Weltgesundheitsgipfels in Berlin. Dass diese Koordination schwierig werden wird, lassen allerdings die in viele Richtungen gehenden Veränderungsvorschläge vermuten.

[Artikel auf Medical Tribune]

Die Wochenzeitung, 3.12.2009

Keine Bange, da ist nichts?

AKW und Leukämie

Claudio Knüsli ist der Arzt, den man sich wünscht, wenn man an Krebs erkrankt. Es gilt als «patientennah», er nimmt sich Zeit für die Leute. Knüsli arbeitet in Basel als Onkologe. Letzten Donnerstag erschien im «Schweizer Krebsbulletin» ein Leserbrief von Knüsli, der für einigen Wirbel sorgen dürfte. Er trägt den sperrigen Titel: «Ausreichende statistische Nachweiskraft der Canupis-Studie?» Dahinter stehen einige heisse Fragen: Machen Atomkraftwerke krank? Wie lässt sich das herausfinden?

[Artikel als pdf-Datei]

ddp-Meldung, 4.11.2009

Lob und Tadel für Guttenbergs Klarheit zu Afghanistan-Einsatz

Berlin (ddp)

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) bekommt für seine Neupositionierung des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr als kriegsähnlicher Einsatz große Zustimmung. Das treffe für viele Soldaten die Realität, sagte der Wehrbeauftragte des Bundestages, Reinhold Robbe (SPD) am Mittwoch.

[ddp-Meldung 4.11.2009]

Deutsches Ärzteblatt, 2009; 106(46): A-2314

Strahlenschutz: Informationen zum Krebsrisiko für Kinder

Die atomkritische Ärzte­organisation IPPNW (Deutsche Sektion der Inter­nationalen Ärzte für die Ver­hütung des Atom­krieges, Ärzte in sozialer Verant­wortung) hat Ver­besserungen im Strahlen­schutz mit der Einführung eines „Reference-Embryos“ zum Schutz von Kindern gefordert.

[Artikel auf aerzteblatt.de]

NeuesDeutschland, 02.11.09

In Washington formieren sich die Abrüstungsgegner

In den USA ist der Kampf um Barack Obamas Vision einer atomwaffenfreien Welt entbrannt / Militärs wollen nicht auf »erweiterte Abschreckung« verzichten

Das Ziel verkündete Barack Obama bereits im Frühjahr in Prag, jetzt stellte sich auch der UN-Sicherheitsrat hinter seine Vision. Aber in den USA formieren sich die Gegner der nuklearen Abrüstung. Nun will der Präsident selbst an den Pentagon-Beratungen über die Formulierung einer neuen Nukleardoktrin teilnehmen, um sicherzustellen, dass sie seinen Vorstellungen zur Schaffung einer atomwaffenfreien Welt entspricht.

 

[Artikel auf neues-deutschland.de]

Social Times, 27.10.09

IPPNW kritisiert Waffengeschäft mit Israel

Gestern Lob, heute Mahnung

(IPPNW). Nach dem gestrigen Lob des Koalitionsvertrags haben die Ärzte gegen den Atomkrieg (IPPNW) und die pax christi Nahostkommission heute an Bundeskanzlerin Merkel appelliert, die israelische Forderung nach zwei deutschen Kriegsschiffen "unverzüglich abzulehnen". Das Geschäft vertrage sich nicht mit dem vereinbarten Eintreten für Frieden im Nahen und Mittleren Osten, mahnten die Organisationen. Bereits im Juli hatte die IPPNW in einem offenen Brief an die Kanzlerin gegen die Lieferung von zwei atomwaffenfähigen U-Booten an Israel protestiert.

 

[Artikel auf socialtimes.de]

jungeWelt, 27.10.09

Atomkraftgegner kündigen Widerstand an

Koalitionsvertrag in der Kritik von Umweltverbänden. Sonntagsspaziergänge in Gorleben geplant

»Herausgekommen ist ein Torso«. Auf diesen Nenner brachte die Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Lüchow-Dannenberg am Montag ihre Kritik an den energiepolitischen Passagen des Koalitionsvertrages von Union und FDP. Anstelle eines belastbaren Konzepts, wie Energie- und Klimapolitik künftig zusammengehen könnten, werde in dem Vertrag lediglich die Aufhebung der Laufzeitbegrenzung für Atomkraftwerke beschworen.

