Atomkraftwerke gefährden auch heute unsere Gesundheit und die unserer Kinder. Unter diesem Motto lädt die Ärzteorganisation IPPNW am Freitag, den 23. April 2010 im Rahmen ihres Jahrestreffens in Herford zu einem öffentlichen Vortrag mit anschließender Diskussion ein. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr im Haus der kirchlichen Dienste, Hansastraße 60, 32049 Herford. Der Eintritt ist frei.
Der IPPNW-Arzt Reinhold Thiel aus Ulm wird über die Gesundheitsgefahren für Kinder in der Nähe von Atomkraftwerken referieren. Er war maßgeblich daran beteiligt, dass die vom Bundesamt für Strahlenschutz in Auftrag gegebene Studie „Kinderkrebs um Atomkraftwerke“ überhaupt durchgeführt wurde. Die so genannte „KiKK-Studie“ ist die aufwändigste und exakteste Studie, die zum Thema Krebserkrankungen um Atomkraftwerke weltweit durchgeführt wurde. Ergebnis: Je näher ein Kind an einem Atomkraftwerk wohnt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es an Krebs oder Leukämie erkrankt.
Anlässlich des 24. Tschernobyl-Jahrestages demonstrieren IPPNW-Ärzte in weißen Kitteln bereits um 18 Uhr am Alten Markt in Herford. Mit dieser Demonstration unterstützt die Ärzteorganisation auch die parallel stattfindenden Protestaktionen der Anti-Atom-Bewegung gegen die von der schwarz-gelben Bundesregierung geplanten Laufzeitverlängerungen.
Am Samstag, 24. April findet um 12.30 Uhr ein Pressegespräch statt mit Vertretern der "Mayors for Peace" (Bürgermeister für den Frieden) aus dem Raum Herford.
Weitere Veranstaltung: Symposium „Der Krieg in Afghanistan“
Am Sonntag, 25. April veranstaltet die IPPNW ein öffentliches Symposium zum Afghanistan-Krieg und der Rolle Deutschlands. Auf die Vorträge namhafter Referenten folgt eine Podiumsdiskussion. Das Symposium findet von 9 - 12.30 Uhr im Haus der kirchlichen Dienste statt.
Die Referenten und ihre Themen:
- Matin Baraki, deutsch-afghanischer Politologe (war erst kürzlich mehrere Wochen im Land):
Zur Lage in Afghanistan und den Perspektiven für Frieden und Entwicklung
- Otto Jäckel, Rechtsanwalt: Jenseits des Rechts. Deutschlands „Kampfeinsatz“ am Hindukusch
- Reinhard Voß, pax christi: Der Krieg in Afghanistan – die Haltung der Christen und Kirchen in Deutschland
- Norman Paech, emeritierter Hochschullehrer, außenpolitischer Sprecher der Linken 2005-2009, Afghanistan im Bundestag
Die deutsche Sektion der IPPNW wurde 1982 u. a. von Horst Eberhard Richter und Ulrich Gottstein gegründet. Etwa 7.000 ÄrztInnen und Medizinstudierende sind Mitglieder. Zum IPPNW-Jahrestreffen in Herford werden ca. 70-100 Teilnehmer erwartet. Im Dezember jährt sich zum 20. Mal die Verleihung des Friedensnobelpreises an die IPPNW.
Wir bitten Sie um Vorankündigung und Berichterstattung. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung. Gerne vermittle ich Ihnen Interviews mit den ReferentInnen.
Pressekontakt: Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung, Körtestr. 10, 10967 Berlin, www.ippnw.de, Angelika Wilmen, Pressesprecherin, Tel. 030 – 69 80 74 15
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