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"Ganz in weiß zeigten sich die Ärzte gegen den Atomkrieg"

Gorleben-Demonstration 2008

10.11.2008

Dieses Wochenende demonstrierten rund 15.000 Menschen in Gorleben für den Atomausstieg und gegen das geplante Endlager. Auch die IPPNW war innerhalb des Demonstrationszuges vertreten mit einem "weißen Block" aus 30-40 IPPNWlerInnen sowie Angehöriger anderer Heilberufe. Jochen Stay von der Anti-Atom-Initiative X-tausendmal quer sprach von einer "Renaissance der atomkraftkritischen Bewegung".

Der Sprecher der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg, Wolfgang Ehmke, fühlte sich sogar an die erste Großdemonstration in Gorleben im Jahr 1977 erinnert. Auch damals hätten 16.000 Menschen im Wald bei Gorleben protestiert. "Wir haben ein zweite Chance, das Endlager Gorleben zu verhindern, und wir nutzen sie", sagte Ehmke.

Nach der Bundestagswahl 2009 droht aus Sicht der Castor-Gegner daher eine Entscheidung für Gorleben. Auch deswegen hatten sie intensiv und am Ende erfolgreich für ihre Demonstration geworben und einen bunten Haufen aus altgedienten und ganz jungen Atomkraftgegnern zusammengetrommelt. Bei der Demo am Samstag erschienen die Grünen gleich mit einigen hundert Mitgliedern und viel Parteiprominenz, wie Claudia Roth, Renate Künast und Fritz Kuhn. Ganz in weiß zeigten sich die Ärzte gegen den Atomkrieg. Am häufigsten war aber das gelbe "X", das Symbol des Castor-Widerstandes, zu sehen.

(ap-Meldung, eigener Bericht)

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