[Artikel auf jungeWelt.de]

FrankfurterRundschau, 20.10.09

"Immer mit einem Bein im Gefängnis"

AKW Biblis

Der Elektrotechniker muss gestaunt haben, als er im Kernkraftwerk Biblis seiner Arbeit nachging. In einem Untersuchungsbericht des Öko-Instituts, der im Auftrag der Gesellschaft für Reaktorsicherheit erstellt wurde, ist detailliert nachzulesen, was der Mann bei Arbeiten an sensiblen Anlagen erlebt hat:

 

[Artikel auf FR-online.de]

spiegel online, 20.10.09

Techniker berichtet über Chaos in Biblis

Atomkraftwerk

Montagepannen, Organisationsfehler, falsche Pläne: Im Atomkraftwerk Biblis sollen laut einem Ex-Mitarbeiter zeitweise chaotische Zustände geherrscht haben. Die Betreiberfirma RWE Power bestreitet das - doch ein SPIEGEL ONLINE vorliegendes Gutachten stützt einige Vorwürfe des Technikers.

 

[Artikel auf spiegel online]

jungeWelt, 14.10.09

»Sie klären unter sich, wie es sich rechnet«

Am Donnerstag beginnt in Berlin der »Weltgesundheitsgipfel«. Um öffentliche Gesundheitsvorsorge geht es dabei nicht. Gespräch mit Thomas Seibert

[Artikel auf jungeWelt.de]

taz, 12.10.09

Aus für Biblis B rückt näher

Sicherheitsmängel bei AKW

Regierungsgutachter bescheinigen dem AKW Biblis B 53 gefährliche Sicherheitsmängel. Eigentlich müsste das Atomkraftwerk abgeschaltet werden. VON ARMIN SIMON

 

[Artikel bei taz.de]

focus.de, 9.10.09

Schwerer Gang nach Oslo

Friedensnobelpreis

US-Präsident Obama hat erstaunt auf die Entscheidung der Jury reagiert, doch er respektiert sie und will den Friedensnobelpreis persönlich in Oslo entgegennehmen. Das Preisgeld spendet der Geehrte.

 

[Artikel bei focus.de]

Wiesbadener Tagblatt, 06.10.09

"Atomenergie ist nie friedlich"

STRAHLENSENSIBILITÄT Wiesbadenerin in Ärzteorganisation engagiert

Die in Wiesbaden als Kinder- und Jugendpsychiaterin praktizierende Annette Bänsch-Richter-Hansen ist seit 1982 Mitglied der Ärzte-Organisation gegen den Atomkrieg. Wir sprachen mit ihr über ihre Beweggründe für das Engagement.

[Artikel auf wiesbadener-tagblatt.de]

Neues Deutschland, 5.10.09

Moskau befürchtet eine Mogelpackung

Russland hat den Stopp für USA-Raketenschild in Osteuropa begrüßt – und ist misstrauisch

Die Obama-Regierung distanziert sich mit spektakulären Korrekturen von der Politik ihrer Vorgängerin. Der USA-Präsident hat eine atomwaffenfreie Welt zum Ziel seiner Politik deklariert, den UN-Sicherheitsrat darauf eingeschworen und die Errichtung eines Raketenschirms in Osteuropa gestoppt. Russlands Präsident Dmitri Medwedjew fand diese Entscheidung »mutig« und will seinerseits auf die Stationierung von Iskander-Raketen im Gebiet Kaliningrad verzichten. Trotzdem bleibt Misstrauen bestehen.

 

[Artikel bei neues-deutschland.de]

domradio.de, 6.8.09

Wissenschaftler und Ärzte rufen zur Beseitigung aller Atomwaffen auf

Agenda 2020

Zum 64. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki haben Wissenschaftler, Ärzte und Politiker die Abschaffung aller Kernwaffen bis zum Jahr 2020 gefordert. In einem am Mittwoch in Berlin veröffentlichten Appell haben 40 renommierte Wissenschaftler und Ingenieure aus aller Welt, darunter 27 Nobelpreisträger, vor der Gefahr gewarnt, die nach wie vor von Atomwaffen ausgeht.

[Artikel auf domradio.de]

jungeWelt, 25.07.2009

Vereint gegen Iran

28.07.2009 

In gleich 105 Städten weltweit soll an diesem Samstag ein »globaler Aktionstag für den Iran« veranstaltet werden. Mit grünen Bändchen, Lichterketten und Mahnwachen soll unter dem Internet-Twitter-Slogan »united4iran« (Vereint für Iran) Solidarität mit der Oppositionsbewegung am Persischen Golf bekundet werden.

