
Am 16. Oktober 2008 entscheidet der Bundestag über die Mandatsverlängerung für den Bundeswehreinsatz in Afghanistan. Bereits Anfang September veröffentlichte die deutsche Kooperation für den Frieden (dazu gehört die IPPNW) gemeinsam mit der afghanischen Friedensjirga eine Erklärung, in der die Bundesregierung aufgefordert wird, alle Kampfhandlungen in Afghanistan einzustellen. Darin heißt es: „Die Zahl der in Afghanistan stationierten Bundeswehrsoldaten darf nicht erhöht werden, sondern es muss eine konkrete Planung mit festen Daten für einen raschen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan vorgelegt werden."
Die Bundesregierung wird aufgefordert „durch eigene Schritte, eventuell gemeinsam mit anderen europäischen Regierungen, islamischen und blockfreien Ländern, in Gesprächen mit den unterschiedlichen Gruppierungen der afghanischen Opposition einschließlich der Taliban und mit der afghanischen Regierung eine neue Tür für Verhandlungen (zu) öffnen und einen Verhandlungsprozess nach Kräften zu fördern."
(Die ganze Erklärung finden Sie unter http://www.koop-frieden.de/dokumente/KoFrie-Jirga.pdf)
Solche Auswege aus der militärischen Sackgasse, wie sie uns aus Afghanistan übermittelt werden, gilt es den Kriegsbefürwortern entgegen zu halten. Sie sollten auch diejenigen zum Nachdenken bringen, die sich trotz Zweifel nicht zu einem eindeutigen Nein zum Afghanistankrieg durchringen können.
Die IPPNW fordert ihre Mitglieder und FreundInnen zum Mitmachen auf: Bitte setzen Sie sich für eine gerechte und friedliche Entwicklung in Afghanistan ein! Wenden Sie sich an Ihre/n Abgeordnete/n, bitten Sie Freundinnen und Freunde das Gleiche zu tun.
Alles Weitere finden Sie auf der Webseite: www.schritte-zur-abruestung.de/2008/afghanistan.htm
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20.09.2008