Der Friedensfilmpreis der Internationalen Filmfestspiele Berlin wird zum 24. Mal verliehen – es ist der einzige Friedenspreis auf einem A-Filmfest weltweit. Ob täglicher Terror und Krieg in Peru, Gaza, Israel oder im Kongo, ob Nachwehen der Terroranschläge in London oder eines militärischen Auslandseinsatzes: Viele Filmemacher der diesjährigen Berlinale beschäftigen sich mit den Folgen von Krieg und dem Wunsch nach Frieden. Der 24. Friedensfilmpreis der Internationalen Filmfestspiele Berlin wird am Sonntag, dem 15. Februar 2009, um 17 Uhr in der Akademie der Künste in Berlin-Tiergarten verliehen. Der Friedensfilmpreis ist mit 5000 Euro dotiert. Die Laudatio hält der Regisseur Robert Thalheim.
Boris Buchholz, Pressesprecher des 24. Friedensfilmpreises der Berlinale: "Frieden wird für viele Menschen immer wichtiger. Denn auch die Bevölkerung der reichen Staaten fühlt sich immer stärker bedroht. Mögliche Terrorakte, Gesetzgebungen, die die Bürgerrechte einengen, und Anti-Terrormaßnahmen verunsichern und lösen Ängste aus. Kriege wie in Darfur, Libanon, Somalia, Sri Lanka und Afghanistan lassen Menschen auf dem ganzen Globus leiden. Die Welt ist im vergangenen Jahr nicht friedlicher geworden. Deutschland hat dazu beigetragen: Wir sind laut SIPRI größter Waffenhändler Europas. Aber wir richten auch das weltweit größte Publikums-Filmfestival aus, auf dem Filmemacherinnen und Filmemacher immer wieder Utopien denken und mit ihren Kameras ‚vergessene‘ Konflikte sichtbar machen. Insofern ist die Berlinale eine Hoffnungsgeberin. Zur Verstärkung gibt es den Friedensfilmpreis. Denn das ist auch dieses Jahr die Aufgabe des Preises: Als friedenspolitisches Brennglas zu agieren und zu zeigen, dass die Überwindung von Gewalt möglich ist."
Der Friedensfilmpreis geht auf eine Initiative Berliner Friedensgruppen im Jahr 1986 zurück. Er steht unter der Schirrmherrschaft der IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs, Ärzte in sozialer Verantwortung; Trägerin des Friedensnobelpreises 1985). Das Preisgeld in Höhe von 5000 Euro wird von der Heinrich Böll Stiftung zur Verfügung gestellt. Mehr Informationen über den Preis finden Sie unter www.friedensfilm.de.
Eine friedliche Berlinale wünscht Ihnen
Boris Buchholz
Pressesprecher Friedensfilmpreis
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