 

[Artikel auf jungewelt.de]

tagesspiegel, 14.7.09

Gesundheitskarte nicht fit

Zum 1. Oktober dieses Jahres sollen die ersten elektronischen Gesundheitskarten ausgegeben werden. Die Vorbereitungen in der Startregion Nordrhein laufen nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums bereits. Jetzt hat es in der laufenden Testphase allerdings offenbar eine Panne gegeben.

[artikel auf tagesspiegel.de]

taz, 10.7.09

Neuer Verantwortlicher für Pannenreaktor

Ein Sonderbevollmächtigter soll künftig das Atomkraftwerk Krümmel sicherer machen

Ein Sonderbevollmächtigter soll künftig das Atomkraftwerk Krümmel sicherer machen. Der Vorstandschef von Vattenfall Europe, Tuomo Hatakka, ernannte gestern den Leiter des Netzgeschäftes, Stefan Dohler, zum Verantwortlichen für den Pannenreaktor bei Geesthacht. "Alle Prozesse, technisch und organisatorisch, stehen jetzt auf dem Prüfstand", sagte Hatakka in der Europazentrale in Berlin. Er räumte zugleich ein, dass eine verbindlich zu installierende Überwachungseinrichtung am Transformator fehlte. Ein Kurzschluss in dem Trafo hatte am Samstag zur Schnellabschaltung des Kraftwerks geführt.

[taz-Artikel]

Deutsches Ärzteblatt, 10.7.09

Ärzteschaft IPPNW fordert Stilllegung von Atomkraftwerken

Berlin – Die Verein Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) fordert aufgrund der technischen Rückständigkeit eine sofortige Stilllegung alter Atomkraftwerke. „Die katastrophalen Zustände und der mangelhafte Sicherheitsstandard des Atomkraftwerks Krümmel lassen sich auch auf alle andere Altanlagen, wie zum Beispiel auf das Atomkraftwerk Biblis übertragen“, sagt IPPNW-Vorstandsmitglied Reinhold Thiel.

[Artikel beim Ärzteblatt]

junge welt, 09.07.2009

Israel bedroht Iran mit deutschen U-Booten

Stellungnahme der IPPNW

In Anbetracht der jüngsten militärischen Drohungen Israels gegenüber dem Iran fordert die Deutsche Sek­tion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) von der Bundesregierung, alle Waffenlieferungen nach Nahost zu stoppen. »Wir appellieren an die Mitglieder des Bundessicherheitsrates und der Bundesregierung, auf den weiteren Export der von Israel gewünschten U-Boote der ›Dolphin‹-Klasse zu verzichten«, erklärte die IPPNW-Vorsitzende Dr. Angelika Claußen am Mittwoch.

[Artikel bei der jungen Welt]

die gesellschafter, 08.07.2009

AKW Krümmel: »...muss jetzt endgültig vom Netz.«

Umstrittene Atomkraft: »AKW Krümmel nach Panne vom Netz genommen«, überschreibt WELT ONLINE den zweiten Störfall innerhalb weniger Tage, der eine Schnellabschaltung des Reaktors zur Folge hatte. Ursache war nach Angaben des Betreibers eine Störung in einem Maschinentransformator. Erst am 19. Juni hatte die Atomaufsicht die Wiederinbetriebnahme des Reaktors nach fast zweijährigem Stillstand genehmigt. »Davor war die Anlage nach einem Transformatorbrand und einem dadurch verursachten Störfall ab dem 28. Juni 2007 sowie mehrerer Pannen knapp zwei Jahre lang vom Netz«, schreibt die Zeitung weiter. Jetzt fordern verschiedene Bundes- und Landespolitiker, Umweltverbände und Bürgeinitiativen erneut das endgültige Ende für Krümmel. Nein danke zur Atomkraft sagt auch Reinhold Thiel, Vorstand bei den Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW).

[Tagebucheintrag von der Aktion Mensch]

ntv, 06.07.2009

Merkel glaubt Vattenfall

Störfall als Normalfall?

Die neuerliche Panne beim Kernkraftwerk Krümmel belebt den Streit um die Atomkraft neu. Während Umweltminister Gabriel die Atomkonzerne zu einem schnelleren Ausstieg zwingen will, lässt Kanzlerin Merkel den Regierungssprecher versichern, sie habe keinen Zweifel daran, dass nur Anlagen in Betrieb seien, für die Zuverlässigkeit und Fachkompetenz gewährleistet seien.

[Artikel bei ntv]

Frankfurter Rundschau, 02.07.2009

"Grabgeld" statt Kompensation

Russland

Vier Jahre nach dem Abwurf der ersten Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki 1945 durch die USA war auch die Sowjetunion zu einer Atommacht geworden - mit einem Atombombenabwurf im August 1949 auf dem Testgelände von Semipalatinsk im Nord-Osten Kasachstans. Seitdem ließ die Sowjetregierung bis 1990 mehr als 700 Atombomben auf das eigene Land fallen oder in der eigenen Erde zünden.

[Artikel bei fr-online]

Regensburg Digital, 22.06.2009

Die Staatsmacht im Dienst der Atomlobby

Neben der Nostalgie kam auch der Blick in die Zukunft nicht zu kurz: Über 400 Menschen fanden sich am vergangenen Samstag in der Oberpfalzhalle in Schwandorf ein, um an den erfolgreichen Widerstand gegen die Wiederaufbereitungsanlage Wackersdorf – WAA – zu erinnern.

[Artikel auf regensburg-digital.de]

Deutsches Ärzteblatt am 12.06.2009

Nordkorea: Frieden durch Gesundheit

Der Atomkonflikt mit Nordkorea gefährdet die neue Abrüstungsvision

Obwohl der zweite nordkoreanische Atomtest nicht ganz überraschend erfolgte, ist er eine große Enttäuschung für die Befürworter einer atomwaffenfreien Welt. Nordkorea steht bereits seit Jahren mit Negativschlagzeilen wie „Terrorstaat“, „Achse des Bösen“, „Kriegsdrohung“ und „Hungerkrise“ im Fokus der weltweiten Öffentlichkeit.

[Artikel beim Deutschen Ärzteblatt]

Der Freitag, 04.06.2009

Der Vernunft gegen ihre Feinde beistehen

Der Friedens- und Verhaltensforscher Horst-Eberhard Richter über Atombomben als Versicherung gegen Machtverlust und über Wege, die eigene Friedensunfähigkeit zu brechen

[Interview auf freitag.de]

Neues Deutschland, 26.05.2009

"Künstliches Erdbeben" mit Ansage

Nordkoreas neuer Atomtest sorgt weltweit für empörtes politisches Echo

Wie die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA berichtete, sei am Montag ein unterirdischer Atomtest »erfolgreich« verlaufen. Der Versuch hat weltweit Empörung und Sorge um die Sicherheit ausgelöst.

[Artikel auf neues-deutschland.de]

Hamburger Abendblatt 25.04.2009

Tschernobyl - Mehrheit für Atomausstieg

Anlässlich des 23. Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl (heutige Ukraine) fordern Umweltverbände, dass die Politik an ihrem Ausstiegsbeschluss aus der Kernkraftnutzung festhält. "Atomkraft ist gefährlich, zu teuer, verhindert neue Arbeitsplätze und blockiert den Klimaschutz", so Tobias Münchmeyer von Greenpeace.

[Artikel auf abendblatt.de]

Freitag, 31.03.2009

Arsenal des Schreckens

Die Ärzte gegen den Atomkrieg fordern die Abrüstung aller Kernwaffen. Gelingt Obama und Medwedjew ein Neuanfang bei den Start-Verhandlungen?

[Artikel auf freitag.de]

n-tv.de, 26.03.2009

Meiler gehen vom Netz

Die Laufzeiten der Atomkraftwerke Biblis A und Brunsbüttel werden nicht verlängert. Die Kraftwerksbetreiber RWE Power und Vattenfall scheiterten vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig mit ihrer Forderung, sogenannte Reststrommengen des lange stillgelegten Kernkraftwerks Mülheim-Kärlich auf die beiden AKWs zu übertragen.

 

[Artikel auf n-tv.de]

Neues Deutschland, 25.03.2009

Ärzte-Appell für eine atomwaffenfreie Welt

Mediziner aus 38 Ländern fordern von Russland und den USA radikale nukleare Abrüstung

Über 300 international renommierte Gesundheitsexperten aus 38 Ländern, darunter 50 deutsche Spitzenmediziner, haben den russischen Präsidenten Dmitri Medwedjew und seinen US-amerikanischen Amtskollegen Barack Obama in einem IPPNW-Appell aufgefordert, »das atomare Zeitalter endgültig zu beenden«.

[Artikel auf neues-deutschland.de]

welt.de, 06.03.2009

Trauma - Professionelle Hilfe für deutsche Soldaten

Die Anzahl der deutschen Soldaten, die wegen Traumata behandelt wurden, stieg zwischen 2006 und 2008 um das Vierfache. Heilen kann man die posttraumatische Belastungsstörung nicht, doch können die Therapeuten den Betroffenen helfen, daraus eine kontrollierbare Erinnerung zu machen.

[Artikel auf welt.de]

WDR, 10. März 2009, 18.20-18.50 Uhr

Kinderkrebs in der Umgebung von Atomkraftwerken

Gesundheit kompakt

Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW fordert, dass endlich auf die erhöhten Kinderkrebsraten in der Umgebung von Atomkraftwerken reagiert wird. Die Bundesregierung sieht keinen Zusammenhang zwischen der höheren Zahl an Krebserkrankungen bei Kindern und der Strahlenbelastung. Nach Ansicht der atomkritischen Ärzte ist die Argumentation der Bundesregierung nicht haltbar. Sie fordern eine sofortige öffentliche Fachdebatte. Dabei sollen alle vorliegenden Befunde einbezogen und kritische Wissenschaftler auf dem Gebiet des Strahlenschutzes beteiligt werden. Auch die Mess- und Kontrollpraxis der Betreiber gehöre in diesem Zusammenhang auf den Prüfstand.

[wdr.de]

jungewelt.de 03.03.2009

Zur Haltung der Bundesregierung im Nahostkonflikt

Zur Haltung der Bundesregierung im NahostkonfliktDie ärztliche Friedensorganisation IPPNW, pax christi und die Palästinensische Gemeinde Deutschland kritisieren die Haltung der Bundesregierung im Nahostkonflikt:

[Artikel auf jungewelt.de]

rundschau-online.de 15.02.2009

Eine nukleare Renaissance?

Kernenergie

Immer mehr europäische Länder setzten vor allem nach der ukrainisch-russischen Gaskrise wieder verstärkt auf Stromerzeugung durch Atomkraftwerke, planen den Ausstieg aus dem Ausstieg und den Bau neuer Reaktoren. Gegner hingegen glauben nicht an die Renaissance der Kernenergie.

[Artikel auf rundschau-online.de]

fr-online.de 12.02.2009

Angst vor dem Vorwurf "Weichei"

Traumatisierte Soldaten

Es sind die Bilder, die die Soldaten nicht mehr loslassen. Bilder von abgerissenen Gliedmaßen, von sterbenden Kameraden. Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) bei Bundeswehrsoldaten nach Auslandseinsätzen sind spätestens seit der Ausstrahlung des ARD-Films "Willkommen zuhause" Anfang Februar Gegenstand der öffentlichen Debatte und beschäftigen am heutigen Donnerstag auch den Bundestag.

[Artikel auf fr-online.de]

süddeutsche.de 09.02.2009

Für das Gute, gegen das Böse

Eindrücke von der alternativen Friedenskonferenz

Ach, da sind sie ja alle: Der Dalai Lama, Erich Fromm, Hans-Georg Gadamer, Martin Buber - die ganzen Guten, die der Welt erklären oder erklärt haben, was sie denn falsch macht. Sie sind natürlich nicht persönlich anwesend an diesem Freitagabend im Alten Rathaussaal, was unter anderem daran liegt, dass die meisten von ihnen schon tot sind. Aber nicht nur CDs und DVDs der Friedensdenker liegen zum Verkauf aus - ihr Geist weht, so könnte man meinen, zwischen den Morisken.

[Artikel auf süddeutsche.de]

ntv 30.01.2009

Bundestag begeistert von Obama

Frischer Wind für Abrüstung

Vertreter aller Parteien haben im Bundestag die Abrüstungssignale des neuen US-Präsidenten Barack Obama begrüßt. Es sei "fast eine Sensation", dass Obama den Atomteststoppvertrag im Senat ratifizieren lassen wolle, sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier.

[Artkel auf n-tv.de]

Neues Deutschland, 29.01.2009

Dämme gegen eine Kernwaffenschwemme

Nächste Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag von entscheidender Bedeutung

Die atomare Abrüstung ist heute auch in Berlin das Thema des Tages. Hier trifft sich die »Middle Powers Initiative«, um darüber zu beraten, wie eine erfolgreiche Vorbereitung der nächsten Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag wirksam unterstützt werden kann.
Kürzlich haben auch vier ehemalige Spitzenpolitiker der Bundesrepublik zur Schaffung einer atomwaffenfreien Welt aufgerufen. Mit ihrem gemeinsamen Appell schließen sich der einstige Bundeskanzler Helmut Schmidt, der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker, der SPD-Sicherheitspolitiker Egon Bahr und Ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscher einer Reihe ähnlicher Aufrufe prominenter Persönlichkeiten aus aller Welt an. Erst zum Jahreswechsel riefen namhafte Vertreter aus Politik, Militär und Gesellschaft in Paris die länderübergreifende Kampagne »Global Zero« ins Leben. Darin setzen sie sich für eine Welt ohne Kernwaffen ein und regen den Abschluss einer Konvention zum Verbot aller Nuklearwaffen an.

[Artikel auf neues-deutschland.de]

Allgemeine Zeitung, 28.01.2009

Zeichen gegen Stigmatisierung

Medinetz Mainz und Soziales Marienborn mit Helmut-Simon-Preis geehrt

Medinetz Mainz ist Träger des Helmut-Simon-Preises gegen Armut und soziale Ausgrenzung der Diakonie in Rheinland-Pfalz. Ministerpräsident Kurt Beck überreichte gestern Abend die Urkunde an Jakov Gather, Vorstandsmitglied der seit 2005 bestehenden Initiative.

[Artikel auf allgemeine-zeitung.de]

Altmühlbote, 22.01.2009

Leukämie durch Kernkraft?

Experte erläutert Kinderkrebs-Studie und fordert Handeln

NÜRNBERG - Der Physiker Alfred Körblein, jetzt im Ruhestand, sieht nicht gerade aus wie ein Rebell, eher wie ein gemütlicher Rentner. Und doch war er entscheidend daran beteiligt, dass eine Studie über Kinderkrebs, die keinen signifikanten Zusammenhang zwischen Reaktornähe und Erkrankungsrate feststellte, noch einmal überprüft - und gründlich korrigiert wurde. Und seitdem versucht er, Experten und interessierte Laien (wie in Nürnberg) davon zu überzeugen, dass die Ursachen für das erhöhte Risiko aufgespürt und konkretes Handeln daraus abgeleitet werden müsse.

[Artike auf nn-online.de]

hr-online.de, 16.01.2009

Biblis

Leck im AKW

Unverantwortlich finden die Grünen, dass der Block B des Atomkraftwerks Biblis trotz eines Lecks in einer Rohrleitung weiterläuft. Das Umweltministerium betonte, dass keine Radioaktivität an die Umwelt abgegeben wird.

 

[Artikel auf hr-online.de]

Frankfurter Rundschau, 17.01.2009

Leck im AKW Biblis

Geringe Strahlung entweicht im Block B

Im Atomkraftwerk Biblis B besteht nach FR-Informationen seit 10. Januar ein Leck zwischen erstem und zweitem Kühlkreislauf, durch das radioaktive Flüssigkeit dringt. Das Leck war bis Freitag nicht geschlossen. Reparaturarbeiten waren nicht im Gange.

[Artikel auf fr-online.de]

Schweizer Fernsehen, 05.01.2009

Gazas Spitäler unter Feuer

Helfer getötet - erbärmliche Lage

Während das Internationale Komittee vom Roten Kreuz (IKRK) sich besorgt über die schlechte humanitäre Lage im Gazastreifen äussert, kritisieren Hilfs- und Ärzteorganisationen immer deutlicher die Folgen der israelischen Offensive für medizinische Einrichtungen in der Region. Bei den Luft- und Artillerieschlägen seien auch Ärzte und Rettungskräfte ums Leben gekommen.

[tagesschau.sf.tv]

Kölner Stadt-Anzeiger, 04.01.2009

Steinmeier zeigt sich besorgt

Deutsche Reaktionen

Nach dem Start der israelischen Bodenoffensive im Gaza-Streifen wächst in Deutschland die Besorgnis vor einem länger anhaltenden Konflikt. Während am Wochenende Zehntausende Menschen in Deutschland gegen die Militäraktionen auf die Straße gingen, sah Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) die Möglichkeiten für eine rasche Waffenruhe in weite Ferne gerückt.

[Artikel auf ksta.de]